Jahrgang 
1915
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Herr Oberlehrer Günther wurde am 1. März, Herr Oberlehrer Dr. Strasdas am 10. März, Herr Oberlehrer Reuter am 25. März zur militäriſchen Ausbildung eingezogen. Ihre Vertretung wurde der Hilfslehrerin Fräulein Aßhoff und der Schulamtsbewerberin Fräulein Gerda Koob an⸗ vertraut; eine Reihe von Stunden übernahmen Mitglieder des Lehrkörpers als ehrenamtlich erteilte Uberſtunden. Allen dieſen zollt die Schule ebenfalls lebhaften Dank.

Fortbildungsklaſſe(Frauenſchulklaſſe).

In die Frauenſchulklaſſe, die zu Oſtern 1914 der Eliſabethenſchule als ſtädtiſche Einrichtung vorläufig angegliedert worden iſt, traten zu Beginn des Schuljahres aus der Eliſabethenſchule 13, aus anderen Schulen 6 Schülerinnen ein. Im Winterhalbjahr wurde die Klaſſe von 15 Schülerinnen beſucht. Zum Eintritt in dieſe Klaſſe zu Oſtern 1915 liegen bis jetzt 17 Meldungen vor, ein Beweis, daß ſich die Einrichtung auch weiter bewähren wird. Der Lehrplan dieſer Klaſſe iſt folgender:

I. Pflichtfächer: 2 Std. Pädagogik und Pſychologie, 2 Std. Deutſch, 1 Std. Geſchichte, 2 Std. Bürger⸗ und Wirſſchaftskunde, 1 Std. hauswirtſchaftliches Rechnen, 1 Std. Naturkunde, 2 Std. Geſundheitslehre, 3 Std. Kinderpflege und Kindergartenunterweiſung.

II. Wahlfächer: 2 Std. Franzöſiſch, 2 Std. Engliſch, 2 Std. Kunſtgeſchichte, 2 Std. Erd⸗ kunde, 2 Std. Zeichnen und 2 Std. Nadelarbeiten.Der Hauptzweck dieſer einjährigen Frauenſchulklaſſe dürfte neben der Weckung ſozialen Intereſſes und lebendiger Anteilnahme an öffentlichen Vorgängen (Staatsbürgerkunde) der ſein, daß die jungen Mädchen noch nach ihrer eigentlichen Schulzeit durch ſachkundige Führung an wertvollen Stoffen in ſtrenge geiſtige Zucht genommen werden, ſodaß ihre Bildung vertieft und ihrem weiteren Streben beſtimmte Wege gewieſen werden. Das Schulgeld beträgt 150(für Auswärtige 250).

IV. Statiſtiſche Mitteilungen.

Zahl und Durchſchnittsalter der Schülerinnen. Benen la Ib IIa IIb IIIa IIIb TValVb] Va Vb Vla VIb VIIa VII

Schule 1

Ws⸗

VIII IX V 32 34 22 29 30 24 36 38 43 40 45 541

1. Am Anfang des 7 Sommerhalbjahres

19 22 21 30 26 26 24

2. Am Anfang des

Winterhalbjahres. 15 22 20 30 25 V 27 25 32 34 24 29 30 24 36 36 V 43 42 45 539 3. Am. Februar 1915 15 23 20 30 25 26 25 V 33 34 24 V 29 30 V 24 35 35 4 44 42 45 538 4

Durchſchnittsalter

am 1. Februar 1915] 17,3 16,3 16,6/15,6 15,7 14,6, 14,7, 13,7 13,6 12,8 12,4 11,5 11,4 10,5 10,4 9,2 8,5 73

Religions-, Staatsangehörigkeits- und Peimatsverhältniſſe der Schülerinnen.

2

Bekenntnis bezw. Religion an ſotetekt V Heimat

ſ ſ ſ

2

8 59.* 8 8

2 ₰‿+

[ 5 z 2[ 15 5 14

5 5 25 b 25 s

13 2.[3 S 5 35 32 1. Am Anfang des Sommerhalbjahres.... 278 31 9 223 541 429 86 26 525 16 2. Am Anfang des Winterhalbjahres.... 279 29 10 221 539 428 85 26 523 16 3. Am 1. Februar 1915.......... 278s 29 9 222 538 427 85 26 522 16

*) Am 1. Februar 1915 wohnten 10 Schülerinnen in voller Penſion im Schulorte.