11. August: Verfassungsfeier. Rede: Herr Studienrat Dr. Montag. Die Oberprimanerin Frl. Anni Lippert erhält ein vom Herrn Minister gestiftetes Buch.
28. September: Schulschlußfeier vor den Herbstferien.
17. November: Der Schulchor singt in der Rundfunkstunde der Jugend; Leitung: Herr Stu- dienrat Meister.
28. November: Filmvorführung im Schulsaal: Tischlein deck dich und Kurische Nehrung.
19. Oktober: Trauerfeier für die verstorbene Sekundanerin Hilde Grunow; Rede: Herr Stu- dienrat Schwarz.
31. Oktober: Reformationsfeier in der französisch- reformierten Kirche; Rede: Herr Pfarrer Simsa.
5. Dezember: Schubertfeier der Schule. Leitung: Herr Studienrat Meister. 10. Dezember: Chanukafeier der israelitischen Schülerinnen; Leitung: Frl. Rosenbaum. 20. Dezember: Weihnachtsfeier für die Eltern; am 22. Dezember für die Schülerinnen; Leitung:
Frl. Feußner, Herr Frisch, Frau Dr. Corell. Es erhielten die von der Stadt ge- stiftete Goetheausgabe die Untersekundanerinnen: Grete Cramer, Margarete Cyriax, Hilde Goffin, Anni Merlet, Lina Neuroth, Margot Oppenheimer, Gisela Räuber, Gretel Röder, Inge Schwerdtfeger, Hilde Stern, Berta Weimer und Else Weißbecker.
22. Januar 1929: Lessingfeier; Rede: Herr Prof. Siebert.
27. März: Entlassungsfeier; Reden: der Schulleiter und die Oberprimanerin Frl. Elli Frei- ling. Die Primanerinnen Frl. Susi Knõß, Frl. Luise Knodt und EFrl. Elisabeth Scherlensky, die Obersekundanerin Gertie Marx und die Quintanerin Gertrud Zipp erhalten Prämien.
F. Vom Gebäude und Grundstück.
In unserem Schulgebäude waren im Schuljahr 1928/29 neben den 20 Klassen der Elisabethen- schule noch 5 Klassen der Holzhausenschule untergebracht, außerdem hatte der Kindergarten weitere 4 Klassenzimmer inne. Infolgedessen mußten wiederum auch Atelierräume mit verglastem Dache als Klassenzimmer verwandt werden. Erdkunde, Geschichts-, Kunst- und Anschauungs- mittelsammlung stehen auf den Gängen. Das Heizerzimmer und die Steinsammlung dienen als Religionsklassen. Es fehlt ein eigenes Biologiezimmer und Räume für Werkunterricht, für Nadel- arbeit und für Physikübungen.
Das Gebäude wurde am 7. September feuerpolizeilich untersucht. Der Schulhof ist leider noch nicht größer geworden; er reicht für die Zahl der Schülerinnen nicht im entferntesten aus.
Um den Straßenlärm abzudämpfen, hat die Stadt die eine Seite der Eschersheimer Landstraße mit geräuschlosem Pflasterüberzug versehen, der aber von den zahlreichen Kraftwagen rasch wieder zerstört wurde.
G. Verfügungen der Behörden.
(Zbl.= Zentralblatt der preußischen Unterrichtsverwaltung.)
Min. Erl. 30. 4. u. 8. 12. 28: Neue Bestimmungen über Schlußprüfungen an Lyzeen und über Reifeprüfung für Prima(2bl. 167 und 380).
Min. Erl. 10. 5. 28: Vereidigung der Beamten auf die preußische Verfassung(Zbl. 190).
Magistrat, 18. 6. 28: Bau- und feuerpolizeiliche Vorschriften für Schulen(Städt. Anzeige- blatt, Seite 352).
Min. Erl. 21. 6. 28: Auslandsreisen für Lehrer der neueren Sprachen(2bl. 221).
Min. Erl. 3. 7. u. 27. 11. 28: Verwaltungsberichte der höheren Schulen(Zbl. 239 u. 364).
Min. Erl. 9. 7. 28: Lichtbilderarbeitsgeme inschaften für Schüler und Schülerinnen(2Zbl. 244).
Min. Erl. 11. 2. 29: Studium der technischen Wissenschaften(Zbl. 75).
Min. Erl. 15. 2. 29: Geschwisterermäßigung bezüglich des Schulgeldes(Zbl. 84).
Min. Erl. 11. 3. 29: Einführung der Schülerinnen in die Verfassung(2bl. 111).
Min. Erl. 18. 3. 29: Einführung von Nadelarbeitsunterricht(wahlfrei) auf der Oberstufe der
Mädchenvollanstaſten(Zbl. 115).
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