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1) Philosophische A.-G. Schopenhauer nach einer Auswahl aus seinen Schriften von
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Dr. H. Schwarzwald.(Bei Ehlermann).
Biologisch-physikalische A.-G. Im Sommer: Biologische Beobachtungen an den Gewässern der näheren Umgebung.(Exkursionen, Mikroprojektion). Im Winter: Versuche mit elektrischen Strömen und Wellen. Deutsche Hfl.-G. Probleme und Stoffgebiete der modernen Literatur lernten die Schüler zunächst aus Dramen von Ibsen(insbesondere„Stützen der Gesellschaft“, „Ein Volksfeind“,„Nora“) und Gerhard Hauptmann(„Die Weber“,„Rose Bernd“, „Biberpelz“) kennen. Die bedeutendsten Lyriker des Impressionismus(Liliencron, Holz, Dehmel, Falke) wurden in charakteristischen Proben behanqdelt.
Als bedeutendster Roman der Moderne wurden„Die Buddenbrooks“ von Thomas Mann nach Inhalt und Form eingehend besprochen, auf dem Gebiete der Novelle Bindings„Opfergang“, Hoffmannsthal„Der Tor und der Tod“ und Mells„Apostel- spiel“ wurden gegenüber gestellt. Moderne Formung geschichtlicher Stoffe wurde an Dramen„Gneisenau“ von Goetz und„Napoleon“ von Unruh gezeigt. Das Wesen des Expressionismus wurde ersichtlich aus folgenden Dramen: Goering, Seeschlacht; Kaiser, Gas; Toller, Wandlung. Daran schloß sich wieder eine Betrachtung von Lyrikern: George, Rilke, Mombert, Werfel, Däubler u. a.
Musik d.-G. Es beteiligten sich 15 Schüler der Oberstufe, mit denen ein Lehrgang über die Entwicklung der Oper bis einschl. Wagner durchgeführt wurde, beginnend mit Peris„Dafne“ 1594, fortfahrend mit Monteverdis„Orfeo“ 1607, Heinrich Schütz „Dafne“ 1627, Händels Opern und ihre Erneuerung, Glucks-Opern-Reform, Mozarts Singspiel, Beethovens„Fidelio“, Webers und Wagners Romantik.
Englische d.-G. Mehrere moderne Dramen wurden von den Teilnehmern arbeits- teilig vorbereitet und dann gemeinsam gelesen; und zwar Werke von Galsworthy, Bennett, Milne, Conway, Synge, Shaw. An diese Lektüre schlossen sich Referate und Besprechungen an. Das Ziel war die Untersuchung der geistigen Strömungen des modernen Englands, soweit sie ihren Niederschlag im Drama finden. Geschichtl.- erdkundl. dd.-G. Zu Grunde gelegt wurde hauptsächlich die Schriften- folge:„Rheinische Schicksalsfragen“. Die an den Anfang gestellte Frage:„Nach welchen Gesichtspunkten läßt sich die Zugehörigkeit strittiger Grenzgebiete zu den benachbarten Großstaaten entscheiden?“ führte zunächst, in Anlehnung an die von Arndt in seiner Schrift„Der Rhein, Deutschlands Strom, nicht Deutschlands Grenze“ gegebene Antwort zur Herausstellung der wichtigsten hier in Betracht kommenden Gesichtspunkte. Es wurden dann die geographischen und in einem in Tabellen- form festgehaltenen Längsschnitt die geschichtlichen Zusammenhänge untersucht, die für die Beantwortung der gestellten Fragen von Belang sind, soweit das Rhein- problem in Betracht kommt. Die Gegenwartsgeschichte, vor allem die für die Rheinfrage bedeutsamen Verträge(Versailles, Locarno usw.) wurden besonders eingehend erörtert. Die Rolle der westlichen Grenzlande, vor allem Elsaß-Lothringens, als Vermittler französischen und umgekehrt deutschen Kulturgutes, wurde immer wieder betont. Die Schicksale dieser Gebiete wurden aus dem von Anfang an zwiespältigen Wesen des Mittelreiches und aus dem Gesamtschicksal der großen Nachbarreiche zu erklären versucht. Bei der Betrachtung der französischen Rhein- politik wurde weitgehendste Objektivität erstrebt und auch die Deutschland freund- lichen Strömungen in Frankreich gewürdigt. In laufenden Berichten nach verschiedenen Tageszeitungen gaben damit ständig betraute Schüler Darstellungen von dem Verlaufe der Ereignisse und Verhandlungen, die sich im Laufe des Schuljahres im Zusammen- hang mit dem Rheinproblem abspielten. Bei allen Erörterungen wurde auch das Ostproblem zum Vergleich herangezogen.


