C. Lehrer und Beamte.
I. Veränderungen im Lehrkörper und bei den Beamten.
Festangestellt wurde im Herbst die Studienrätin Helene Schröder, die bisher Studienrätin am Lyzeum in Einbeck gewesen war. In Jahresstellen waren bei uns beschäftigt die Studien- assessorinnen Duda(ab 10. April) und Weber(ab 1. Oktober) und die Schulamtsbewer- berinnen Eigenbrodt und Schorr(ab 1. April); den evangelischen Religionsunterricht übernahm zum Teil Pfarrer Simsa und nach den Sommerferien Pfarrern Rohrbach. Den katholischen Religionsunterricht erteilten die Kapläne Dr. Wahl und Rupp. Kap- lan Schäfer trat im Herbst an die Stelle von Kaplan Rupp. Am 1. Oktober 1929 traten in den Ruhestand: Lyzeal-Oberlehrer Jost und Studienrätin Delius. Zu gleicher Zeit ver- ließen uns die bei uns noch beschäftigten Hilfskräfte Studienrat Prof. ODr. Körbs und die wissenschaftliche Lehramtskandidatin Frau Dr. GCorell. Die Musik-Schulamtsbewer- berin Emilie Raabe, die seit November 1928 unsrer Schule zur Ableistung ihres Probejahres zugewiesen war, erhielt im Herbst 1930 das Zeugnis als Musik-Lehramtskandidatin.
Als Aushilfsbeamte waren im Berichtsjahr tätig: die Heizer Möller und Nebelun g; der Hei- zer Lenhard übernahm im Juni die Vertretung für Schulhausverwalter Istel.
II. Erkrankungen, Urlaub.
Studienrätin Delius erteilte bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand keinen Unterricht mehr. Es mußten ferner krankheitshalber die Schule versäumen: Studienrätin Schloß 44 Tage, Ober- schullehrerin Moll 22 Tage, Oberschullehrerin Küchler 16 Tage, Schulamtsbewerberinnen Schorr 14 Tage, Werthmann 11 Tage, Lyzeal-Oberlehrer Jost 11 Tage, Studienrätin Dr. Geering und Schulamtsbewerberin Heinrich je 5 Tage, Prof. Till 4 Tage, Studienrätin Welter, Studienrat Schwarz, Lyzealoberlehrer Frisch je 3 Tage, Oberschullehrerin Pfeifer, Studienrat Gentil und Studienassessorin Weber je 2 Tage, Prof. Siebert, Prof. Körbs, Studienrat Meister, Studien- rätin Feußner, die isr. Religionslehrerin Rosenbaum und die Schulamtskandidatin Eigenbrodt je 1 Tag.
II. Tagungen, Prüfungen und dergleichen.
An Tagungen und Lehrgängen nahmen teil: der Direktor, Oberstudienrätin Barth und Studien- rat Meister(Direktorenversammlung Wiesbaden), Studienrat Meister(Musiklehrertagung Wies- baden und Hannover), Studienrätin Welter(Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Höheren Mädchenschulen Preußens, Hamburg und Lübeck und Lehrgang für Mathematik und Naturwissenschaften, Frankfurt a. M.), Prof. Sommerlatt(Tagungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland), Studienrätin Feußner(Lehrgang für Religionslehrer, Frankfurt a. M.), Oberstudienrätin Barth und Studienrätin Welter(Haupttagung des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Vereins, Wien), die technischen Lehrerinnen Küchler, Moll, Heinrich, Werthmann, Schorr(Verband der Fachturnlehrer und-ehrerinnen Hessen-Nassau, Frankfurt a. M.).
Es bestanden Studienrat Gentil und Studienrätin Blencke die staatliche Prüfung„als technische Leiter für Lichtspielveranstaltungen“(16. Mai 1929), die zweite Lehramtsprüfung die technische Schulamtsbewerberin Werthmann(27. Januar 1930) und die wissenschaft- liche und technische Schulamtsbewerberin Eigenbrodt(15. Februar 1930). Im Auftrag des Provinzialschulkollegiums beteiligte sich der Direktor an der Prüfung des Städtischen Kinder- gärtnerinnenseminars im Herbst; er leitete die zweite Prüfung der Schulamtsbewerberinnen Eigenbrodt, Werthmann und Agnes Ludwig(letztere am Ursulinen-Institut) und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden für die oberſyzeale Reifeprüfung von Nichtschülerinnen ernannt; die erste derartige Reifeprüfung fand am 11. März unter dem Vorsitz von Frau Oberstudien- rätin Mende vom Provinzialschulkollegium Kassel statt. Von den drei Prüflingen erhielt Frl. Helene de Bary aus Frankfurt a. M. das Reifezeugnis. Im Auftrag des Provinzialschulkollegi- ums wurde am 11. bis 14. April Frl. Dorrith Harris auf die Obersekundareife geprüft; sie hat die Prüfung bestanden.
Am 25. April wohnte Oberschulrat Dr. Grau dem Unterricht verschiedener Lehrkräfte bei.
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