Schüler Einblick in Bau- und Lebensweise einfachster Lebensformen von Tieren und Pflanzen; die lebende Zelle wurde beobachtet und ihre Bestandteile durch geeignete Färbemittel kenntlich gemacht. Mehrzellige Pflanzen wurden in Durchschnitten unter- sucht. Die Hauptvertreter aller Gruppen mehrzelliger Tiere wurden zergliedert. Ein- fache Dauerpräparate von Körperteilen, die für die Systematik von Insektenordnungen wichtig sind, wurden angefertigt.
2. KUNSTTECHNISCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT. Zur Befestigung und Vertiefung der Kunstbetrachtung wurden Modelle der deut- schen Bau- und Zierformen in Gipsschnitt, auch farbig, hergestellt. Den persönlichen Wünschen der Schüler wurde dabei weitgehendst Rechnung getragen.
3. Die Lehrer
a) Veränderungen im Lehrkörper
Studienrat Dr. G. Schindehütte ist mit Beginn des Winterhalbjahres auf seinen Wunsch an die Sachsenhäuser Oberrealschule versetzt worden. Seit Ostern 1911 war er an unserer Schule vornehmlich im chemischen und biologischen Un- terricht tätig. Die Schule verdankt ihm rührige Mitarbeit bei dem Ausbau der Deutschen Oberschule, besonders hinsichtlich der Ausgestaltung des chemischen Ar- beitsunterrichts. Durch die Neuordnung des Preußischen Schulwesens bietet ihm die Oberrealschule bessere Auswirkungsmöglichkeiten in seinen Lehrbefähigungen.
Bis zum Amtsantritt des an seine Stelle gewählten Studienrat Dr. Wilhelm Ludwig, bisher Realgymnasium Köln-Deutz, hat Herr Dr. Sittig seine Arbeitskraft in den Dienst der Schule gestellt, wofür ihm auch an dieser Stelle herzlichst gedankt sei.
Zur Deckung vorhandenen Unterrichtsbedürfnisses wurde Herr Alfred Jung, bisher Studienrat an der Fachschule II, stadtseitig der Schule überwiesen.
Bei Erkrankung der Lehrer mußte die Vertretung durch den Lehrkörper über- nommen werden. Für den erholungshalber beurlaubten Studienrat Dr. Kreutzer wur- den einige Stunden von einem Junglehrer Schäfer übernommen. Bei einer längeren Erkrankung des Studienrates Dr. Görres halfen die Herren Studienreferendar von der Heid und Schulamtsbewerber Prott aus und verpflichteten die Schule zu Dank.
Anstelle des Herrn Rabbiner Dr. Gottschalk hat Herr Dr. Eschwege anfang Februar den Religionsunterricht für die jüdischen Schüler übernommen.
Herr Lyceal-Oberlehrer W. Frese von der Humboldtschule stand uns für einen Fortbildungslehrgang in Einheitskurzschrift dankenswerter Weise zur Verfügung
Der von der Stadt bestellte Lektor des Französischen, Herr P. Fraikin, hielt alle drei bis vier Wochen zwei Unterrichtsstunden.
Herrn Oberschullehrer Möller wurde durch den Herrn Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Befähigung zur Anstellung als Oberturnlehrer zuerkannt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1928 wurde ihm von der Stadt eine Oberturnlehrerstelle übertragen. Seit Ostern 1927 hat er den Unterricht in den Leibesübungen an der Pädagogischen Akademie übernommen.


