Jahrgang 
1880
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Kathol. II- VI kombin., siehe I. Pfarrer Helfrich.

Deutsch. a) Lesen, verbunden mit Wort und Sach- erklärungen; Wiedergabe des Gelesenen; Memoriren poet. und pros. Stücke; 20 Lesestücke statarisch, die übrigen kursorisch.(Hansen, Lesebuch II. Teil).

b) Schriftl. Arbeiten. 18 kleine Aufätze im An- schluss an den Lesestoff und den Unterrichtsstoff aus den Realien.

c) Grammatik. Deklination des Substantivs, Artikels und attribut. Adjektivs; Komparation des Adjektivs; das Pronomen und seine Deklination; Vorführung des Adverbs und Numerales; allgemeine Wiederho- lung der Konjugation, Einübung der Formen des Konjunktivs und Konditionalis; der einfache und einfach erweiterte Satz. Wortanalyse.

d) Orthographie. Die Diphthonge und leicht zu verwechselnde Anlaute; Hinweisung auf die Schrei- bung der Abstammung gemäls, gleichlautende Wörter. Dißktate. Fries.

Französisch. 8 St. Plötz, Elementarbuch, Lektion 1 59. Täglich mündl. und schriftl. Uebungen(Kon- zept und Tafel); wöchentlich ein Exercitium(Do- mestikum, Extemporale oder Diktat) in Reinschrift. Gelesen und memorirt: einige kleine Erzählungen; Dialog:En chemin de fer. Merz.

Geschichte. 2 St. Andrae, Erzählungen aus der Weltgeschichte, ferner nach Grube, Richter und Schmidt: Die alten Germanen und ihre Berührungen mit den Römern. Nibelungen-, Gudrun- und Roland- sage; Sage der orientalischen Völker, der Griechen und Römer. Meræz.

Geographie. 2 St. Wiederholung aus der Heimat- kunde; die Erde überhaupt; die Erdteile und Ozeane; horizontale und vertikale Gliederung der Landräume; die wichtigsten Meerbusen und Landgewässer; die bedeutensten Inseln(Seydlitz Grundzüge). Fries.

Naturgeschichte. 2 St. Im Sommer: Botanik. Be- schreibung einer Anzahl Phanerogamen: Betrachtung der einzelnen Organe und der auffallendsten morpholog. Erscheinungen; Vergleichungen und Einreihung in die betreff. Ordnungen des natürl. Pflanzensystems. Im Winter: Zoologie. Allgemeine Charakteristik der Wirbeltiere, die Ordnungen der Säugetiere unter Zu- grundelegung von Einzelbeschreibungen. Fries.

Rechnen. 4 St. Resolviren und Reduziren; die 4 Spezies mit mehrsortigen ganzen Zahlen; Teilbarkeit der Zahlen, Regeldetri mit gerader und umgekehrter Schlussfolge; Zeitrechnung.(Böhme. Uebungsbuch VIII.) Fries.

Zeichnen. 3 St. Die geraden und krummen Linien: Teilung derselben, grade und krummlinige Figuren nach angedeuteten und selbstbestimmten Stigmen (Müller Gut, systemat. Zeichenschule). Fries.

Schreiben. 2 St. Die Grundformen der Kurrent- und Kursivschrift; die Buchstaben beider Schriftarten in genat. Folge. Wörter und kurze Sätze. Fries.

Gesang. 1 St. Kenntnis der Noten. Rythmische

18

und melodische Uebungen. Einstimmige Lieder nach

Noten und dem Gehör. Chorgesang 1 St., siehe II. Bautz.

Turnen. 2 St. Frei-, Ordnungs- und Geräteübungen. (Dannenberg VI. u. V. Klasse.) Bautæ.

Quinta. Ordinarius: Breyer.

Religion. a) Ev. 2 St. Biblische Geschichten des neuen Testaments bis zur Gründung der ersten Christengemeinde. Bibelsprüche und Kirchenlieder. Die fünf Hauptstücke ohne die Erklärung Luthers. Choralmelodien. Bautz.

b) Kath. 2 St. Siehe II.

Deutsch. 6 St. Lesen 3 St. Hansen IIb. Uebung im kursorischen Lesen zur Erzielung eines ebenso sichern als verständnisvollen Lesens; deutliche Aus- sprache; besondere Beachtnug der Flexionsendungen. Statarisches Lesen. Erklärung des Gelesenen nach Gedankengang, Form und Inhalt; damit verbunden wurden Uebungen im mündlichen Vortrag im An- schluss an die Aufsatzstunde. Memoriren von 15 Gedichten.

Aufsatz 1 St. Alle 14 Tage wurde ein Aufsatz verfertigt und korrigirt: Verkürzung und Erweiterung im Lesebuch enthaltener Beschreibungen, Inhaltsan- gaben einzelner Erzählungen und Gedichte, Erzäh- lungen aus der Geschichte.

Grammatik 2 St. Das Verb, das Substantiv, das Adjektiv, das Pronomen, Numerale, Adverb. Der einfache Satz mit den verschiedenen Erweiterungen: Attribut, Objekt, Apposition. Koordinirte Sätze, Haupt-, Neben-, Relativsatz. Orthographie. Schrei- bung zusammengesetzter Wörter, dingwörtlich ge- brauchte Wörter, schwierige Lautbezeichnungen, Konjunktivformen. Nach Schäffer. Breyer.

Französisch. 8 St. Grammatik. Plötz, Elementarbuch, Lektion 60 91. Plötz, Schulgrammatik, Lektion 1 6. Die regelmäſsige Konjugation. Die persönlichen Für- wörter. Die reflexiven Verben. Die Veränderung des participe passé. Die gebräuchlichsten unregelmäſsi- gen Verben. Orthographische Veränderungen einiger regelmäſsigen Verben. Wöchentlich ein Exercitium, und zwar abwechselnd Domestikum, Extemporale und Dixtat Tägliche schriftliche Uebungen im Uebungs- heft.

Lektüre. Lüdecking, Lesebuch I. 8 kleinere und 2 gröſsere Erzählungen; 1 Gespräch und 1 historisches Stück. Einige von den kleinen Erzählungen wurden auswendig gelernt. Memorirte Gedichte: Boucher de Perthes, le petit Pierre. Reboul, l'ange et l'enfaut. Béranger, mon habit. Victor Hugo, la grand'mère.

Bangert.

Geschichte. 2 St. Uebersicht über die Geschichte der orientalischen Völker. Ausführlicher die Ge- schichte der Griechen und Römer bis auf Augustus. Andrae§ 152. Breyer.

Geographie. 2 St. Elemente der mathematischen und physikalischen Geographie; Völker und Staatenkunde