Macdch statt. Die Beteiligung war sehr rege, und am Schluſt des Sommers ergab sich eine stattliche Anzahl von Freischwimmerinnen. Im Winter wurde dieses Schwimmen im Städtischen Schwimmbad fortgesetzt. Aus technischen Gründen war es nicht möglich, auch die Mädchen im Winter zum Pflichtschwimmen in die Stadt zu fahren. Aus diesem Grunde wurde im Sommer eine Turnstunde für das Pflichtschwimmen verwendet. Als Abiturübungen wurden vom Prov. Schulkollegium 10 Uebungen, je 5 am Reck, Barren und Längspferd ohne Pauschen und Standwagegehen bestimmt. Von 49 am Turnen beteiligten Abiturienten erzielten 14 die Note Sehr gut, 16 die Note Gut, 10 die Note Genügend und 7 die Note nicht genügend. Als Abschluß unserer Jahresarbeit wurde am 13. und 14. Februar ein Turn- und Gymnastikabend unter der Leitung der Turnlehrerin H. Merkel und dem Turn- lehrer A. Reitz gegeben, der Einblick in die Arbeit an der körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend gab und bei den Zuschauern und der Presse sehr gute Beurtei- lung fand.
Merkel. Reitz. Wandern. Die Wandertage wurden ausgeführt, soweit es das Wetter erlaubte. Größere Wanderungen wurden ausge- führt von den Schülern der Ula Kunz, Manger, Tletzer, Knobel, Hasselbach, Schwerdtner, Köster, Greiff. Neu- mann und Heyland. Diese verschiedenen Wanderungen führten durch den Thüringer Wald, die fränkische Schweiz, die Rhön, den Spessart, das Erzgebirge, den Schwarzwald, den Westerwald, in einem Fall nach Eng- land und im Paddelboot von Trier bis Minden. Aus der
S. Nadelarbeit.
Für den Nadelarbeitsunterricht in Sexta, Quinta und Quarta stand in diesem Jahr keine Fachlehrkraft zur Verfügung. Er wurde nach den Frankfurter Rahmen- lehrplänen und im Anschluft an die Arbeiten des je- weils vorangegangenen Jahrgangs gestaltet. So wurden in VI die schwierigsten Teile des Strümpfestrickens an kleinen Buntstickereien nochmals geübt und dann Kreuzsticharbeiten mit selbst entworfenen Mustern ein- geführt. In V wurde nach abgeformten Mustern Pup- penwäsche genäht und im Winter Puppenkleidung ge- häkelt. In IV wurde Webe-, Stopf- und Durchbruch- arbeiten ausgeführt. Die Besprechung des Materials ging jeweils voraus.
Dr. Huber.
Wie im vorigen Jahr wurde der Nadelarbeitsunterricht auch in der jetzigen UIIIb in 2 Gruppen geteilt.
Der Lehrstoff dieser Klasse forderte grofie Geduld und ein ernstes Verständnis von den Schülerinnen. Nicht die bunte, lustige Wollhäkelei, nicht das Arbeiten von Puppenwäsche oder eines feinen Hohlsaumstiches waren das Ziel in diesem Jahr, sondern das Flicken von
Ulb unternahmen die Schüler Watzenborn, Bernhardt, Grimmel und Aulmann gröſtere Fahrten, die sie an den Niederrhein, an den Bodensee und durch den Schwarzwald brachten. Von den 3 Obersekunden mach- ten die Schüler Böttcher, Leicht, Hieber, Gleichauf, Högemann, Diehl, Bayer, Harnischfeger. W. Schneider, Zimmer, Euler, Schäfer, Tänzer, Fischer, Dangel, Felser, Ph. Werner Fahrten in den Harz, nach Rothenburg, an den Bodensee, zur Wartburg, nach Westfalen, in den Vogelsberg, in die Wetterau, an den Rhein, in die Eifel und den Thüringerwald. Diether Leicht unter- nahm eine fO0tägige Bootfahrt auf dem Main. Aus den Untersekunden beteiligten sich die Schüler Merz, Erner, Heimel, Schulte, Janson, F. und K. Hofmann, Till, Day, Frensel, Bayer, Hamburger, Mückenhausen, Naumann und Diebener an längeren Wanderungen ins Allgäu, in den Spessart und in die Pfalz. Auch die Obertertien entsandten die Schüler Döring, Koch, Lay, Recha, Bau- mann, German, Bartels, Voigtländer, Reuter und Winter auf verschiedenen Fahrten in den Harz, an den Rhein, in die Pfalz, in den Vogelsberg, in die bayrischen Alpen und nach München. Die Lust am Wandern hat also im letzten Schuljahr erfreulicher Weise stark zugenommen. Abgesehen von dem körperlichen Nutzen dieser Fahrten, die heute durch Benutzung der Jugendherbergen mit wenig Geld ausgeführt werden können, bringen sie jedem Teilnehmer reichen seelischen und geistigen Gewinn., Wer mit offenen Augen und aufgeschlossenem Herzen wandert, genießt den denkbar besten Anschauungs- unterricht.
Oe.
Wäsche- und Kleidungsstücken und die Einführung in das Maschinennähen.
Die verschiedenen Flickarten, wie der aufgesetzte, durchgezogene und eingesetzte Flicken, wurden zunächst an Flicklappen geübt, dann an Wäsche- und Kleidungs- stücken praktisch ausgeführt. Das Flicken umfaflte die Zeit von Ostern bis Weihnachten. Nach Weihnachten wurde, nachdem die Schülerinnen mit den Funktionen der Nähmaschine bekannt waren, mit dem Maschinen- nähen begonnen. Ein Topflappen zeigte die erste Kunst auf diesem Gebiete, die sich dann beim Nähen eines Kopfkissenbezuges vertiefte.
Leider ist die Unterweisung im Maschinennähen da- durch sehr erschwert, daft für die ganze Anzahl der Schülerinnen nur eine Nähmaschine vorhanden ist. Aus diesem Grund war es nicht möglich, in diesem Jahr noch das Maschinenflicken durchzunehmen. Hoffentlich gelingt es im nächsten Jahr, den Bestand an Maschinen zu vergröſßtern, damit auf dem Gebiet des Wäschenähens das erforderliche Ziel erreicht werden kann.
Merkel.
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