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da rühre sich der Mann! Die Nacht tritt ein, wo nie- mand wirken kann. 2. Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht.
Französisch
Nacherzählung: Henri IV et le marchand. Aus: A. Robert Dumas, Contes et Anecdotes, Diesterwegs Neusprachl. Reformausgabe.
Englisch Eine Uebersetzung ins Englische: Die Engländer, ein gemischtes Volk.
Mathematik
1. Zeichne nach eingehender Diskussion das Bild der Funktion:
v= 3 VxS 2 X Berechne die Bogenlänge der Kurve zwischen den Gren- zen O und 0 und zwischen denselben Grenzen den In- halt des Rotationskörpers, der entsteht, wenn die Kurve um die Abszissenachse rotiert. 2. Von der Parabel y= 6 x wird durch die Gerade 4y— 3X+ 10= O ein Parabelbogen abgeschnitten.
Welcher Punkt dieses Bogens besitzt den gröfiten Ab- stand von der Geraden, und wie groß ist er? Die Rech- nung ist durch Konstruktion nachzuprüfen.
3. Man beobachtet am Vormittage eines Tages, an dem a= 4⁰ 52*j 50“9% war, die Höhe des Sonnenmittelpunktes zu h= 40° 15' 41“„9 und das Azimut zu a= 114⁰ 46˙ 51 vom Nordpunkt aus gemessen. Welche geographische Breite besitzt der Beobachtungsort?
Physik Die Bestimmung der Fallbeschleunigung g und die Ur- sachen ihrer Veränderung auf der Erdoberfläche.
Ola-Olb Chemie Die Vergasung und Entgasung der Kohle.
Biologie In welcher Weise sorgen Pflanzen und Tiere für ihre Nachkommen?
Latein Ein Kapitel aus: Caesar, Bellum civile. Eine Uebertra- gung ins Deutsche.
f) Die Einrichtung des künstlerischen und technischen
Unmnterrichts.
1. Zeichnen
Auf der Unterstufe wurde unter Beachtung der neuen Aichtlinien dem Spielbetrieb des Kindes und seinem Phantasieleben Rechnung getragen. Bei dieser Gele- genheit sei aber einmal festgestellt, dafß die Phantasie- begabung des Durchschnittskindes und in Sonderheit sein Vermögen, Träume oder phantasievolles Innen- leben auch nur andeutungsweise darzustellen, vielfach sehr überschätzt wird. Viel leichter fällt es dem Kind im allgemeinen, unbewuftt mit starker Farbigkeit dekorative Wirkungen zu erzielen, besonders mit Hilfe gerader oder runder geometrischer Gebilde.
Auf der Mittelstufe wurde zunächst das Zeichnen und Malen aus der Vorstellung weitergepflegt, dann aber auch das Studium nach der Natur in Betracht gezogen. Gerade in der Mittelstufe geht meist ein starker in- nerer Wandel im Schüler vor sich; das Pubertätsalter macht sich bemerkbar, das Phantasieleben wird mat- ter, Sinn und Blick für das Reale wachsen. Daher wurde nun auch die ornamentale Schrift und das Ge- biet der modernen Reklame in den Kreis der gestell- ten Aufgaben gezogen.
Auf der Oberstufe wurde auf Grund der bis jetzt gewonnenen zeichnerischen und malerischen Erkennt- nisse weitergebaut. Dabei wurden kunstgeschichtliche Ueberblicke gegeben, und es wurde immer stärker auf die Weite und Vertiefung des Darstellungsvermögens
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hingearbeitet. Berücksichtigt wurden— je nach Art der Begabung des betreffenden Schülers— Stilleben, Landschaften, Plakate, aber auch(bei besonders Be- fähigten) Portraitstudien nach dem Leben und ein- fache Bildkompositionen.
Windisch.
Was ich vom TZeichenunterricht hatte.
Man hört sehr oft das Wort:„Ich kann nicht zeichnen“. Diese Menschen würden besser sagen:„Ich will nicht zeichnen können“. Denen, die„nicht zeichnen können“, fehlt nur der gute Wille, sich einmal gründlich da- hinter zu setzen. Sie beobachten die Gegenstände zu oberflächlich. Aus diesen Andeutungen geht wohl der erzieherische Wert des Zeichenunterrichts hervor. Er zwingt jeden Schüler, sich den Gegenstand, den er zu zeichnen hat, genau anzusehen und seine Formen zu verfolgen. Natürlich wird auch beim Zeichnen wie bei all' den anderen Beschäftigungen der Leistung durch Jas Maß der Begabung eine Grenze gesetzt.
Wenn ich nun schildern soll, was mir der Zeichen- unterricht gab, so muft ich erwähnen, daf ich mit den Schwierigkeiten von vornherein nicht so zu kämpfen hatte, wie ein anderer. Als ich den ersten Zeichen- unterricht genof, versuchte ich, alles potographiemäßig genau wiederzugeben. Es gelang zwar nicht ganz, aber ich eignete mir dadurch eine gewisse Sicherheit an,


