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II. Schülerzahl.
Knabenſchule. Mädchenſchule.
Klaſſe Sommer Winter 1881,82. Klaſſe Sommer Vinter 1881/82. VIII. 56 54 FII. 54 54 VII. 51 54 FII. 54 52 VI. 46 47 VI. 52 52² V. 50 51 V. 53 51 IV. 50 47 IV. 53 52 III. 36 34 III. 47 47 II. 15 15 1Ja. 37 34 I. 4 3 IIb. 35 29 308 305 Ia. 25 21 Ib. 23 18 433 410
Von der Geſamtzahl der Schüler im Winterſemeſter 1881/82 ſind: 298 Knaben und 407 Mädchen evangeliſcher Konfeſſion, 6»„ 1» katholiſcher„ 1 Knabe» 2» ohne*
III. Schulnachrichten. (Fünfundzwanzigſtes Schuljahr.)
Das Schuljahr 1881/82, welches am 25. April 1881 begann, war das fünf⸗ undzwanzigſte ſeit der Eröffnung der höheren Bürgerſchule am 11. Mai 1857. Die Schule führt ſeit Oſtern 1876 den Namen„Bethmannſchule“ zum Andenken an einen edlen Bürger unſerer Stadt, von dem eine im Schulgebäude gegenüber dem Haupteingang errichtete Marmortafel rühmt:„Zur Erinnerung an Simon Moritz von Bethmann, Bürger dieſer Stadt, geboren am 31. October 1768, geſtorben am 28. December 1826. In ſeinem Leben und in ſeinem letzten Willen ein warmer Förderer der Schulen. Was er gewollt, haben ſeine Erben in ſeinem Geiſte vollzogen. Zeugnis giebt dieſe Schule, die ſie bauen halfen.“
Was die Schule in dieſen 25 Jahren geweſen iſt und welche Dienſte ſie unſrer Stadt geleiſtet hat, davon erzählen nicht bloß die Berichte, welche ſeit der Er⸗ öffnung derſelben von ihr ausgegangen ſind, ſondern das ſteht auch in dem Ge⸗ dächtnis derer geſchrieben, welche ihre Jugendbildung dieſer Anſtalt verdanken.
Der Sitte gemäß berichten wir über das Schuljahr 1881/82 in den folgen⸗ den Abſchnitten:
1. Veränderungen im Lehrerkollegium.
Von den ſeither unſrer Anſtalt angehörigen Lehrern verließen dieſelbe mit Beginn des Schuljahres der Hilfslehrer Herr Dr. Fleck, ſowie die Hilfslehrerin Fräulein Heydmann. Für Herrn Dr. Fleck trat Herr Adolf Weimar als Hilfs⸗ lehrer an unſerer Knabenſchule ein. Da durch Eingehen der Parallelklaſſe III der Mädchenabteilung eine weitere Lehrkraft frei wurde, ſo blieb die erledigte Stelle, die bis zum Januar 1881 Frl. Funk(ietzt Frau Hoff) bekleidet hatte, unbeſetzt. Zu Herbſt 1881 wurde die ordentliche Lehrerin, Frl. L. Stubbe, auf ihren Wunſch aus ihrer amtlichen Stellung entlaſſen, um in das Privatleben zurückzutreten. Ihre Lehrſtunden wurden aushilfsweiſe der geprüften Lehrerin Fräul. M. Walther⸗Brauer über⸗ tragen, ſo daß der Unterricht ſeinen ungeſtörten gedeihlichen Fortgang nehmen konnte. Auch dieſe Stelle wird zunächſt nicht wieder beſetzt. Den ſämtlichen genannten Kollegen ſagen wir auch an dieſer Stelle unſeren beſten Dank für ihre Wirkſamkeit an der Bethmannſchule.


