Jahrgang 
1907
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7. Erdkunde: 2 St. Das Wichtigſte aus der allgemeinen Geographie. Deutſchland. Die Balkan⸗ halbinſel. Froning. 8. Tlaturlehre, Tlaturbeſchreibung: 3 St. Phyſik: Allgemeine Eigenſchaften. Anziehende Kräfte. Die verſchiedenen Hebelformen und ſchiefen Ebenen. Fall. Zwei Kräfte; Pendel⸗ und Zentral⸗ bewegung; Druck der Flüſſigkeiten. Archimediſches Prinzip. Diffuſion. Asmoſe. Akuſtik: Entſtehung und Fortpflanzung des Schalles. Sirenen. Bau der Dur⸗ und Molltonleiter. Schwingende Platten, Saiten und Luftſäulen. Mittönen; Reſonanz, Stimm- und Gehörorgan. Chemie: Sauerſtoff Waſſerſtoff Atomtheorie. Waſſer Stickſtoff die Luft. Zoologie: Vergleichende Betrachtung der Wirbeltierklaſſen. Fiſche. Amphibien. Reptilien. Vögel. Entwicklung des Lanzettfiſchs und des Waſſer⸗ froſchs. Botanik; Mikroſkopiſche Elemente der Pflanze, Zellteilung, Entwickelung eines Farns, die Farne und Schachtelhalme, Mooſe. Aſſimilation der Pflanzen, Pilze, Algen und Flechten. Blütenbiologie. Kinkelin. Rühle. 9. Rechnen und Raumlehre: 3 St. Rechnen: Die Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen. Die Teilbarkeit der Zahlen. Die gemeinen Brüche und die Dezimalbrüche. Die Schlußrechnung. Die Prozentrechnung, Einführung in die Algebra. Raumlehre: Die Lehre von den Geraden, Winkeln und Dreiecken, mit beſonderer Berückſichtigung der Kongruenz. Fundamentalkonſtruktionen. Parallelogramm,

Trapez, Vieleck und die Kreislehre. Kolbe. 10. Schreiben: 1 St. Die kleinen und die großen deutſchen Formen. Schreibübungen. Methodik des Schreibens in der Schule. E. Pfeifer.

11. ZLeichnen: 2 St. Im Sommer leichte Wiederholungsaufgaben aus dem Penſum des Zeichenunterrichts in der höheren Mädchenſchule, von der dritten Klaſſe an aufwärts. Skizzieren im Zeichnen und Malen von Pflanzenteilen und Pflanzen. Im Winter: Zeichnen und Malen kunſtgewerblicher Gegenſtände, ausgeſtopfter Vögel, Stoffe uſw. in den verſchiedenſten Techniken. Müller.

12. Singen: 1 St. Obligatoriſch für alle Schülerinnen. Techniſches: Stimmbildungs⸗, Aus⸗ ſprache⸗ und Treff⸗Übungen auf Grundlage der aretiniſchen Silbenreihe. Solfeggien Lieder: Choräle, geiſtliche und weltliche Volkslieder einſtimmig. Einfache Kunſtlieder. Süß.

13. Klavier: 3 St. Fakulativ in drei Abteilungen mit je 1 St. Technik: Anſchlagsübungen. Tonleiter. Harpeggien. Grundlage je nach dem Standpunkte der Schülerinnen. Al. Schmidt, Finger⸗ übungen. Czerny, 40 tägliche Studien, op. 229: Die Schule der Geläufigkeit, Heft 1 und 2. Vortr ag: Sonatinen und Sonatenſätze von Diabelli, Kuhlau, Clementi, Haydn und Mozart; ausnahmsweiſe ein feineres Salonſtück. Süß.

14. Turnen: 2 St. Freiübungen: Wiederholung der erlernten Übungen und Verbindung der Gang⸗, Hüpf⸗ und Zwirbelarten. Ordnungsübungen: Wiederholung der erlernten Ubungen; Reigen. Ubungen mit Handgeräten: Bälle, Stäbe, Hanteln, Springrohre. Ubun gen an Geräten. Spiele. E. Pfeifer.

15. Handarbeit: 2 St. Das Herrenhemd. Das Frauenhemd. M. Klump.

Seminar B. Klaſſenlehrer: Oberlehrer Dr. Reinhold; im Winter: Direktor Keller.

1. a. Evangeliſche Religionslehre: 2 St.(im Anſchluß an den Lehrplan). Die heilige Ge⸗ ſchichte des Neuen Teſtaments. Leſen und Erklären der Bergpredigt, aus der die wichtigſten Stellen gelernt wurden. Eingehende Behandlung einer größeren Anzahl von Gleichniſſen. Ausgewählte Abſchnitte aus der Apoſtelgeſchichte und den neuteſtamentlichen Briefen. Katechismus: das erſte Hauptſtück.

Rehorn.

b. Katholiſche Religionslehre: 2 St. Gemeinſam mit Seminar C.

c. Israelitiſche Religionslehre: 2 St. Einleitung in den Pentateuch, Leſen der wichtigſten Stellen in der Urſprache. Geſchichtlicher Religionsunterricht. Seligmann.

2. Deutſch. 4 St. Schiller in ſeinen Briefen; die Romantik; die neuere Lyrik und No⸗ velliſtik. Geleſen: Goethes Taſſo, Grillparzers Sappho. Nibelungenlied und Walther v. d. Vogelweide.(Auswahl in der Urſprache). Einige Novellen. Wiederholt: Schillers Dramen; Goethes Iphigenie. Grammatik: Die Konjugation. Monatlich ein Aufeatz. Reinhold; Keller.