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und dann das Städtiſche Lehrerinnenſeminar von 1906 bis 1909. Nach 2 ½ jähri⸗ der Beſchäftigung in Frankfurt als Vertreterin, hielt ſie ſich ein halbes Jahr in
aris auf. Oſtern 1912 wurde ſie im hieſigen Schuldienſt angeſtellt und im Som⸗ mer 1914 an die Bethmannſchule verſetzt.
Die Einberufung von fünf Herren des Kollegiums zur Fahne machte eine Neuregelung des Unterrichts notwendig. Die lehrplanmäßige Geſamt⸗ ſtundenzahl mußte gekürzt werden, was teils durch Wegfall, teils durch Zuſammenlegung von Unterrichtsſtunden geſchah. Einen Teil der nicht gedeckten Stunden übernahmen die Mitglieder des Kollegiums ehrenamt⸗ lich, einen andern— gleichfalls in ehrenamtlicher Tätigkeit— die Lehr⸗ amtsbewerberin Frl. Schmidt aus Görlitz, die ſich bei Ausbruch des Krie⸗ ges hier bei Verwandten aufhielt und infolge der Mobilmachung vorerſt nicht zurückreiſen konnte, ſowie die inzwiſchen für den techniſchen Schul⸗ dienſt geprüfte Schulamtsbewerberin Frl. Geil. Für Frl. Schmidt trat am 24. Auguſt Frl. Dorothea Hillmann ehrenamtlich ein, die bis zu den Herbſtferien die VII. Klaſſe führte und zurzeit akademiſchen Studien in Bonn obliegt. Am 7. September ging Frl. Geil zum Abſchluß ihrer Aus⸗ bildung nach Bielefeld zurück und wurde durch Frl. Weller erſetzt. Eine weitere Aushilfe erhielten wir zur ſelben Zeit in Herrn Eduard Gelbart, der ſchon bei Ausbruch des Krieges vorübergehend bei uns beſchäftigt ge⸗ weſen war. Auch an dieſer Stelle möchten wir allen denen, die ſich im Intereſſe des Ganzen in ſo ſelbſtloſer Weiſe uns zur Verfügung ſtellten, den herzlichſten Dank für ihre aushelfende Tätigkeit ausſprechen.— Nach den Herbſtferien traten aufs neue Veränderungen im Lehrkörper ein. Durch die Rückkehr des Herrn Eckhardt wurde Herr Gelbart entbehrlich und über⸗ nahm eine Vertretung an der Weidenborn⸗Mittelſchule, und für Frl. Weller, die von der Behörde während der Ferien für eine anderweitige Vertretung beſtimmt worden war, wurde uns die Schulamtsbewerberin Frl. Stauder⸗ mann überwieſen. Nach ſo vielem Wechſel kehrten nun endlich Ruhe und Stetigkeit in den Unterrichtsbetrieb zurück.
Am Schluß des Schuljahres treten Frl. Dilcher und Frl. Stau⸗ dermann hier aus; erſtere übernimmt eine Stelle an der Dreikönigs⸗ ſchule, letztere erhält Anſtellung an der Gruneliusſchule. Wir entlaſſen die beiden jungen Damen mit herzlichem Dank für gewiſſenhafte und erfolg⸗ reiche Arbeit und den beſten Wünſchen für ihre künftige Wirkſamkeit.
Herr Billerbeckblickte im abgelaufenen Schuljahr auf eine 25jäh⸗ rige Tätigkeit an der Bethmannſchule zurück. Eine Ehrung, die wir ihm aus dieſem Anlaß zugedacht hatten, lehnte er im Hinblick auf die ernſten Zeiten beſcheiden ab, daher ſprechen wir ihm bei dieſer Gelegenheit den herzlichſten Dank aus für ſeine langjährige treue und ſegensreiche Amts⸗ führung wie auch für alles das, was er uns im perſönlichen Verkehr ge⸗


