19
10. Schreiben, 1 St. Fortſetzung der Schreibübungen in deutſcher Schrift. Sodann die kleinen Formen der lateiniſchen Schrift im Sommer, im Winter die großen Formen. Methodiſche Behandlung in der Schule. E. Pfeifer. 11. Leichnen: 2 St. Im Sommer vorzugsweiſe Skizzenübungen im Zeichnen und Malen von Pflanzenteilen und ganzen Pflanzen, Zeichnen im Freien. Im Winter: Durcharbeiten im Zeichnen und Malen kunſtgewerblicher Gegenſtände, ausgeſtopfter Vögel, Stoffe uſw. in den verſchiedenen Techniken. Müller. 12. Singen: 1 St. Für alle Schülerinnen verpflichtend. Fortſetzung der geſangstechniſchen Übungen und einfache Vokaliſen. Einſtimmige Choräle, ein- und mehrſtimmige Volks⸗ und Schullieder. Süß. . 13. Rlavier: 2 St. 3 Abteilungen mit je 1 St. wöchentlich. Technik: Fortſetzung der Ubungen der bei Sem. OC angeführten Studienwerke, für Vorgeſchrittenere: J. B. Cramer, Etüdenheft 1 oder M. Clementi, Gradus ad Parnassum. Vortrag: Sonaten⸗ oder ſonſtige Klavierſätze (Rondos, Variationen, Bagatellen, Phantaſieſtücke) von Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelsſohn, Bach,
Schubert und Schumann, bisweilen ein vierhändiges Stück. Süß.
14. Turnen: 2 St., 1 gemeinſam mit Seminar A. E. Pfeifer.
15. Handarbeit: 2 St. Das Frauenhemd. Stricken und Stopfen. M. Klump. Seminar A.
Klaſſenlehrer: Direktor Keller.
1. a. Epangeliſche Religionslehre: 2 St.(im Anſchluß an den Seminarlehrplan.) Kate⸗
chismus, 2. bis 5. Hauptſtück. Die Haupttatſachen der Kirchengeſchichte. Wiederholungen. Rehorn.
b. Katholiſche Religionslehre: 2 St. Katechismus: Glaubensartikel; die Lehre von den Geboten, von der Sünde und von der Tugend. Bibl. Geſchichte: Jugendgeſchichte und öffentliche Lehr⸗ tätigkeit Jeſu. Charakterbilder aus der Kirchengeſchichte des chriſtl. Altertums. Wiederholungen aus allen Gebieten. Quirmbach.
c. lsraelitiſche Religionslehre: 2 St. Gemeinſam mit Klaſſe C. Bibelkunde. überſicht über die religionsgeſchichtliche Entwicklung des Judentums. Das Wichtigſte aus der Glaubenslehre.
Seligmann.
2. Deutſch: 4 St. Überſichtliche Geſchichte unſerer Literatur mit eingehender Betrachtung der bedeutſamſten Werke. Neu geleſen: Leſſings Philotas, Goethes Elegien(Alexis und Dora, Euphroſyne), Schillers Künſtler, Spaziergang, Lied von der Glocke, Huldigung der Künſte. Würdigung des Volks⸗ liedes und der neueren Lyrik. Grillparzers Goldenes Vlies, H. v. Kleiſts Hermannſchlacht; Fritz Reuters Franzoſentid. Ibſens Puppenheim. L. Fulda: Robinſons Eiland. Einblicke in das Werden des Kunſtwerkes. Freie Vorträge und Deklamationen. Spr achlehre, beſonders Lautlehre, Wort⸗ bildung, Bedeutungswandel, Satzlehre. Freie Aufſätze. Keller.
3. Geſchichte: 2 St. Die neuere Geſchichte bis zur franzöſiſchen Revolution; die Branden⸗ burgiſch⸗preußiſche Geſchichte wird dabei in den Vordergrund geſtellt. Planmäßige Wiederholung aus den
Penſen der drei Seminarjahre. Froning.
4. Schulkunde: a. 2 St. Herbart. Allgemeine Unterrichts⸗ und Erziehungslehre. Methodik des Deutſchen und des Religions⸗Unterrichts. Wiederholung der Pſychologie.— b. 1 St. Beſprechung der Unterrichts⸗Übungen. A. Barth.
5. Franzöſiſch: 3 St. Geleſen: Voltaire; Diderot u. Rouſſeau, Morceaux choisis, (Velhagen u. Klaſing). Ausgewählte Proſa des 18. und 19. Jahrh.(Rouſſeau, Mad. de Staöl, Chanteaubriand, Lamartine: Renger); Thiers, Napoléon à Ste. Hélène(Velh. u. Kl.) Wieder⸗ holungen aus dem geſamten grammatiſchen Gebiet. Literaturgeſchichte bis zur Mitte des 18. Jahr⸗ hunderts. Wiederholungen nach Fuchs, Tableau de la littérature française. Schriftliche Überſetzungen ins Franzöſiſche und Aufſätze.— 2 St. Unterrichts⸗Übungen in VIb. Hinſtorff.
6. Engliſch: 3 St Geleſen: Shakſpere, julius Caesar beendigt. Dickens, Christmas Carol, Carlyle, On Heroes; Hero-worship and the Heroic in History(alle i. d. Ausgabe von


