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reren Vorträgen und Veranstaltungen, die dazu dienen sollten, das Verständnis für die Bedeutung des Grenz- und Auslandsdeutschtums zu wecken, nahmen wir teil. So fuhr eine Gruppe von Schü- lerinnen der Oberklassen mit mehreren Mitgliedern des Lehrkörpers zu der eindrucksvollen Pfingst- tagung des V. D. A. nach Hirschberg. Die Eindrücke dieser Tagung, die Erlebnisse in dem gast- freundlichen Unterkunftsdorfe Grunau und die Wanderungen im Riesengebirge werden allen Teil- nehmern an der Fahrt unvergeßlich sein. Einen stimmungsvollen Abschluß bildeten die Tage in Dresden und im Elbsandsteingebirge.— Auch mit ihrem Können stellten sich unsere Schülerinnen mehrfach in den Dienst der Sache, vor allem bei der großen Darbietung des Frankfurter Schul- gruppenverbandes im November, bei welcher Gelegenheit Unterprimanerinnen mit großer Hin-— gabe echte alte Lieder und Tänze der Grunauer Spinnstube zum Vortrag brachten.— Die rührige Tätigkeit unserer Schulgruppe bewies, daß das Verständnis für das Grenz- und Auslandsdeutschtum bei unseren Schülerinnen und deren Eltern feste Wurzeln geschlagen hat.
Unserer Untertertianerin IIse Eheleben hat der Preisrichterausschuß des V. D. A. für ihre Puppe„Paulinchen“ einen zweiten Preis zuerkannt.
Zu Beginn des Schuljahres war ein neuer Elternbeirat zu wählen. Die vorgeschriebenen beiden Elternversammlungen fanden am I1. und 17. Mai 1926 statt. Erster Vorsitzender wurde Herr W. Kremmling, Gutleutstr. 14, zweiter Herr Dr. Schneider, Lenaustr. 18. Ferner gehörten dem Elternbeirat an Frau Dr. Bachem, Frau Engel, Frau Dr. Simon, Frau Bauernfeind und die Herren Dr. Fahz, B. Mayer, K. Scheller und San.-R. Dr. Krekels.
Die Zusammenarbeit mit der Elternschaft erleichtert uns nun auch unser Elisabethen- schulverein(gegründet 1905). Er nimmt als Mitglieder nicht nur ehemalige Schüle- rinnen auf, sondern auch die Mütter unserer jetzigen Schülerinnen. Bei den zahlreichen Veranstaltungen des Vereins haben die Mütter also Gelegenheit, den Geist unserer Schule kennen zu lernen und die Lehrer ihrer Töchter zu sprechen. Der Verein will durch wissen-— chaftliche und gesellige Veranstaltungen die per-sönlichen Beziehungen der Mitglieder unterein- ander und zur Schule pflegen und Schule und Schülerinnen durch geeignete Unterstützung fördern. Der jährliche Mindestbeitrag beläuft sich für ehe nalige Schülerinnen auf RM. 2.—, für Freundin-— nen der Schule auf KM. z.—. Dieser Beitrag schließt den unentgeltlichen Bezug der Vereins— zeitung ein, die im Februar 1927 ins Leben trat und unseren Schülerinnen zunächst kostenlos verteilt wurde. Alle Mitglieder bitten wir, sich an dem Ausbau der Zeitung durch Einsendung von Aufsätzen zu beteiligen. Vorsitzende ist Frau Dr. Haag, Friedrichstr. 37; unsere Schülerinnen er— ſahren Näheres durch Frl. Pfeifer und Frl. Küchler.
Die„Jubiläumsstiftungder Elisabethenschule“ erstattet folgenden Bericht:
Die letzten Stipendien aus der lubiläumsstiftung kamen im Jahre 1922 zur Verteilung. Seit dieser Zeit ruhte aus Mangel an Geldmitteln die Tätigkeit der Kasse. Auch im Jahre 1925 mußte wegen der Geringfügiskeit der Zinsen aus dem umgewerteten Kapital von einer Gewährung von Beihilfen abgeschen werden; erst das abgelaufene Geschäftsjahr 1926 gestattete, aus den Erträgnis- sen des zur Zeit rund 5700 KRM. betragenden Kapitals eine Beihilfe in Höhe von 200 RM. zu gewähren.
Die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung aus den Geschäftsjahren 1925 und 1926 stellen sich wie folgt:
Einnahmen 1925
1925 Jurli.... 6 2 ½% Hypotheken-Zinsen von RM. 5500— April bis Juni RM. 33.— Dezember 51. Zinsen von der Sparkasse von RM. 35.„—. 94
RM. 33 94


