Jahrgang 
1930
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die ohne Ausnahme älter als ihre Mitschüler aus der Stadt sind, nicht günstig auf den festen Bestand der Knabenstimmen besonders im kleinen Vortragschor wirkt. So muß die gesamte OIII mit einem Durchschnittsalter von nahezu 16 Jahren vom mehrstimmigen Chorsingen befreit werden, selbst die UIII mit 14,5 Durchschnittsalter kann nicht mehr als fester Bestand im Chore angesehen werden. Aus diesem Grunde ist der Zugang an Mädchenstimmen in der OII sehr zu begrüßen.

Alle Chöre wirkten sehr oft bei öffentlichen Aufführungen wie Johannisfest, Schulfest, Verfassungsfeier, Reformationsfeier der Eschweger Schulen in der Altstädter Kirche und Weihnachtsfeier mit. Erwähnt sei hier, daß durch Aus- losung die Reihenfolge für die Festgesänge bei der Reformationsfeier unter den vier Eschweger Schulen festgelegt wurde; die Schüler der Friedrich-Wilhelm- Schule sangen 1920 die beiden Motetten:Singet dem Herrn von Klain und Gott ist die Liebe von Engel. Die Weihnachtsfeier, diesmal vom Musiklehrer vor- bereitet, brachte durch die Aufführung von HumperdinksBübchens Weihnachts- traum ein einheitliches Werk zum Vortrag, in dem Musik, Deklamationen und Weihnachtslieder wechseln. Lichtbilder mit Motiven aus der heiligen Geburts- nacht trugen zum Verständnis des Werkes bei. Der Quartaner Ernst-Otto Bartho- lomäus sprach den verbindenden Text sehr verständlich und die IV sang die sehr wohlklingenden Lieder.

Im Schulorchester pflegten 15 Schüler in einer Wochenstunde fleißig und mit großer Begeisterung und gutem Erfolg die Instrumentalmusik.

Besondere Gelegenheit für die Mitwirkung der beiden Musikabteilungen der Schule, kleiner Chor und Orchester, gab die Jahresversammlung des Philologen- Verbandes, Abteilung Hessen-Nassau, in den Herbstferien 1929. Das Schul- orchester spielte als Einleitung die OuvertureDer Kalif von Bagdad von Boieldieu und ließ später noch MozartsKleine Nachtmusik folgen, der kleine Chor sang Richard WagnersWach-auf, Chor aus denMeistersingern und SchubertsHirtenchor, Chor ausRosamunde. Die Darbietungen wurden mit so starkem Beifall aufgenommen, daß der Chor DürrnersSturmbeschwörung als Zugabe singen mubte.

Auch bei der Veranstaltung desVereins für das Deutschtum im Auslande am 8. Februar 1930 wirkte als Musikgruppe das Orchester der Anstalt mit und bot mit demMarsch der Finnländischen Reiterei, demPreußenmarsch, besonders aber mit denDeutschen Tänzen von Schubert leichtere aber gefällige Unterhaltungsmusik.

Das diesjährige Schülerkonzert fand am Sonntagnachmittag den 0. März mit nachfolgender Vortragsfolge statt: 1. Festmarsch in D-Dur von Vinzenz Lachner. 2.Wach auf aus denMeistersingern von Rich. Wagner(Gemischter Chor). 3.Wachet auf, ruft uns die Stimme von Fritz Tunder(Sopransolo mit Instrumentalbegleitung, Lotte Blackert Ula). 4. AusSinfonie Nr. 2*, I. Satz von Josepf Haydn. 5. a) Von der edlen Musika von Valentin Rathgeber (Gemischter Chor). b)Winterlied Volkslied von 1610 von Julius Röntgen (Gemischter Chor). 6. Konzert für Klavier und vier Violinen von Abt G. J. Vogler. 7.Das große Halleluja von Christian Gottlob Neefe(Gemischter Chor mit Klavierbegleitung). 8. Sinfonie in A-dur, für Schulorchester von Franz Her- mann Richter. 9.Der säumige Landsknecht von Bernh. Uhlig(Männerchor mit Tenorsolo, kl. Flöte, Klarinette, und kl. Trommel, Tenor: Fritz Wilke). 10.Landerkennung von Edvard Grieg(Männerchor mit Baritonsolo und Klavier- begleitung, Bariton: Fritz Wilke). Die Eltern unserer Schüler, die Freunde und