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Müller aus Eschwege, am 6. Februar 1905 der Realtertianer Kurt Bachmann aus Bischofferode, der Primus seiner Klasse. Beide waren die einzigen Söhne ihrer hartge- prüften Eltern. Die Lehrer und Schüler ihrer Klassen liessen es sich nicht nehmen, den Frühvollendeten das letzte Geleit zu geben. R. i. p.!
Der Gesundheitszustand der Lehrer war während des Sommerhalbjahres überaus günstig, liess aber im Winterhalbjahr viel zu wünschen, da 6 Lehrer an zusammen 33 Tagen wegen Krankheit beurlaubt waren. Im übrigen waren, abgesehen von den Be- urlaubungen der Oberlehrer Dr. Ritter und Grasshof(s. oben) 8 Kollegen an zusammen 33 Tagen zur Erledigung von Familienangelegenheiten oder sonst beurlaubt.
An zwei Nachmittagen im Monat August fiel der Unterricht der grossen Hitze wegen aus.
Mit dem Schlusse des Schuljahres 1904 ist der Ausbau des Progymnasiums der Friedrich-Wilhelms-Schule zu einem Gymnasium vollendet. Die erste Reifeprüfung hat ein befriedigendes Ergebnis gehabt. Auch haben sich die Erwartungen bezüglich der Fre- quenz der Anstalt durchaus erfüllt. So dürfen wir getrost der Zukunft entgegengehen. Mögen alle Hoffnungen. die die Stadt Eschwege an ihr Gymnasium knüpft, für das sie schwere Opfer stets willig gebracht hat, sich in reichstem Masse erfüllen, zur Ehre der Stadt, zum Segen ihrer Bewohner und der Umgebung! Q. d. b. v.!
Der Unterzeichnete, der nunmehr 26 Jahre an der Anstalt gewirkt hat, môchte diesen Zeitpunkt nicht vorüberlassen, ohne der verständnisvollen, treuen Mitarbeit der Herren Kuratoren der Anstalt und der Optferwilligkeit der städtischen Körper- schaften, die in den letzten 6 Jahren sich zur Übernahme der grossen Kosten für die Anstalt stets einstimmig bereit erklärt haben, dankbar zu gedenken.


