Jahrgang 
1915
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fessor Orth den Schülern Ernst Schabacker(OIIIr) und Wilhelm Jung (IVV g) ein.

Die Reifeprüfung am Gymnasium, der sich nur ein Oberprimaner unter- zog, fand am 10. März, die Schlussprüfung an der Realschule am 11. März statt. In beiden führte der Direktor den Vorsitz.

Am 31. März wird der Unterricht geschlossen: mit der Entlassung der für reif erklärten Schüler beider Anstalten, der Verkündigung des Versetzungsergebnisses und der Prämienverteilung wird eine Bismarck-Gedächtnisfeier verbunden sein.

Der Gesundheitszustand der Lehrer war zufriedenstellend nur an 21 Tagen waren 7 Kollegen wegen Krankheit zu vertreten. Aus anderen Grün- den nahmen 7 Kollegen an 9 Tagen Vertretung in Anspruch.

Auch über den Gesundheitszustand der Schüler liess sich im allge- meinen nicht klagen. Nur von den Vorschülern waren zeitweilig nicht wenige auf längere Zeit wegen der gewöhnlichen Kinderkrankheiten am Schulbesuch verhindert.

Das Kuratorium der Anstalt erfuhr eine Veränderung durch den Hinzutritt neuer Mitglieder. An die Stelle des Herrn Calenberg(S. o.) trat sein Nach- folger in seinem städtischen Ehrenamte, Herr Fabrikant Karl Hochhuth, auch in das Kuratorium ein. Dazu kamen als Vertreter des Maxgistrats Herr Kaufmann Karl Schroeter und als Vertreter der Stadt Herr Kaufmann Friedrich Wilhelm Holzapfel. Das Kuratorium ist also jetzt folgendermassen zusammengesetzt:

1. Herr Königlicher Landrat und Kammerherr v. Keudell, Vorsitzender; 2. Herr Superintendent Hocke, Stellvertreter des Vorsitzenden; 3. Herr Bürgermeister Dr. Stolzenberg; 4. Herr Stadtverordnetenvorsteher Fabrikant Karl Hochhuth; 5. Herr Kaufmann Karl Schroeter, Stadtrat; 6. Herr Kaufmann Friedrich Wil- helm Holzapfel, Stadtverordneter; 7. Der Direktor.

Ehrentafel. Um das Gedächtnis der Männer und Jünglinge zu ehren, die einst der Friedrich-Wilhelms-Schule angehörten und ihre geistige Ausbildung ganz oder in der

Hauptsache zu danken hatten und die in dem heiligen Kampfe fürs Vaterland bisher ge- fallen sind, seien an dieser Stelle zunächst ihre Namen aufgeführt.

I. Den Anfang mögen die jungen Helden machen, die seit 1905 die Reifeprüfung am Gymnasium abgelegt haben; es sind von 151 bis jetzt 12, ein hoher blutiger Wehrbeitrag der Anstalt für des Vaterlandes Grösse und Preiheit.

Arnold, Friedrich(O. 1914) aus Eschwege, stud. ing.; Kriegsfreiwilliger, Ritter des Eisernen Kreuzes, erlag am 5. Februar 1915 seinen Verwundungen im Feldlazarett zu Staden(Belgien).

Bierwirth, Karl(O. 1910) aus Eschwege, cand. phil.; fiel als Kriegsfreiwilliger in Russisch-Polen am 24. Dezember 1914.