Jahrgang 
1880
Einzelbild herunterladen

11.

15

Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch in den preuſsischen Schulen. Berlin, Weidemann'sche Buchhandlung. Ladenpreis geb. Mk. 0,15, hat vom Beginne des Schuljahrs 1880/81 an allen Schulen als Norm für den orthographischen Unterricht und für die in den schriftlichen Arbeiten der Schüler einzuhaltende Orthographie zu dienen. In den Schullehrer- und Lehrerinnen-Semi- narien, sowie in denjenigen Klassen der höheren Schulen, zu deren Lehraufgabe der orthographische Unterricht gehört, ist dasselbe als Schulbuch einzuführen.

Alle zur Einführung im Schulunterricht zu beantragenden deutschen Lesebücher, einschliefslich der neuen Auflagen der bereits im Gebrauche befindlichen, haben fortan die vorgeschriebene Orthographie einzuhalten. Es ist in geeigneter Weise dahin zu wirken, dass die gleiche Orthographie auch in den anderweiten Schulbüchern zur Anwendung kommen, insbesondere sind aus den Klassen Sexta, Quinta und Quarta der höheren Schulen innerhalb eines Zeitraumes von längstens fünf Jahren Schul- bücher von abweichender Orthographie zu beseitigen.

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums d. d. 13. Febr. J. N. 195: Die Ein- führung desHilfsbuchs für den evangel. Religionsunterricht in den oberen Klassen höherer Schulen von C. Noack von nächsten Ostern ab wird genehmigt.

IWV. Kuratorium.

Dasselbe bestand aus folgenden Mitgliedern: a. ständige:. Bürgermeister Temme, Vorsitzender. Direktor Wiegand. Bauunternehmer Noë, Mitglied des Stadtrats. Kaufmann Heerdt, Mitglied des Bürgerausschusses.

Pr 85 ne 5* 11 Vertreter der Bürgerschaft.

b. periodische:

9 L O5 do

V. Lehrerkollegium.

Dasselbe bestand aus folgenden Mitgliedern:

1. Direktor G. Wiegand, a. ordentliche Lehrer: 2. F. Bangert, 3. J. Merz, 4. Dr. A. Sonntag, 5. L. Stelz, b. Wissenschaftl. Hilfslehrer: 6. Robert Breyer*)

7. Pfarrer Strobel(evang. Religionslehrer), 8. Pfarrer Helfrich(kath. Religionslehrer), c. technische u. Vorschullehrer: 9. Th. Fries, 10. H. Wenderoth, 11. G. Kremer, (H. Schmidt, ausgetr. 1. August) 12. R. Bautz**).

*) Geboren am 26. Februar 1851 zu Sensburg in Ostpreufsen, besuchte das Gymnasium zu Rasten- burg, studirte in Königsberg und Marburg, absolvirte im Mai 1875 das Examen pro facultate docendi, war Lehrer an der vollberechtigten höheren Bürgerschule zu Schmalkalden, Rektor der Stadtschule zu Wettin an der Saale, studirte noch zwei Semester in Halle, hielt sich eine Zeit lang in Stuttgart und Heidelberg auf und war zuletzt Konrektor an der Rektoratsschule zu Camen in Westpfalen.

**) Geboren am 2. Septemberl857 zu Kirberg(Nassau), besuchte das Seminar zu Usingen von 1873

1876, im Schuldienst seit 1. April 1876.