30. 3. 18 Uhr: Schlußfeier. die anläßlich des 400. Todestag Albrecht Dürers als Dürerfeier ausgestaltet wurde. Der Zeichenlehrer, Oberschul- lehrer Reupke, behandelte in einem Vortrag mit Lichtbildern Dürers Leben und Meisterwerke. In der Schlußansprache verteilte der Direk- tor an folgende Schüler, die sich durch besonders tüchtige Leistungen auf dem Gebiet der Kunsterziehung auszeichneten, Dürermappen als Anerkennung und zur Erinnerung: OIIa H. Kurz, UIIb G. Kowalzik und H. Hammerle, UIIa H. Radloff und H. Röder, OIIIb P. Burkardt und K. Spieker, OIIIa K. Müller und E. Sondergeld, UIIIb E. Zipp. UIIIa G. Mösl und F. Röser.
8. Die wichtigsten Erlasse und Verfügungen der Behörden
a) Vom Ministerium und Provinzialschulkollegium:
30. 5. 1927 Ein Ministerialerlaß betrifft die Gefahren des Feueranzündens im Walde: „Die Schüler sind.... auf die Schonung der Tiere und Pflanzen-
welt und verständiges Benehmen in der freien Natur, insbesondere auch auf die Gefahren des Feueranzündens im Walde aufklärend und warnend hinzuweisen.“
12. 8. 1927 Die neuen Bestimmungen über die Versetzung der Schüler und Schü- lerinnen an den höheren Schulen Preußens werden bekannt gegeben: (Auszugsweise):
§ 1. Ueber die Versetzung entscheidet die Klassenkonferenz.
Jedes Mitglied der Klassenkonferenz urteilt nicht auf Grund der Leistungen in einem oder mehreren Fächern, sondern unter Be- rücksichtigung der Gesamtheit der Leistungen.
§ 2. Ein Schüler ist zu versetzen, wenn erwartet werden kann, daß er in der nächsten Klasse erfolgreich mitarbeitet.
Dabei ist es in das pflichtmäßige Ermessen der Konferenz ge- stellt, wieweit sie über mangelhafte oder nicht genügende Lei- stungen in einzelnen Fächern hinwegsehen oder auf außergewöhn- liche Umstände, die die Entwicklung des Schülers gehemmt ha- ben, Rücksicht nehmen will.
§ 3. Unzulässig ist die Versetzung unter der Bedingung einer Nach- prüfung oder die Versetzung in einigen Fächern.
3. 11.1927 Der Minister erläßt folgende Bekanntmachung:
Am 1. Mai 1928 werden in die staatlichen Pädagogischen Akade- mien je 50 Studenten neu aufgenommen, und zwar in Elbing und Kiel zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und Jehrerinnen, in
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