Jahrgang 
1927
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Petersen. Als Ersatzmitglieder: I. Prokurist Wilh. Mataré, 2. Kaufmann Walter Tasche, 5. Werkmeister Hubert Schmidt, 4. Postassistent Georg Schäfer.

Das abgelaufene Jahr war besonders arbeits- reich, aber auch mit schönen Erfolgen gesegnet. In den abgehaltenen Sitzungen wurden die Direk- tiven und Beschlüsse festgelegt, für deren Durch- führung sich der Vorstand mit grosser Liebe für unsere gemeinsame Sache eingesetzt hat.

Neben den Fragen derSchulgeldermäßigung, der Unentgeltlichkeit des Werk- und Steno- graphieunterrichts, der Schaffung eines erwei- terten Schulhofes, der neuen Reifeprüfungsord- nung usw. haben zwei hochwichtige Angeſegen- heiten den Elternbeirat besonders beschäftigt, und nur unserem ganz entschiedenen Eintreten für unsere durch die Verfassung verbrieften Elternrechte ist es zu danken, dass die Schule zum Segen unserer Kinder mit Erfolg aus dem Kampfe hervorgegangen ist.

Das war zuerst die Wiedergewinnung des verdienten Mitglieds des Lehrerkollegiums, des Herrn Assessors Schreuers, und dann die Bei- behaltung der Koédukation an unserer Schule. In beiden Fragen musste das Kultusministerium angerufen werden, um die Widerstände zu be- seitigen, die sich dem Wunsche der Elternschaft entgegenstellten. Beide Fragen sind im Sinne der Eltern entschieden worden.

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Die vom Elternbeirat gewünschte grosse Elternversammlung fand am 18. Mai 26 statt, in welcher das Thema der sexuellen Jugendauf- klärung behandelt wurde.

Um weiteren Kreisen der Frankfurter Eltern- schaft einen Einblick in die verständnisvolle Zusammenarbeit von Schulleitung und Eltern- beirat an unserer Schule zu gewähren, bat der Elternbeirat Herrn Oberstudiendirektor Dr. Oeh- lert, einen öffentlichen Vortrag über denAusbau der Elternbeiräte zu halten. Der Vortrag wurde in der vollbesetzten Aula des Goethe-Gymnasiums anlässlich der Jahresversammlung der Arbeits- gemeinschaft der Elternbeiräte an Frankfurter Schulen gehalten. Er löste ein besonders starkes Echo aus und stempelte die Frage der Elternbei- räte zu einer schulpolitischen Frage erstenRanges-.

Der Bericht des Elternbeirats kann nicht geschlossen werden, ohne auch hier im Rahmen des Jahresberichts die dringende Bitte an alle Eltern zu richten, alles zu tun, was die Bezie- hungen zwischen Schule und Haus vertiefen könnte, damit aus einem innigen Verhältnis dieser beiden zusammengehörenden Erziehungsfakto- ren sich immer neue Gedanken und Wege finden lassen, die der Heranbildung einer lebensfrohen, aber zielbewussten Jugend dienlich sind.

Knack.

V. Schulgebäude und Schulgrundstück.

Unser Schulgebäude, das schon für unseren eigenen Bedarf nicht mehr ausreicht, musste im vergangenen Jahr noch 2 Klassen der Eschers- heimer Volksschule aufnehmen.

Die Chemie- und Physikräume genügen unserem eigenen nterrichtsbedürfnis nicht mehr. Ein geeigneter physikalischer Uebungsraum ist nicht vorhanden.

Der Schulhof ist zu klein. Das macht sich nicht nur in den Pausen, sondern auch bei der Erteilung des Turnunterrichts störend bemerkbar.

Die Turnhalle ist im vergangenen Jahr mit 10 Feldern Sprossenwänden ausgestattet worden.

VI. Zur Geschichte unserer Anstalt.

Das Schuljahr begann am 15. April mit den ufnahmeprüfungen. Der eigentliche Unterricht setzte am 14. April ein.

Vom 10. 23. April fanden in der Schule Veranstaltungen statt, die mit der Reichsgesund- heitswoche eng zusammenhingen. So hielt Herr

St. R. Dr. Zenetti am 10. 4. im Festsaal in der 6. Stunde einen Lichtbildervortrag über die Tuberkulose und Herr St. R. Dr. Stipp einen solchen über das Freilicht- und Luftbad. Zur gleichen Stunde fand am 20. 4. ein Vortrag von Herrn Obersch. L. Schade über Gartenarbeit und