Jahrgang 
1911
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17 Fröhlich(IVg), Wilhelm Hillebrecht(VVr), Wilhelm Stietz(Vr), Julius Stäh- ling(VIg).

Aus der Oberlehrer-Wessel-Stiftung wurde das eine Stipendium von 90 M dem stud. phil. Ludwig Brandau aus Frankfurt a. M.(aus der Familie des Stifters), das andere dem Obersekundaner Wilhelm Bachmann von hier verliehen; die Bücher- prämien dieser Stiftung erhielten Franz Günther(Ullg), Karl Kratzenberg(UIIr), Friedrich Siebert(UlIIr) und Konrad Völker(Vg).

Der Abiturienten-Stipendienfonds von 1905 hatte am Schlusse des vorigen Berichtsjahrs die Höhe von 420 M 00 Pi. erreicht. Ihm flossen zu l. von den vorjährigen Abiturienten 232 M 65 Pf.; 2. von Herrn Alfred Schäfer, Kand. d. höh. Schulamts- 30 M; 3. von den diesjahrigen Abiturienten 80 M. Das Sparbassenbuch Nr. 36521 weist daher jetzt einen Betrag von 800 M 88 Pf. auf.

VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.

Im Interesse der Förderung des für das Wohl der Schüler in erziehlicher wie in unterrichtlicher Hinsicht wichtigen Zusammenwirkens von Eltern und Lehrern sind infolge höherer Anordnung von dem Direktor tägliche, von den übrigen Lehrern wöchentliche Sprechstunden angesetzt. Das Nähere ist aus einer in dem unteren Korridor des Anstaltsgebäudes angeschlagenen Tabelle zu ersehen. Selbstverständlich sind die Lehrer auch zu anderen als den in dieser Zusammenstellung angegebenen Zeiten für Eltern und Pfleger ihrer Schüler zu sprechen.

Leider wird diese Einrichtung der Elternsprechstunden von den Eltern unserer Schüler noch immer nicht so benutzt, wie es im Interesse ihrer Söhne wünschenswert wäre. Im neuen Schulgebäude wird ein besonderes Elternsprechzimmer hoffent- lich manche Bedenken beseitigen, denen die Einrichtung bis jetzt begegnet ist.

Bezüglich der nach§ 24 der Schulordnung im dritten und vierten Schulvierteljahr den Eltern gemachten Mitteilungen über etwaige Bedenken inbetrefi der Versetzung ihrer Söhne möge, um eine irrtümliche Auffassung zu zerstreuen, darauf hingewiesen sein, daß, wenn schon im dritten Vierteljahr(Novemher) eine solche Mitteilung erfolgt ist, sie im vierten Vierteljahre(Februar) nicht wiederholt wird, auch wenn eine Besserung in den Versetzungsaussichten nicht eingetreten ist. Es wird angenommen, daß bereits im unmittelbaren Anschluß an die Mitteilung vom November eine Verständigung zwischen Schule und Elternhaus hergestellt und auf geeignete Mittel zur Abhülfe Bedacht genommen wird.

Seit Ostern 1909 ist die Rangordnung der Schüler, die auch in den viertel- jährlichen Zeugnissen zum Ausdruck kam, für die drei oberen Klassen des Gymnasiums in Fortfall gekommen. Ob diese Neuerung auf die übrigen Klassen ausgedehnt werden wird, läßt sich jetzt, da die Ansichten der Lehrer der Anstalt geteilt sind, noch nicht sagen.