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sabethenschule. Diese genannten Kommissions-Mitglieder nahmen am 26. August Nachmittags eingehend Kenntnis von den vorgelegten Probearbeiten; zu gleicher Zeit fertigten diejenigen Aspi- rantinnen, welche noch keine Lehrerinnenprüfung abgelegt hatten, den vorgeschriebenen deut- schen Aufsatz.
Am 27. August wurden sodann die Lehrproben, sowie das mündliche Examen vorgenommen:
Auf Grund der Gesamtergebnisse wurden folgende Resultate erzielt:
A. Das Zeugnis der Befähigung zum Unterricht an höheren und mittleren Mädchen- schulen erhielten: 1. Fräulein Johanna Albrecht; 2. Fräulein Elisabeth Besier; 3. Fräu- lein Marie Birkner; 4. Fräulein Anna Deriveaux, 5. Fräulein Guida Diehl; 6. Fräulein Anna Diehlmann; 7. Fräulein Franziska Federlin; 8. Fräulein Henriette Flörsheim; 9. Fräulein Bertha Gähl; 10. Fräulein Anna Hilpisch; 11. Fräulein Emma Hof; 12. Fräu- lein Ida Hohenemser; 13. Fräulein Emma Köbke; 14. Fräulein Jeannette Lesch; 15. Präu- lein Anna Neuhaus; 16. Fräulein Emma Prange; 17. Fräulein Anna Roth; 18. Fräulein Wilhelmine Schleucher; 19. Fräulein Emma Steinfeld; 20. Fräulein Amalie Tribus.
B. Das Zeugnis der Befähigung zum Unterricht an Volksschulen erhielt:
21. Fräulein Mathilde Zoll.
Donnerstag, den 2. September, wurde der Sedantag in gewohnter Weise durch eine Schulfeier festlich begangen; die Gedenkrede hielt Herr Kollege Heß.
Der Semesterschlutz erfolgte Samstag, den 25. September. Sämtliche abgehende Schülerinnen sowie die Schülerinnen der oberen Klassen versammelten sich mit dem Lehrerkollegium in der Aula. Auch diesmal wurde es nicht unterlassen, allen denjenigen, welche aus unserem Kreise schieden, insbesondere aber den abgehenden Seminaristinnen den Ernst der Scheidestunde nahezulegen. Der Ubertritt in das bürgerliche Leben, namentlich aber der Eintritt in einen Beruf, welcher ein ganzes Leben erfüllen soll, bildet einen so wichtigen Lebensabschnitt, daß derselbe in seiner ganzen Größe von den jungen Mädchen kaum erfaßt werden kann. Umsomehr erwächst der Schule die Pflicht, mit eindringlichem Ernste die volle Bedeutsamkeit zu eröffnen; sie kann ihren scheidenden Zöglingen nur noch gute Wünsche mit auf den Weg geben; erst die wachsende Lebensreife wird die Er- probung bringen, ob das Fundament einer ernsten und auf das Edle gerichteten Lebensauffassung, welches die Schule hat legen wollen, ein zuverlässiges geworden ist, oder ob die Schule sich mit dem Bewußtsein bescheiden muß, das Beste gewollt zu haben.
Das Wintersemester nahm seinen Anfang Montag, den 11. Oktober. Auch diesmal nahmen die Aufnahmeprüfungen, Eröffnungskonferenzen und Einführungsfeierlichkeiten wiederum drei Tage in Anspruch, doch gelang es, den regelmäßigen Klassenunterricht schon am Dienstag Nachmittag beginnen zu lassen.
Fortan nahm die Winterarbeit ihren regelmäßigen Verlauf. Die Weihnachtsferien be- sannen am 23. Dezember; der Unterricht wurde wieder aufgenommen am 7. Januar.
Der erste Schultag des neuen Jahres sollte für uns zugleich ein Festtag werden, denn am 7 Januar beschloß unser Kollege, Herr Dr. K. Fritsch, das 25. Jahr seiner Amtsthätigkeit als ordentlicher Lehrer an der Muster- resp. Elisabethenschule.


