Jahrgang 
1898
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11. Zeichnen(4 St.). a. Freihandzeichnen (2 St.). Zeichnen und Schattieren nach schwierigeren

Gipsmodellen. Knebel. b. Linearzeichnen(wahlfrei, 2 St.). Das Wichtigste aus der Projektionslehre. Aufnahme

und zeichnerische Wiedergabe von Maschinenteilen, physikalischen und elektrotechnischen Apparaten. Rnebel.

12. Turnen(3 St.). Die UÜbungen der 1. Turn- klasse in Dannebergs Leitfaden, Exerzierübungen und hauptsächlich Gerätübungen; daneben Ubungen aus Puritz, Merkbüchlein für Vorturner. Knebel.

Sekunda.

Klassenlehrer: Herr Professor Merz.

1. Religionslehre(2 St.). a. Evangelisch. Bibelkunde des neuen Testaments nach Noack, § 31 45. Die Evangelien wurden gelesen, grölsere Abschnitte aus ihnen erklärt, einzelne Stellen ge- lernt. Einige Psalmen wurden erklärt und teilweise gelernt. Wiederholung des Katechismus, der gelernten Lieder und Sprüche. Krügen.

b. Katholisch(vereinigt mitz Izund III).

2. Deutsch(3 St.). Gelesen: AusHopf und Paulsiek für Ober-Tertia Prosa und Poesie, be- sonders Balladen. Einzelne Abschnitte aus Homers Odyssee(nach Voss). Ausgewäühlte Gedichte von Schiller. Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik. Wiederholung der Grammatik. Planübungen. Alle 4 Wochen ein Aufsatz; Klassenarbeiten aus den verschiedenen Unterrichtsfächern, einige Diktate. Meist Klassenarbeiten ohne Konzept. Gedichte wurden gelernt, je 3 Gedichte aus Sexta bis Tertia wiederholt. Menz.

4 3. Französisch(6 St.). Gelesen wurden:

1. G. Bruno: Francinet(Originalausgabe) Kap- 1 75. 2. Verschiedene Fabeln von Lafontaine, Lieder von V. Hugo und Béranger. Vielfältige münd- liche und schriftliche UÜbungen über den Lese- stoff, die Anschauungsbilder und das alltägliche Leben. Alle 2 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Grammatik: Gebrauch der Tempora und Modi. Syntax des Artikels, des Adjektivs, der Pronomina. Wortstellung. Mers.

4. Englisch(4 St.). Erzühlungen, Gedichte und Lieder aus Vietor und Dörr, Englisches Lese- buch. Gewinnung und Verwertung von Sprachstoff aus den Anschauungsbildern und der Umgebung. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Zu den in

Unbekannten

Tertia angegebenen UÜbungen traten hinzu: Dik- tate von noch nicht gelesenen Stoffen, Inhaltsan- gaben, freie Wiedergabe vorerzählter Stoffe. Gram- matik: Zusammenstellung und Erweiterung des grammatischen Wissens nach Gesenius, Kap. 1 22. Därr.

5. Geschichte(2 St.). Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungs- antritt Friedrichs des Groſsen, insbesondere branden- burgisch-preufsische Geschichte bis 1740. Aulser- deutsche Geschichte soweit notwendig zum Ver- ständnis beider. Merz.

6. Erdkunde(2 St.). Physische Erdkunde Deutschlands. Wiederholung der politischen Erd- kunde Deutschlands. Erdkunde der deutschen Kolo- nien. Entwerfen von einfachen Karten-Skizzen an der Wandtafel und in Heften. Stelæ.

7. Mathematik(5 St.). a. Geometrie (3 St.). Beendigung der Planimetrie. Zahlreiche Konstruktionsaufgaben nebst Ubungsaufgaben und geometrischen Zeichnungen. Wiederholung des ganzen planimetrischen Gebietes.

b. Algebra(2 St.). Potenzen, Wurzeln, Gleich- ungen ersten Grades mit einer und mit mehreren nebst Anwendungen. Gleichungen zweiten Grades mit einer Unbekannten nebst An- wendungen. Stel.

S. Naturbeschreibung(2 St.). Im Sommer: Botanik. Schwierigere höhere Pflanzen. Grundfor- men der niederen Pflanzen. Wiederholung des na- türlichen Systems. Im Winter: Zoologie. Niedere Tiere. Wiederholung des ganzen Systems. Grede.

9. Physik(2 St.). Die einfachsten Lehren aus der Mechanik der flüssigen und gasförmigen, Körper, sowie der Wärmelehre, auf Grund von. Versuchen. Stelz.

10. Turnen(3 St.). Die Ubungen und Spiele der 2. Turnklasse in Dannebergs Leitfaden, Exer- zierübungen, hauptsächlich Gerätübungen. Grede.

11. Zeichnen(4 St.). a. Freihandzeichnen (2 St.). Anleitung zum Zeichnen und Schattieren nach Gipsmodellen unter Besprechung der Beleuch- tungserscheinungen. Knebel.

b. Linearzeichnen(wahlfrei 2 St.). Im Sommer- semester: Geometrische Ornamente; im Winter- somester: Die wichtigsten Baustile des Altertums und Mittelalters. Knebel.