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Mit dem Schlusse des Schuljahres 1902. der am 4. April 1003 erfolgte, verliess der wissenschaftliche Hülfslehrer Herr Schaetfer die Anstalt, an der er mit Eifer und Pflichttreue ein Jahr lang erfolgreich gewirkt hatte, um als Oberlehrer an das königliche Gymnasium zu KRinteln überzugehen Wir werden ihm ein freundliches Andenken bewahren-
Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs am 21. April 1903 wurde die Gymnasial- Unterprima eröffnet. In das Lehrerkollegium traten mit diesem Termin die Herren Ober- lehrer Wilhelm Ulrich, Lehrer Adolf Schmidt und Probekandidat Karl Conradi ein, letzterer zur Ableistung seines Probejahrs und gleichzeitiger Versehung einer wissenschaft- lichen Hülfslchrerstelle.
Wilhelm Ulrich, geb. i. J. 1870 als Sohn eines Kaufmanns zu Hannover, besuchte das dortige Lyceum II. Ostern 1890 mit dem Reifezeugnis entlassen, genügte er in Göttingen seiner militärischen Dienstpflicht und studierte dort und in Marburg Philologie. Nachdem er im Juni 1898 die Prütung pro facultate docendi abgelegt hatte, leistete er das Seminarjahr am Gymnasium zu Wiesbaden ab. Während des Probejahres(1899— 1900) war er am Kaiser Friedrichs-Gymnasium zu Franktfurt aM. und am Gymnasium zu Hanau beschäftigt. Am 1. Oktober 1900 übernahm er eine wissenschaftliche Hülfslehrerstelle an der Realschule zu Ems. Von dort wurde er an 1. April 1903 an die hiesige Austalt berufen.
Adolf Schmidt, geb. i. J. 1863 zu Fambach im Kreise Schmalkalden als Sohn eines Lehrers, besuchte die Realschule zu Schmalkalden, die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar zu Schlüchtern und legte im Oktober 1884 die erste Lehrerprüfung ab. Seit 10. Dezember 1884 Lehrer in Barchſeld, seit I. Mai 1886 an der Stadtschule zu Eschwege, bestand er im Juni 1887 die zweite Lehrerprüfung. Am 1. April 1903 wurde er zum Lehrer an der Friedrich-Wilhelms-Schule ernannt.
Am 20. Mai tagte in der Aula der Anstalt die 28. Hauptversammlung des Vereins von Lehrern an höheren Unterrichtsanstalten der Provinz Hessen- Nassau und des Fürstentums Waldeck, die durch die Teilnahme des Herrn Ober- präsidenten der Provinz Grafen v. Zedlitz-Trützschler Exc. und der Herren Pro-— vinzialschulräte, Oberregierungsrats D. Dr. Lahmeyer, Geheimen Kegierungsrats Dr.
Paehler und Provinzialschulrats Dr. Kaiser ausgezeichnet wurde.
Vom 4. bis I1. Juni war Oberlehrer Dr. Ritter zur Teilnahme an dem in Bonn und Trier abgehaltenen archäologischen Ferienkursus einberufen.
An dem Johannisfest(4. und 5. Juli) nahmen die Schüler der unteren Klassen in der herkömmlichen Weise teil.
Am 1. September fand die Turnfahrt statt. Als Ziel hatten sich die Unter- primaner Spangenberg und den Alheimer bei Rotenburg gesteckt, die Obersekundaner und Realsekundaner Gôttingen, den Hardenberg und die Plesse; die Gymnasialuntersekundaner führten von Münden eine Weserfahrt bis Bursfelde aus; die Gymnasialtertianer und die Quartaner besuchten den Meissner; die Realobertertianer Treffurt, Falken und Franken- roda; die Realuntertertianer wanderten von Münden aus in den Kaufunger Wald. Die Realquintaner und Realsextaner erstiegen den Hanstein; die Gymnasialsextaner die Gra- burg und den Heldrastein, während die Gymnasialquintaner und die Schüler der ersten Vorschulklasse den Rosskopf aufsuchten und die Kleinsten sich auf dem Forsthaus Halbe- mark und Bad Sooden erlustigten.
Das Sedanfest wurde am Morgen durch einen Festakt in der Aula begangen, bei dem Gesänge und Deklamationen abwechselten und Oberlehrer Ulrich in seiner Ansprache den Altreichskanzler Bismarck feierte. Am Nachmittage des 2. Septembers


