Jahrgang 
1928
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Die Schule tut für die körperliche Erziehung der Nädchen mehr wie in früherer Zeit. Wir müssen davor warnen, außerdem noch Sport, Gymnastik und dergleichen zu treiben. Einen Frevel an der körperlichen und geistigen Gesundheit der Kinder erblicken wir in ihrer Beteiligung an öffentlichen Bühnenaufführungen, Maskenbällen und Ahnlichem.

Die Schülerinnen sind verpflichtet an den Spielstunden und an den Wande- rungen teilzunehmen. Ein gesundes Mädel von heutzutage will auch dabei mittun, und die Eltern steigen nicht in der Achtung ihrer Töchter, die ihnen mit oberflächlichen Entschuldi- gungen das Sichdrücken leicht machen. Das allzuleichte Versäumen der ersten Stunden und das Fehlen bei den kleinsten Beschwerden bringt die Mädels in den Ruf, verweich- licht zu sein.

Nur wirklich Bedürftige sollten die Hilfsbüchereiin Anspruch nehmen. Nan nimmt sonst dem Kinde die Freude am eigenen Buche und leitet die Mädchen dazu an, die Schule und ihre Arbeit nicht ernst zu nehmen.

Bücher und Hefte sind sauber einzubinden und sorgsam zu behandeln. Der ordentlich gepackte Ranzen sollte schon abends bereitliegen. Die Eltern bitten wir, auch auf saubere und leserliche, flüssige Schrift zu halten und sich alle Bücher und Hefte, namentlich aber die schriftlichen Ar- beiten, regelmäßig vorlegen zu lassen und nicht erst zu warten, bis die Schule die gefürchteten Mitteilungen versendet. Wer sich erst in den letzten Wochen vor der Versetzung um die Lei- stungen seiner Tochter kümmert, darf sich nicht wundern, wenn das Kind sitzen bleibt, auch wenn er dann täglich in der Schule vorspricht.

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