Jahrgang 
1898
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Quarta.

Klassenlehrer: Herr Oberlehrer Dr. Grede.

I. Religionslehre(2 St.). a. Evangelisch. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Wieder- holung der Geschichten des alten und neuen Testa- ments nach der Bibel. Aus dem Katechismus wurden das 1. und 2. Hauptstück wiederholt, das 3., 4. und 5. Hauptstück neu erlernt. Sprüche und Kirchen- lieder wurden wiederholt und neu gelernt. Krüger.

b. Katholisch(vereinigt mit V). Katechismus: Kürzere Behandlung der Lehre von den Geboten und den Sakramenten. Biblische Geschichte: Eine Auswahl von Geschichten des alten und neuen Testamentes. Helfrich.

2. Deutsch(4 St.). a. Lesen: Durchnahme einer Anzahl von Prosastücken und Gedichten aus Hopf und Paulsiek für Quarta. Deklamation der gemäfs Kanon auswendig gelernten Gedichte. p. Grammatik: Der zusammengesetzte Satz; Inter- punktion; Wiederholung und Ergäünzung der Formen- lehre; Wortbildung. c. Schriftliche Arbeiten: Auf- sätze. Diktate, grammatische Ubungen. Fries.

3. Französisch(6 St.). a. Mündliche Ubungen unter steter Benutzung der Wandtafeln; Verar- beitung einer Anzahl von Gedichten(z. T. singbar) und Lesestücken aus Kühns französischem Lesebuch. Sprechübungen im Anschlufſs an den durchgenom- menen Stoff, an die Umgebung und die Hölzelschen Bilder. Zusammenstellung folgender grammatischer Kapitel aus dem verarbeiteten Stoffe: Unregelmäſsige Verba, Steigerung des Adjektivs, Bildung des Adverbs, Personalpronomen in Verbindung mit dem Verbum, Veründerlichkeit des Participiums des Perfekts, en, y, dont, celui. Syntaktisches nach Bedürfnis.

b. Schriftliche Arbeiten:(nur Klassenarbeiten): Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnis; In- haltsangaben; grammatische Ubungen. Dörr.

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4. Geschichte(2 St.). Einiges über die wich- tigsten orientalischen Kulturvölker; griechische und römische Geschichte unter Anlehnung an die führen- den Hauptpersonen. Deskau.

5. Erdkunde(2 St.). Physikalische und poli- tische Erdkunde von Europa, aufser Deutschland. Entwerfen einfacher Kartenskizzen an der Wand- tafel und in Heften. Deskau.

6. Rechnen und Mathematik(6 St.). a. Rechnen(3 St.) Einfache und zusammenge- setzte Regeldetri nebst Anwendung auf Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben, namentlich auf die

Prozentrechnung, Zinsrechnung und Diskontrech- nung. Wiederholung der Bruchlehre. Anfänge der Buchstabenrechnung.

b. Geometrie(3 St.). Planimetrie bis zur Viereckslehre einschl.(Kambly,§ 1 81). Ubungs- aufgaben. Einfache Konstruktionen im Hefte.

. Gredle.

7. Naturbeschreibung(2 St.). Im Sommer: Botanik. Vergleichende Betrachtung höherer Blüten- pflanzen und Anordnung derselben nach den natür- lichen Gruppen. Schematisches Zeichnen von Blüten- durchschnitten, Blütenständen und einfachen Dia- grammen. Besprechung und fortgesetzte Beobachtung der Bäume, Sträucher und Stauden des Schulgartens. Im Winter: Zoologie. Grundformen der Reptilien, Amphibien und Fische. Wiederholung der höheren Wirbeltiere. In besonderen Heften wurden Ent- würfe von einfachen morphologischen und anatomi- schen Präparaten gezeichnet. Grede.

8. Schreiben(2 St.). Zusammenhängende Durchnahme der Buchstaben der Kurrent- und Kur- sivschrift. Einübung der Rundschrift. Fries.

9. Turnen(3 St.). Die UÜbungen und Spiele

der 4. Turnklasse in Dannebergs Leitfaden. Exer- zierübungen. Grede.

10. Freihandzeichnen(2 St.) Fortsetzung des Zeichnens von Ornamenten nach Entwicklungen an der Schultafel, weitere Belehrung über Farben- harmonie und praktische Anwendung derselben. Deckfarben. Einführung in das perspektivische Frei- handzeichnen nach Modellen. Knebel.

Quinta.

Klassenlehrer: Herr Lehrer Fries.

1. Religionslehre(2 St.). a. Evangelisch. Die biblischen Geschichten des neuen Testaments. im Zusammenhang bis zur Gründung der ersten Christengemeinde. Wiederholung des 1. und 2. Haupt- stückes. Neu gelernt wurden: die Erklärung des 2. Hauptstückes, Bibelsprüche und Kirchenlieder.

Schmidt.

b. Katholisch(vereinigt mit IV, siehe dort).

2. Deutsch(4 St.). a. Deutsche Sprache (3 St.). a. Lesen prosaischer und poetischer Stücke. Mündliche Wiedergabe einer Anzahl von Prosa- stücken. Erlernung und Wiederholung von Ge- dichten nach dem aufgestellten Verzeichnisse.

b. Grammatik: Das Wichtigste über Deklination und Konjugation, Pronomen, Zahlwort und Präposi- tionen. Leitende Gesichtspunkte der Interpunktion.