Jahrgang 
1926
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c) Deuerungen im inneren Schulbetrieb. 1. Die Deutſche Oberſchule.

Im abgelaufenen Berichtsjahre iſt der Aufbau der Deutſchen Oberſchule mit einer U IIla(Normalplan) und einer OIIla(Uebergangsplan) begonnen worden.

Die Deutſche Oberſchule iſt eine den übrigen höheren Schulen völlig gleichberech tigte Bildungsanſtalt, die in erhöhtem Maße deutſche Sprache und Kultur vom Standpunkt des deutſchen Weſens, der deutſchen Landſchaft, Geſchichte und Geiſtesart zu pflegen berufen iſt. Ihr Reifezeugnis berechtigt zu ſämtlichen Studien an Univerſitäten, techniſchen und anderen Hochſchulen und zum Beſuche einer pädagogiſchen Akademie zwecks Ausbildung zum Volksſchul⸗ lehrer. Die äußere Form der D. O. S. ergibt ſich aus ihrer Stundentafel:

Fächer VI=WV Ui un ou d OI[VIL-= Ol zuſ.

Religion 2 2 2 2 2 2 18 Deulſch 5. s 55. 4 4« 1 (Staarsine unde. 2 3 24+1 4 3+1 3 1 25

Erdkunde 5 2 2 2 2 2 2 8 2 18

ebma, 5 217, Raturwiſſenſchaft 4 4 V 4 4 3 4 Frandöſiſch 3 6 6 4 4 4* 4 46 Engliſch oder Latein 2(1 3Iu

Zeichnen 58 2 2 2 2 3 2 2 18 Sungen831)np V(1

Dazu in jeder Klaſſe 4 Stunden Turnen und Spielen und 2 Stunden Muſikunterricht.

2. Das Erdkundelehrzimmer.

Der Ausbau zur Deutſchen Oberſchule verlieh dem erdkundlichen Unter⸗ richt größere Bedeutung und gab Anlaß, für dieſes Fach einen beſonderen Unterrichtsraum zu ſchaffen. Dieſe Neuerung hat ſich ſchon im erſten Jahre als zweckdienlich erwieſen.

Denn wollte man in einem Klaſſenzimmer ſo gründlich wie jetzt im Erdkundeſaal Ver⸗ gleichskarten, Reliefs, Globus, Tellurium, Handſtücke wichtiger Geſteine und andere derartige Anſchauungsmittel benutzen, dann müßte man ſchon eine kleine Trägerkolonne während der ganzen Stunde in Trab halten. So aber hat man alles zur Hand, rings an den Wänden for⸗ dern Ueberſichtskarten zu Vergleichen heraus, und neben ihnen hängen anſchauliche Reliefs, die wegen ihrer Unhandlichkeit bisher kaum mit rechtem Nutzen verwandt wurden. Auch der ungefüge, zum Veranſchaulichen jedoch für alle Klaſſen wertvolle Sandkaſten ſteht da und er⸗ füllt ſeinen Zweck ungleich beſſer, als wenn man ſeinetwegen beim Unterricht umziehen müßte. Selbſt das Zeichnen an den Wandtafeln hat manches gewonnen. Angefangene Darſtellungen verfallen bei Stundenſchluß nicht mehr dem Wiſchlappen, und manche Zeichnung kann jetzt gleich mehreren Klaſſen dienen..

Aber der Hauptvorteil der Neuerung liegt nicht allein in der beſſeren Auswertung der erwähnten Unterrichtsmittel. Er beſteht, abgeſehen von der Möglichkeit, den Raum mit ge⸗ eigneten Arbeitstiſchen für die Schüler auszuſtatten, auch darin, daß in ihm ein handliches Epidiaſkop ſeinen Platz hat. Jede kleine Abbildung zaubert es wandkartengroß vor die Augen der Schüler, eine mächtige Hilfe, um Karte und Bild zum Ausgangs⸗ und Mittelpunkt erd⸗ kundlichen Arbeitens zu machen.

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