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im Skilanglauf in verschiedenen Altersklassen für Knaben und Mädchen und Abfahrts- (Geschicklichkeits-) Läufe und einen Unterhaltungsabend mit Siegerverkündigung und der darauffolgende Tag Skiwanderungen in die Umgebung bringen. Infolge Schnee- mangels wurde als neuer Termin der 16. Februar in Aussicht genommen. Aus dem gleichen Grunde aber mußte wieder und nun für den laufenden Winter endgültig abgesagt werden. Aus einer Sammlung von Beiträgen der Schüler, wozu noch der „Skiklub Eschwege“ beisteuerte, war ein Silberschild mit dem Wappen der Stadt als Wanderpreis angeschafft worden. Dieser Preis harrt nun also wie die Hoffnungen unserer Schüler eines schneereicheren Winters im kommenden Schuljahr.
Preußenspiele: Wieder schenkte uns das Patronat RM. 200, sodaß unsere Beteiligung an den Preußenspielen(das sind die Schlagballwettspiele der höheren Schulen Preußens) gesichert war. In Spielen mit hiesigen und auswärtigen Vereinen und auswärtigen Schulen übten wir uns. Die Mißerfolge zeigten, daß wir eine A Mannschaft nicht aufstellen konn- ten. Die nun zusammengestellte B Mannschaft Cahrgang 1913 und jünger) bestand aus Schülern der Klassen UIIrg, OlII und UIII. Sie hatte nur kurze Zeit zum Einspielen und keine Gelegenheit mehr, UÜbungsspiele auszutragen. Und doch blieb ihr der Erfolg in den Preußenspielen nicht versagt. Im Vorspiel um die Bezirksmeisterschaft schlug sie die Aufbauschule Homberg 43: 17. Auch das Endziel mubßte sie auf fremdem Platz austragen: am 28. August spielten wir gegen die Realschule Bad Wildungen und siegten knapp, aber verdient 32: 27. Damit waren wir für 1929/30 Bezirksmeister.
Die Ol unternahm wieder, wie im vorigen Jahre, unter Führung ihres Klassen- leiters S.-R. Ulrich, eine fünftägige Studien- und Wanderfahrt. Diesmal wurde am ersten und zweiten Tage vormittags Hildesbeim besichtigt und zwar die bedeutendsten kirchlichen und bürgerlichen Bauten, außerdem das Pelizäus-Museum unter trefflicher Führung des Museumsdirektors Prof. Dr. Roeder. Weiter wurde dann Goslar besucht; die Besichtigung beschränkte sich, damit sie nicht durch Oberfülle litte, auf Kaiserhaus, Zwinger und Gesamtstadtbild. Am dritten Tage ging es durch das Oker- und Kalbetal zum Oberharz hinauf; Torfhaus, Wolfswarte, Oderteich, Brocken, Achtermannshöh waren unsere Wanderziele; das Sonnenberger Weghaus bot uns zwei Tage Unterkunft und Verpflegung. Einblicke in die Geologie und Felsbildungen des Okertales, die Moore und die Wälder der Oberharz-Hochebene bereicherten die geographischen Anschau- ungen; Torfhaus, Brocken und Andreasberg weckten Goethe Erinnerungen. Zurück ging es in einer tüchtigen Vormittagswanderung über Andreasberg, den großen Knollen mit letztem Rückblick zur Oberharz-Ruine Scharzfeld nach Bahnhof Scharzfeld. Von dort mit der Bahn zurück.
An Stelle von Sport und Spiel fanden an den aufgabenfreien Nachmittagen verschiedentlich Wanderungen in die nähere Umgebung statt, ebenso erdkundliche und botanische Exkursionen. Die Wandertage kamen zur Ausführung.
IV. Schulspeisungen, Gesundheitszustand und schulärztliche Beaufsichtigung. Der Gesundheitszustand der Schüler war im Berichtsjahr durchgehend gut; eine
schulärztliche Besichtigung der Schüler fand nicht statt.
. i) Schulgeldsatz, Zahl der Freistellen, Lehrmittelfreiheit, Erzlehungsbeihilfen, Hilfs- bücherel. A. Schulgeldsatz:
Für Einheimische: 200 RM jährlich. Für Auswärtige: 250 RM jährlich.


