Jahrgang 
1891
Einzelbild herunterladen

tationen. Kombinationen und Variationen. Grundzüge der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Höhere arithmetische Reihen. Unendliche Reihen; allg. binomischer Satz; Reihen für er, log æ, sin æ, cos æ und arctg æ. Wiederholungen.

Geometrie. 3 St. Derselbe. Weitere Ausführung der ebenen Trigonometrie; sphärische Trigonometrie. Anwendungen der letzteren auf sphärische Astronomie. Neuere Geometrie. Ele- mente der analytischen Geometrie. Wiederholungen, Konstruktionen, Berechnungen.

Aufgaben bei der Entlassungs-Prüfung: 1. Ein Dreieck zu konstruieren aus r, b+ c a, a. 2. Einer Kugel mit dem Radius r= 0,682 m ist ein gerader Kegel mit der Ilöhe h= reinbeschrie-

ben; Inhalt und Gesamtoberfläche dieses Kegels sind zu berechnen.

3. Um wieviel Uhr nachmittags steht die Sonne zu Frankfurt a. M.(geographische Breite= 50 7)) am längsten Tage in einer Höhe von 52⁰° 16(Zeitgleichung=+ 1 m. 15 s)?

4 In welcher Zeit wird ein zu 4% angelegtes Kapital von 30 000 M aufgebraucht, wenn zu Ende jeden Jahres 1500 M. weggenommen werden? Der am Ende des letzten Jahres noch vorhandene Betrag ist anzugeben

Physik. 4 St. O.-L. Dr. Reichenbach. Wiederholung der gesamten Physik. Tieferes Eingehen auf schwierigere Kapitel mit Anwendung math. Entwickelungen, bes. auf dem Gebiet der Mechanik, Optile, Wärme und des Galvanismus. Zahlreiche phys. Aufgaben.

Chemie. 3 St. Derselbe. Unorganische Chemie und Mineralogie. Erweiterung des Pensums der U. I Tieferes Eingehen auf die chem. Theorien. Fortgesetzte Ubung in der Lösung stöchio- metrischer Aufgaben. Grundzüge der qualitativen Analyse.

Zeichnen.(komb. mit U. J.) 2 St. Hein. Zeichnen nach Gipsmodellen. Durchdringung von eckigen und runden Körpern(O. D). Projektion von Geraden, Flächen und Körpern, Drehung und Netzabwickelung von einfachen Körpern(U. I.).

Unter-Prima. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Reichenbach.

vangelische Religion. 2. St. Bernhard(s. O. I.

Katholische Religion(komb. mit II und III). 2 St. Pfarrer Königstein. Die biblischen Geschichten des N. T. nach der gr. Biblischen Geschichte von Dr. Schuster-Mey. Die Lehre vom Glauben bis zum 5. Glaubensartikel nach dem großen Diözesan-Katechismus.

Deutsch. 3. St. Morin. Kurze Übersicht über die Geschichte der deutschen Litteratur der zweiten Blüteperiode im Anschluß an die Lektüre aus Paldamus, Lesebuch VI. Lektüre von Goethes Hermann und Dorothea und Schillers Wallenstein. Disponier-, Deklamations- und Redeübungen. 10 Aufsàtze mit vorangestellter Disposition.

Themata der Aufsätze: 1. Wodurch gelang es den Schweizern, sich gegen die Habsburger zu behaupten? 2. Was erfahren wir aus dem ersten Gesang von GoethesHermann und Dorothea üuber Ort, Zeit und Personen der Handlung? 3. Die Erzählung der Mutter in GoethesHermann und Dorothea von ihrer Verlobung zur Zeit des Brandunglücks.(Klassenarbeit.) 4. Welchen Be- strebungen und Thätigkeiten der Menschen verdanken wir unsere geographischen Kenntnisse? 5. Klopstocks OdeDie beiden Musen. 6. Welche geschichtlichen Thatsachen erwähnt Schubart in seinem Hymnus auf Friedrich den Großen?(Klassenarbeit.) 7. Die Soldaten in Wallensteins Lager. 8. Warum ist es gut, daß wir die Zukunft nicht vorher wissen? 9. Sir William Wallace.(Nach Walter Scott.) 10. Welches Bild entwirft Goethe inWahrheit und Dichtung von seinem Vater? (Probearbeit.)

-