15 schrieben sie an die Wandtafel, kurz alles zielte darauf ab, daß der Schüler am Ende den betref- fenden Laut fest im Gehör haben und imstande sein sollte, denselben richtig schriftlich wieder- zugeben. Als grammatisches Pensum war damit verbunden und stufenmäßig eingefügt: Der bestimmte und unbestimmte Artikel; das Substantiv in allen 4 Fällen, die regelmäßiige Plural- bildung und der Plural auf x; das Adjektiv in seiner Pluralbildung und Motion; vom Verbum zunächst nur die Präsentia, Imperfekta und Futura von avoir und être, auch in Verbindung mit dem Participe passé regelmäßiger und unregelmäßiger Verben; das verbundene persönliche Pro- nomen, das Possessiv- und Demonstrativpronomen; der Partitiv; wichtige oft gebrauchte Prä- positionen; die regelmäßige Wortstellung, Fragebildung und Negation.— Seit den Sommerferien schloß sich der Unterricht an das Lehrbuch von Scholderer an, in welchem bis zu§ 34 vor- gegangen wurde. Die Schüler lernten zu Hause Vokabeln, schrieben Sätze aus dem Lehrbuch ab, übersetzten oder retrovertierten solche und fertigten kleine schriftliche Aufgaben an. Seit
den Sommerferien wurden auch wöchentliche Extemporalien, halb Ubersetzungen, halb Diktate,
ins Reinheft geschrieben.
Geschichte. 1 St. Pietzsch.
Im Sommer: Geschichten vom Herkules; Theseus, Argonautenzug, Trojanischer Krieg, Irrfahrten des Odysseus.
Im Winter: Die Nibelungen, Gudrun und einige kleinere deutsche Sagen.
Geographie. 2 St. Morin. a. Heimatskunde und Erläuterung der geographischen Begriffe. Die Himmelsgegenden. Orientieren im Schulzimmer, im Schulhof(Zeichnung), Kompaf. Die Sonne und ihre scheinbare Bewegung, Anleitung zur Beobachtung. Der Mond. Die Sterne. Witterungserscheinungen.— Umriß der Stadt(2. Zeichnung), ihre Hauptstraßeen. Wasser und Fluß. Die Umgebung der Stadt und ihre Bodenbeschaffenheit; Gartén, Feld, Wiese, Wald; Pflanzen und Tiere. Ortschaften in der Umgegend der Stadt; Landstraßen und Eisenbahnen (3. Zeichnung). Bodengestalt; Gebirge und Thäler. Zusammenstellung der nach und nach veranschaulichten Begriffe(das Wichtigste von Kirchhoff, Schulgeographie, I, 1— 31). Zuletzt Besprechung des Taunus, des Vogelsbergs, der Wetterau, des Spessarts, des Kinzigthals, des Odenwalds, des Donnersbergs, der Rheinebene. b. Globuslehre. Anknüpfend an die mit und von den Schülern angestellten Beobachtungen an Sonne, Mond und Sternen; die Erde als Himmelskörper, ihre Gestalt und Bewegung. Pol, Erdachse, Aquator, Parallelkreise und Meridiane. Zonen. Sonnen- und Mondfinsternisse(vgl. Kirchhoff, Schulgeographie, II, 32-45). Benutzung von Mangs Universal-Apparat. c. Kurze Obersicht der Länderkunde. Europa in orographischer und hydrographischer Hinsicht. Fortwährende Übung im Orientieren in der Um- gebung und auf der Karte.
Rechnen. 5 St. Dr. Schauf. Repetition der Multiplikation und Division mit un- benannten Zahlen. Resolution und Reduktion. Rechnen mit mehrfach benannten Zahlen, insbesondere mit den metrischen Maßen.(Becker und Paul, Rechenbuch, 1. Teil.)
Naturbeschreibung. 2 St. Dr. Schauf.
Im Sommer Botanik: Besprechung einiger Pflanzen mit einfach gebauten Blüten.
Im Winter Zoologie: Einige Repräsentanten aus den Ordnungen der Raubtiere, Insekten- fresser und Nager.


