6. FUÜURSORGEMASSNAHMEN.
Der Gesundheitszustand der Schüler war auch im abgelaufenen Schuljahr gut. Unser Schularzt, Sanitätsrat Dr. Rotschild, unter- nahm verschiedentlich Klassenuntersuchun- gen, sowie Einzeluntersuchungen zwecks Be- freiung vom Turnen und Spielen, zwecks
Urlaubserteilung und Auswahl von Schülern für die städtische Erholungsfürsorge. Auch eine zahnärztliche Untersuchung aller Schü- ler wurde durchgeführt.
An der städtischen Frühstücksspeisung beteiligten sich durchschnittlich 40 Schüler.
7. SCHULERUNFALLVERSICHERUNG.
Mit dem Verband öffentlicher Unfall- und Haftpflichtversicherungsanstalten in Deutschland ist ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach alle Schüler der Anstalt gegen jegliche Unfälle, welche ihnen in der Zeit vom Verlassen der Wohnung zum Schulbesuch bis zur Rückkehr dorthin zu- stoßen können, versichert sind. Der Jahres- betrag ist 1.50 Mk. Nach den Erfahrungen
der abgelaufenen Jahre besteht Gefahr, daß diese wichtige Fürsorgemaßnahme in dem bisherigen Umfang nicht wird durchgeführt werden können, wenn nicht alle Beteiligten, namentlich auch die Elternschaft an der Niedrighaltung der Schadenskosten mitarbei- ten. Die Versicherungsbedingungen werden zu Beginn des neuen Schuljahres den Er- ziehungsberechtigten erneut ausgehändigt.
i) Schulgeld, Freistellen, Erziehungsbeihilfen, Hilfsbüchereien
1. Das Schulgeld betrug wie im Vorjahre für Einheimische 15 Mk., für Auswärtige 18,75 Mk., für Ausländer 30 Mk. monatlich.
97 Schüler hatten eine ganze, 11 Schüler eine halbe Freistelle inne. Den Freistellen- inhabern wird auf Antrag der Eltern auch Lernmittelfreiheit gewährt. 6 Schüler stan- den im Genuß einer Erziehungsbeihilfe.
Um bedürftigen und würdigen Schülern den Besuch von Theatervorstellungen zu er- möglichen, standen im Rechnungsjahr 115
k) Berufsberatung
Berufsethische und berufskundliche Be- trachtungen wurden bei passender Gelegen- heit in den Unterricht eingereiht. Nament- lich die abgehenden Schüler wurden immer wieder auf die fleißige Inanspruchnahme der amtlichen Berufsberatung hingewiesen.
Um der Berufsnot, die die Schüler unse- rer Oberklassen zur Zeit bedrückt, abzuhel- fen, sind mit der zuständigen Stelle des Be- rufsamtes und dem Wirtschaftsamt der Uni-
5. Die Eltern
a) Elternbeirat Mitglieder. Optiker M. Balon, Oberpostinspektor K. Bechstedt, Medizinalrat Dr. Frank, Schriftsetzer R. Henrich, Frau L. Kronenberger,
Mark zur Verfügung.
Die Hilfsbücherei weist einen Bestand von 6221 Bücher auf. Hierunter befinden sich wertvolle ergänzende Lernmittel für den kulturkundlichen, fremdsprachlichen und naturwissenschaftlichen Unterricht. 182 Schüler(d. i. 42,6%) haben die Hilfsbüche- rei in Anspruch genommen und 856 Lehr- bücher entliehen. Die ergänzenden Lern- mittel werden gemeinsam im Klassenunter- richt benutzt.
versität Vereinbarungen getroffen, wonach aufklärende Vorträge und Einzelberatung über die Berufsmöglichkeiten unserer Abi- turienten von der Universität mit übernom- men werden sollen. Jedenfalls muß alles versucht werden, der Gedanken- und Sorg- losigkeit mancher älteren Schüler und deren Eltern in bezug auf die Berufswahl ent- gegenzuarbeiten.
Mittelschullehrer K. Schepping,
Kaufmann C. Dihn,
Frau M. Böhm,
Kaufmann B. Kaestner. Ersatzmitglieder.
Studienrat L. Reuter,
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