—19— Psalmen. Die wichtigsten messianischen Weissagungen wurden gelesen, erklärt und memoriert. 2. Das Kirchenjahr. Im Anschluß daran die Lieder: 18, 23, 14, 15, 6, 11, 12, 1, 4, 22, 5, 24, 27 memoriert, resp. wiederholt.— 3. Katechismus: Das 1. und 2. Hauptstück mit den Er- klärungen, das 3. 4. 5. Hauptstück ohne die Erklärungen.
Deutsch. 3 St. Dr. Hub. Orthographie: Die Schreibung der Fremdwörter im Sinne des»Wörter-Verzeichnisses« bis zur Sicherheit geübt, sonstige orthographische Erörterungen repetitorisch. Wöchentlich ein größeres Diktat.— Interpunktion: Eingehend Komma, Semikolon und Apostroph. Grammatik: Der zusammengesetzte Satz: Satzverbindung und die verschiedenen Arten des Satzgefüges in steter Anwendung auf die Lektüre und als Grundlage der Interpunktion. Der sog. verkürzte Satz. Die Periode. Metrisches im Anschluß an die behandelten Gedichte. Lektüre: Die im Lehrplan festgestellten Gedichte wurden besprochen und auswendig gelernt, zahlreiche Prosastücke gelesen und erläutert. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.
Französisch. 6 St. Dr. Hub.
Im Sommer: Repetition und Ergänzung des Kapitels von den unregelmäßigen Verben.
Im Winter: Eingehende Behandlung der Formenlehre und Syntax der Pronomina(nebst en, y), der Verben und Adverbien.
Wöchentlich wurde ein Extemporale geschrieben, teils aus einzelnen Sätzen im Anschluß an die grammatischen Erörterungen, teils aus zusammenhängenden Stücken erzühlenden Inhaltes bestehend. Lektüre: Lüdecking I. Teil wurde vollendet, aus Teil II wurden auf Seite 1— 50 die Erzählungen von Don Quixote und Gil Blas, sowie einige Stücke von Souvestre gelesen.
Englisch. 5 St. Winneberger. In einem methodischen, zunächst mehr für das Ohr als für das Auge berechneten, sehr langsam fortschreitenden Vorbereitungskurs wurde die Aussprache der englischen Vokale und Diphthonge geübt. Die schwierigeren Konsonanten und Konsonantenverbindungen wurden gelegentlich nebenher gelernt. Vgl. Französisch VI.— Als grammatisches Pensum waren damit verknüpft und stufenmäßig eingefügt die Elemente der Formen- und Satzlehre: der bestimmte und unbestimmte Artikel; Substantiv, Adjektiv und Verb, ihre Deklination, Steigerung und Konjugation(starke, schwache und gemischte, von den starken Verben aber nur die gebräuchlichsten) und ihr Gebrauch; Pronomina; Adverbien; Konjunk- tionen und Präpositionen(Gebrauch des Verbalsubstantivs), die regelmäßige Wortstellung, Frage- bildung und Negation.— Seit den Sommerferien schloß sich der Unterricht an das Elementar- buch von Gesenius an. Kap.— XXIII wurden durchgenommen mit Ausnahme von XIX-XXI, dazu die Lesestücke und deutschen Übungssätze der ersten Reibe. Als Lektüre wurden einige der am Ende des Buches stehenden Prosastücke und Gedichte unpräpariert übersetzt. Mehrere Lesestücke wurden memoriert. Das Retrovertieren wurde regelmäfßig fortgesetzt und seit den Sommerferien wöchentlich ein Extemporale ins Reinheft geschrieben.(Gesenius Elementarbuch.)
Geschichte. 2 St. Morin. Wiederholung der römischen Geschichte, besonders der Abschnitte, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte stehen. Nach einer kurzen Übersicht über die römische Kaiserzeit folgte eine Darstellung der deutschen Geschichte des Mittelalters bis zu Rudolf von Habsburg.(Paldamus u. Scholderer, Abriß der Geschichte.)
Geographie. 2 St. Morin. Nach einer Wiederholung des Pensums der vorigen Klasse folgte eine genaue und ausführliche Besprechung Deutschlands in physischer und


