3. Schulnachrichten.
1. Das Schuljahr, seine Ferien, besondere Tage und Ereignisse.
Das Schuljahr begann am 18. April mit Einführung der neu aufgenommenen Schüle- rinnen, nachdem am 17. die Prüfung derer stattgefunden hatte, welche in eine andere als die Klasse IXa eintreten wollten. In die unterste Klasse(IXa) konnten von 65 angemeldeten nur 52 aufgenommen werden; außerdem traten nach bestandener Prüfung in IXb 3, in VIIIa 1, in VIa 1, in VIb 3, in Vp 2, in IVp 4, in IIb 5, in Seminarklasse C 4 Schülerinnen ein.
Die Zahl der Schülerinnen belief sich in der Elisabethenschule auf 796, in dem Seminar auf 53; im Ganzen auf 849. Das Winterhalbjahr begann am 7. Oktober: aufgenommen wurden in die Klasse IXb von 65 angemeldeten 53 Schülerinnen; ferner nach vorheriger Prüfung am 6. Oktober in IIIb 2, in IIb 1, in IIa 2, in Ib 3, in Seminarklasse C 4, in B 3, in A 1.
Die Zahl der Schülerinnen belief sich in der Elisabethenschule auf 798, im Seminar auf 61; im Ganzen auf 859.
Das Schuljahr endet am 23. März.
Ferien traten ein: 1) am Himmelfahrtstage, den 22. Mai; 2) an Pfingsten, vom I. bis 4. Juni; 3) Feier der goldnen Hochzeit Ihrer Majestäten, am 11. Juni: 4) Sommerferien, vom 5. Juli bis 2. August: 5) Sedanfeier, am 2. September; 6) Herbstferien, vom 20. September bis 4. Oktober; 7) Buß und Bettag, am 29. November: 8) Weihnachtsferien, vom 20. Dezember bis 3. Januar 1880: 9) 20. März, Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Herr Heß wird die Festrede halten; 10) die Osterferien beginnen am 24. März und dauern bis zum 7. April. Wegen der Hitze wurden am 21. und 22. August die Nachmittage frei- gegeben; an einigen Tagen desselben Monats wurden aus derselben Ursache die Pausen zwischen den Stunden verlängert. Bei dem für das Schlittschuhlaufen so äußerst günstigen Winter wurden zu wiederholten Malen die Nachmittage freigegeben und es war erfreulich zu sehen, wie die Lust und das Geschick zu dieser so kräftigenden und zugleich gewandt und beherzt machenden Bewegung in den letzten Jahren gewachsen ist. Wer unsre Jugend bei dieser Übung oder auch bei den lebhaften Spielen im Schulgarten während der Pausen beobachtet hat, wird gewiß gerne zugestehen, daß die Schule keine Gelegenheit versäumt, der nun einmal notwendigen Geistes- arbeit und ihrer wohl zuweilen nachteiligen Wirkung auf den jugendlichen Körper ein heilsames Gegengewicht in solchen Erholungen zu bieten.
Die Festfeier der goldnen Hochzeit unsres verehrten Kaiserpaares, am 11. Juni, fand vormittags 9 Uhr in der Aula statt. Der Direktor hielt die Festrede: Choralgesang und


