Vertretungen
Gesundheits- verhältnisse.
Schul- gebäünde.
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am 13. spät abends der Tod eingetreten war. In der Mittagsstunde versammelte der Direktor Lehrer und Schüler, um die Trauerkunde bekanntzugeben und mit Worten ehrender Aner- kennung der Tätigkeit des Dahingegangenen zu gedenken. Tags darauf fiel der Unterricht aus. Das Lehrerkollegium wohnte der Beerdigung bei, die auf dem Friedhofe in Oberursel stattfand; auch eine Anzahl Schüler, denen ihre Eltern erlaubt hatten, an dem kalten Wintertage mit hinauszukommen, geleiteten ihren Lehrer zu seiner letzten Ruhestätte und legten Kränze am Grabe nieder. Der Direktor brachte mit dem wohlverdienten Lorbeer den Scheidegruß der Adlerflychtschule dem teuern, weil ach so treuen Mitarbeiter. Ein Veteran aus dem Kriegsjahre 1870, den wir noch im letzten Mai bei Gelegenheit der vierzigjährigen Wiederkehr des Frankfurter Friedensfestes mitfeiern konnten, hatte Gustav Jasper über 33 Jahre lang fast bis ans Ende mit einer sich stets gleichbleibenden Rüstigkeit und Frische in unserer Mitte seinem schönen Berufe leben können, und die in seinem Wohlbefinden festwurzelnde Seelenruhe, Freundlichkeit und Wärme, die allzeit freudige Hingabe an die uns allen gemeinsame Sache, die Selbstverständlichkeit der Pflichterfüllung, die stille Sicherheit, die wir alle brauchen, und nicht zuletzt das Verhältnis, das er sich durch solche Eigen- schaften zu seinen Schülern zu schaffen wußte, alles dies, was dem Veteranen auch unserer Schule zueigen war, konnte jederzeit dem gesamten Lehrerkollegium vorbildlich sein und soll dem Dahingegangenen unvergessen bleiben. Alle die besten Eigenschaften des schlichten, guten Menschen sichern ihm auch über das Grab hinaus das dauernde Andenken seiner Mitarbeiter und nicht minder der vielen Schüler und Elternkreise, mit denen ihn seine langjährige Tätigkeit in Berührung brachte.
. Als Vertreterin für Herrn Jasper wurde, da kein Lehrer zur Verfügung stand,
mit Genehmigung der Schulbehörde die Lehramtsbewerberin Fräulein Auguste Neder herangezogen. Außer ihr haben im Laufe des Jahres die Lehramtsbewerberin Fräulein Lilli Schrader, Herr Oberlehrer Friedrich Hertting, die Probekandidaten Herr Paul Schroeder, Herr Dr. Hans Keyl, Herr Paul Brasching, der Seminarkandidat, Herr Paul Olbrich und im Handfertigkeitsunterricht Herr Lehrer Sosenheimer von der Glauburgschule bei uns ausgeholfen. Ihnen allen sei an dieser Stelle für die guten Dienste, die sie der Schule geleistet haben, öffentlich der gebührende Dank ausgesprochen.
Die Gesundheitsverhältnisse bei den Schülern gaben zu besonderen Klagen im allgemeinen keinen Anlaß. Nur haben wir mit tiefem Schmerze den Verlust dreier Knaben zu verzeichnen, die den Eltern in frühen Jahren durch den Tod entrissen wurden. Am Karfreitag 1911 starb der Schüler Ernst Luppe, der von der Vorschule in die Sexta der Realschule versetzt worden war, am 25. April der Schüler der Sexta Heinrich Hatz- mann und am Tage vor Weihnachten der Schüler der Untertertia KonstantinSchwager. Wir wollen ihnen gern ein freundliches Andenken bewahren.
Nachdem im vorigen Schuljahr damit begonnen worden war, durch Um- bezw. Einbau in dem Schulgebäude einige neue Räumlichkeiten zu gewinnen, die für den Schul- betrieb mehr und mehr zu einem dringenden Bedürfnis der Adlerflychtschule geworden waren, wurde in dem jetzt ablaufenden mit dieser Aufbesserung unserer Raumverhältnisse fortgefahren: So wurde das frühere Pappzimmer zu einer Kombinationsklasse umgestaltet, und für den Pappunterricht ein neuer Raum im Dachgeschoß hergestellt. Im 2. Stockwerk war Entlastung des Sammlungszimmers für Geschichte und Geographie und der Schränke des Naturalienkabinetts erforderlich; sie wurde dadurch erreicht, daß am westlichen Ende


