Jahrgang 
1928
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auch das an der Anstalt althergebrachte Schwingen mit der Keule. Angegliedert wurde ein Uebungsschatz von Schwingübungen, Arbeitsbewegungen und Vor- übungen für das volkstümliche Turnen nach Dr. Bodes Grundsätzen.

Turnspiele fanden vom Frühjahr bis Herbst auf dem Sportplatz an der Rosegger- straße, im Winter nach Möglichkeit auf dem Schulhofe, bei ungünstigem Wetter in der Turnhalle in Form von Hallenspielen statt. Als Spiele wurden hauptsäch- lich betrieben: Schlagball, Faustball, Handball und Fußball. In der Oberstufe auch Schleuderball, Speer- und Diskuswerfen.

Schwimmen. Im Sommer beteiligten sich einige Schüler freiwillig am Schwim- men im Main, das Studienrat Dr. Waßmuth beaufsichtigte, im Winter war für die IV das Schwimmen verbindlich(anstelle der Winterspielstunden). Sämtliche Schwimmschüler erlernten das Schwimmen. Die 15 Minuten Schwimmprobe (ZeugnisvermerkFreischwimmer) erfüllten 17 Schüler. Mit den Freischwim- mern wurden verschiedene Wassersprünge vom 1m- und 3m-Brett, Wassertreten, Unterwasserschwimmen und Tauchen nach Gegenständen, auch Rettungsschwim- men geübt. Ebenso wurde das Rückenschwimmen erlernt. In UIla und UIIb wurde ein Prüfungsschwimmen abgelegt, 18 Schüler erwarben sich mit einem 45 Minuten-Brustschwimmen den ZeugnisvermerkFahrtenschwimmer, 6 von diesen schwammen eine Stunde.

Wanderungen. Im Laufe des Jahres fanden 9 Monatswanderungen statt; da- runter verschiedene mehrtägige für die oberen Klassen. Eine Monatswanderung wurde als gemeinsame Rheinfahrt der sesamten Schule mit den Angehörigen der Schüler von Mainz nach St. Goarshausen(Loreley) durchgeführt.

4. KURZSCHRIFT.

Es wurden drei Lehrgänge in Einheitskurzschrift abgehalten, einer zur Fortbil- dung, zwei für Anfänger. Die Schüler wurden mit dem System der Einheitskurzschrift vertraut gemacht, im Fortbildungskursus wurde die Verkehrsschrift wiederholt, schwie- rigere Fälle behandelt und eine Einführung in die Redeschrift gegeben.(Siehe auch unter 6, c.)

H) Die freien Arbeitsgemeinschaften der Oberstufe.

Die freien Arbeitsgemeinschaftendienen der Vertiefung und Ergänzung der von der Schule zu leistenden Bildungsarbeit. Es sollbei ihrer Einrichtung wesentlich von den Interessenrichtungen der Schüler unter Beachtung der Sonderbegabungen ausgegangen werden. Der Arbeitsgedanke steht im Vordergrund und kann hier voll und ganz durchgeführt werden. Schon die Beschaffung des Arbeitsstoffes ist, wenn irgend möglich, der Findigkeit der Schüler überlassen; unter Leitung des Lehrers wer- den die Aufgaben selbständig gelöst.

1. BIOLOGISCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT.

Es galt, das im bisherigen Biologieunterricht Gewonnene durch eigenes Forschen und Sehen zu vertiefen und zu erweitern. Mit Hilfe des Mikroskops verschafften sich die