Jahrgang 
1880
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Geographie von Deutschland. Daneben wurden Kartenskizzen der Gebirgs- und Stromsysteme ein- zelner Länder und Provinzen gezeichnet. Seydlitz, kleine Schulgeographie.

Rechnen. 4 St. Teilbarkeit der Zahlen. Primzahlen und Primfaktoren. Die 4 Spezies in gemeinen und Dezimalbrüchen. Resolviren und Reduziren. Das metrische Maſs- und Gewichtssystem, die Reichs- münze. Regeldetri. 25 Extemporalien(Boehme IX).

Sonntag.

Naturgeschichte. 2 St. Im Sommer, Botanik: Ge- naueres über Wurzel, Stengel, Blatt, Blüte, Frucht; 13 natürliche Familien; Linnés System.

Von jedem Schüler werden die besprochenen Pflanzen auf Exkursionen gesammelt und eingelegt.

Im Winter, Zoologie: Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, nach Schillings Grundriss der Naturgeschichte.

Stelæ.

Zeichnen. 3 St. Uebungen im Entwerfen einfacher Ornamentenumrisse. a) in wahrer Grölse b) in be- stimmten Verhältnissen vergrölsert, beziehungsweise verkleinert; farbige Flachornamente. Fries.

Schreiben. 2 St. Die beiden Alphabete der Kur- rent- und Kursivschrift auf Grund vorher geübter Elementarformen. Fries.

Singen. 2 St.(1 St. komb. mit IV, 1 St. Chorge- sänge. Siehe II.)

Turnen. 2 St. Freiübungen der vorhergehenden Klassen in Gruppen und in taktmäſsigem Wechsel. Zusammenstellung gleichartiger Ordnungsübungen zu

Reigen. Uebungen mit Handgeräten und an fest- stehenden Geräten.(Danneberg, Leitfaden, vierte Stute.) Wenderoth II.

Quarta. Ordinarius: Merz.

Religion. 2 St. a) Ev. Behandlung der fünf luth. Hauptstücke, der evang. Perikopen und des christ- lichen Kirchenjahres. Bibelsprüche, Kirchenlieder und Choralmelodien. Bauts.

b) Kath. Komb. mit II bis VI; siehe II.

Pfr. Helfrich.

Deutsch. 4 St. Hansen, Lesebuch III. Teil. Eine gröſsere Anzahl prosaischer und poetischer Lese- stücke wurde behandelt, das Lesen geübt, der In- halt erklärt und disponirt. Uebungen im Dekla- miren der gelernten Gedichte. Alle 14 Tage wurde ein Aufsatz erzählenden oder beschreibenden Inhalts, auch in Briefform, Uebersetzung, Inhaltsangabe eines Gedichts ausgearbeitet. Grammatik(Nach Damm und Niendorf). Wiederholung und Uebung der Dekli- nation und Konjugation. Die Nebensatzteile des er- weiterten Satzes: Attribut, Objekt, adverbiale Be- stimmung. Bildung der Nebensätze und des zu- sammengesetzten Satzes. Im Anschluss an die Wort- bildungslehre orthographische Uebungen. Breyer.

Französisch. 7 St. a) Grammatik. 4 St. Plötz, Schulgrammatik, Lekt. 7 28. Die unregelmäſsigen

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Verben; Gebrauch der intransitiven, reflexiven und unpersönlichen Verben. Regelmäſsige Wiederho- lungen des Pensums der Quinta. Tägliche münd- liche, schriftliche Uebungen(Konzept); wöchentlich eine Reinschrift(Domestikum, Extemporale oder Diktat).

b) Lektüre. 3 St. Lüdecking, französisches Lese- buch I Abschnitt 4 7. Ausgewählte grölsere Prosa- stücke. Memorirt: Dialog:Der Dienst des eigen- nützigen, von Berquin;Die sieben Kinder, Pa- rabel von Krummacher& Marmier. Gedichte:Meine Normandie, Volkslied;Der verirrte Wanderer, von Chèenedollé;Die Milchfrau, von Lafontaine; Mein Frack, von Béranger;Die Glocke, von Lamartine. Merz.

Geschichte. 2 St. Geschichte des Mittelalters bis auf Maximilians Tod. Uebersicht der Geschichte Frankreichs, Englands, Spaniens, Italiens, der Erfin- dungen und Entdeckungen Andrae§ 6193.

Breyer.

Geographie. 2 St. Seydlitz, Kleinere Schulgeographie. Allgemeine Widerholung aus der mathematischen und physikalischen Geographie, besonders Europas. Die aufserdeutschen Staaten Europas. Kartenskizzen einzelner Gebirgs- und Stromsysteme, sowie ganzer Länder an und nach der Tafel aus freier Hand.

Merz.

Naturgeschichte. 2 St. Im Sommer: Botanik. Ge- naueres über die Pflanze, insbesondere über die Be- fruchtung. 10 natürliche Familien. Im Winter: Zoo- logie. Glieder und Schleimtiere(Schilling). Im Sommer botanische Exkursionen. Sonntag.

Rechnen. 4 St. Repetition des Pensums für Quinta. Regeldetri, Kettensatz, Procentrechnung nebst ein- fachen Anwendungen, leichtere Aufgaben aus der Gesellschafts- und Mischungsrechnung, Elemente der Proportionen. Häufige Extemporalien.(Becker und Paul III.) Sonntag.

Geometrie. 3 St. Planimetrie bis zur Kreislehre(incl.) nebst Uebungen(Kambly II,§§ 1 100). Sonntag.

Zeichnen. 4 St. a) Freihandzeichnen. Zeichnen mit Bleistift und Kreide nach den Ornamentwerken von Bogler.

Die perspektiv. Grundgesetze; freiperspektiv. Auf- nahmen geometr. Körper. Schraffirübungen. Die Hauptregeln der perspektiv. Licht- und Schattenlehre und ihre Anwendung Pei den aufgenommenen Körpern.

b) Linearzeichnen. Konstruktionen verschiedener Senkrechten und Parallelen. Teilungen der Linien und Winkel. Darstellung der Drei- und Vierecke aus gegebenen Elementen. Kreiseinteilungen und Ein- schreibungen regulärer Vielecke in den Kreis. Kon- struktion der regelmäſsigen Vielecke auf einer gege- benen Seite. Darstellung von Ovalen, Eiformen und Spiralen. Kremer.

Schreiben. 2 St. Die Alphabete der Kurrent- und Kursivschrift. Schreiben zusammenhängender Stücke nach Müllers Schreibvorlagen. Einübung der Rund- schrift(nach Sonnecken). Fries.