Schulzahnarzt: Schäfergasse 23(Liebfrauenschule) täglich 8 ½
bis 9 ½ Uhr.
Berufsamt: Große Callusstraße 17, täglich 8 bis 15 Uhr. Sprechstunden der Lehren: siehe Anschlagbrett der Schule. Den Schülerinnen sind
die Sprechstunden der Klassenlehrer bekannt. Dabei ist die Stun-
deneinteilung unsrer Schule zu beachten:
Sommer wWinter 15. 1X.- 15. li. 1. Stunde 730— 815 8⁰⁰— 845 8³⁰— 910 2. Stunde 820— 905 850— 935 915— 955 Frühstückspause: 20 Minuten 3. Stunde 925— 1010 955— 10% 1075— 1055 2. große Pause: 15 Minuten 4. Stunde I 1025 1110 I 105 1140 I 1110— 1150 3. große Pause: 15 Minuten 5. Stunde I 2- 12 0 ſ 1185— 1245 I[2o 1245 6. Stunde LE=SE215— 30o 1245— 1330 IL 25o 1330
Die Ferien sind im Schuljahr 1928 29 folgendermaßen festgesetzt:
Art der Ferien: Schluß des Unterrichts: Wiederbeginn des Unterrichts: Pfingsten: Freitag 25. Mai Dienstag 5. Juni 1928 Sommer: Donnerstag 28. Juni Dienstag 31. Juli 1928 Herbst: Freitag 28. September Mittwoch 10. Oktober 1928 Weihnachten: Samstag 22. Dezember Dienstag 8. Januar 1929 Ostern: Mittwoch 27. März 1929
Das Schulgeld beträgt: RM. 150.— für Einheimische, RM. 225.— für Auswärtige und RM. 300.— für Ausländer; es wird wie die Gebühren für den wahlfreien Unterricht(RM. 24.—; RM. 30.— und RM. 48.—) in monatlichen Teilbeträgen erhoben. Anträge auf Schulgeldbefreiung, =stundung und-ermäßigung sind bei den Städt. Schulbehörden, Elbestr. 48, zu steſlen; Wünsche auf Erziehungsbeihilfen und dergl. gehen an die Schulleitung.
Innerhalb eines Schuljahres werden An- und Abmeldungen beim wahlfreien Unterricht nicht an- genommen.
Die Städtische Frühstücksspeisung liefert in der Frühstückspause je nach dem Ein- kommen Getränke und Brötchen für 14 Pfg., 7 Pfg., und 3 ½ Pfg. die Portion; Näheres bei Frl. Dr. Saling.
Die Erziehung der heutigen Mädchen bringt besondere Schwierigkeiten mit sich. Gerne erteilt die Schule den Eltern dabei Rat. Wir bitten, sich vertrauensvoll an uns zu wenden.
Wiederum bitten wir darum, den Verkehr und den Lesestoff der Schülerinnen zu über-— wachen, und raten, über das etwaige Taschengeld sich stets Rechenschaft geben zu lassen. Die Umgangsformen, die die heutigen Mädchen in der Oeffentlichkeit und der Schule zeigen, sind nicht immer die besten. Auch das Elternhaus muß sich wieder entschließen, ungehörigen Antworten, formlosem Betragen, Ungehorsam und Unpünktlichkeit fest entgegen- zutreten. Die Kleidung sei einfach, gediegen und unauffällig; Parfüms und Puder gehören nicht in die Schule; bemalte und mit Schmuck behängte Mädchen ziehen nur den berech- tigten Spott ihrer Mitschülerinnen auf sich, ebenso solche die mit vornehmer Kleidung zu prahlen versuchen. Für den Turnunterricht ist eine bestimmte Kleidung vorgeschrieben, die Bedürftigen auf Antrag geliefert wird.
29


