Jahrgang 
1926
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Es fanden mehrere Beiratsſitzungen ſtatt, die Zeugnis gaben von der rührigen Teil⸗ nahme am Leben und an der Fortentwicklung der Schule. Eine Elternverſammlung beſchäf⸗ tigte ſich insbeſondere mit der Wegſcheide⸗ und der Einſchulungsfrage der jetzigen Quartaner (ob der Weg der Realſchule oder der der Deutſchen Oberſchule zu beſchreiten iſt).

Die Opferwilligkeit der Geſamtelternſchaft bewährte ſich in der Weiterentwicklung unſerer Notſchulgemeinſchaft. Durch laufende monatliche Beitragszahlungen(ſelbſt Pfenniagbeträge ſind erwünſcht) wurden im Berichtsjahre

etwa 1600 Mark

aufgebracht, die für allgemeine Schülerangelegenheiten(Verſicherung gegen ſportliche Unfälle, Ausgeſtaltung der Schulfeſte, Koſtenübernahme bei ſportlichen Fahrten, Beſuch von weiter⸗ bildenden Vorträgen) und zur Ergänzung der Lehrmittelſammlungen Verwendung fanden. Als wertvollſte Anſchaffung muß ein Epidiaſkop für das erdkundliche Lehrzimmer beſonders erwähnt werden.

Auch hätte die Durchführung der 50⸗Jahrfeier ohne die Sicherheitsleiſtung der Notſchul⸗ gemeinſchaft größte Schwierigkeiten gefunden.

Für hirnverletzte Krieger konnte ein namhafter Betrag aus dieſer Kaſſe zur Verfügung geſtellt werden.

Es drängt mich, herzlichen Dank zu ſagen für all das, was uns die Opferbereitſchaft der Eltern ermöglichte.

Mit dem Dank verbinde ich die ebenſo herzliche Bitte, der Notſchulgemeinſchaft im Hin⸗ blick auf die immer noch beſtehenden Notverhältniſſe die Treue zu bewahren. Auch möge den Eltern, die ſich noch nicht an der Beitragsleiſtung beteiligen, erneut nahegelegt werden, nach ihrem Vermögen noch ſo kleine Monatsbeiträge uns zur Verfügung zu ſtellen, damit dieſe herr⸗ liche Einrichtung wirklich ihrer hohen Aufgabe gerecht wird, eine Opfergemeinſchaft der Geſamt⸗ elternſchaft darzuſtellen.

Wir hoffen, daß unſere Bitte in der Elternſchaft Verſtändnis und Beachtung findet. Durch dieſe monatliche Sammeltätigkeit werden an unſerer Schule alle übrigen Sonderſamm⸗ lungen, die in mancher Schule ſich zu einer Elternplage auswachſen, ein für alle mal abgelöſt. Außerdem wird die Ausbildung der Kinder durch immer noch reichere Ausgeſtaltung unſerer Lehrmittelſammlungen gefördert.

6. Derſchiedenes.

a) Das Schulgebäude.

Am 13. 5. 25 fand eine Beſichtigung des Gebäudes durch den Kreisarzt Medizinalrat Dr. Aſcher in Begleitung des Schularztes ſtatt. Die von dieſem beanſtandeten Mißſtände bei den Bedürfnisanlagen unſerer Schule ſollen zunächſt durch Wiederinbetriebſetzung der ſtändigen Waſſerſpülung verſuchsweiſe behoben werden. Falls nachhaltige Beſſerung dadurch nicht er⸗ zielt wird, müſſen dieſe Anlagen, wie ſchon häufiger beantragt, aus den Schulgängen ent⸗ fernt werden.

Der ſeit Bau der Schule vorgeſehene Raum für das chemiſche Laboratorium, der mit der kommenden Oberſtufe lebensnotwendig geworden war, wird durch Bewilligung beſon⸗

derer Mittel ſeitens der ſtädtiſchen Behörden zu einem chemiſch⸗phyſikaliſchen Arbeitsraum ausgeſtaltet.

Der Schulhof wurde zur Vermeidung der läſtigen Staubbildung während der Juli⸗ ferien geteert.

Der Schulgarten wurde durch Studienrat Löwe mit Hilfe von Schülern gepflegt und konnte die Lieferungen aus dem Zentralſchulgarten vorteilhaft ergänzen.

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