Jahrgang 
1899
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12. Juli. P.-S.-K. UÜbersendung des Patents, durch welches der Herr Unterrichts- Minister dem Oberlehrer Orth den Charakter als Professor verliehen hat.

8. August. P.-S.-K. Genehmigung zur Annahme der Wahl zum Stadtverordneten für den Oberlehrer Stendell.

12. August. P.-S.-K. UÜbersendung von drei Abdrücken des von Büxenstein herausgegebenen WerkesUnser Kaiser zur Verteilung als Prämien an Schüler bzw. für die Bibliothek.

25. Oktober. U.-M. Bestimmungen über Heizung und Reinigung der Turnhallen.

28. November. P.-S.-K. UÜbersendung des Patents, durch welches Se. Majestät der König dem Professor Orth den Rang der Räte IV. Klasse verliehen hat.

15. Dezember. P.S.-K. Aufstellung von Grundsätzen für die Erteilung von Schulzeugnissen.

1899. 17. Januar. P.-S.-K. Ubersendung eines Abdrucks des WerkesDeutschlands Seemacht sonst und jetzt von Wislicenus, welches Se. Majestät der Kaiser und König zum 27. Januar d. J. als Prämie zur Verfügung gestellt hat.

III. Geschichte der Anstalt.

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres am 19. April 1898 trat Herr Dr. Wilhelmi aus Wiesbaden als wissenschaftlicher Hülfslehrer in das Lehrerkollegium ein, um Herrn Anton Wagner 2u ersetzen, der mit Schluss des alten Schuljahres nach zweijähriger Lehr- tätigkeit an das Realgymnasium in Witten übergegangen war, und dem die Schule ein gutes Andenken wahren wird.

Am 17. Juni fand ein Tagesaus flu g der ganzen Schule in acht Abteilungen unter Führung der Klassenlehrer statt, der zum grössten Teil aus tüchtigen Fussmärschen bestand; nur für weitere Ziele wurden Bahn oder Leiterwagen benutzt. Die Sekunden besuchten den Heldrastein, Creuzburg, Trefturt und den Normannstein, die Obertertien Spangenberg, den Ahlheimer und Rotenburg, die Untertertien den Meissner, Grossalmerode und den Bilstein, die Quarten und Sexten getrennt das Höhenholz und Allendorf, die Quinten Grossburschla, den Heldrastein, Treffurt, den Normannstein, die Adolfsburg und Kleintöpfer, die Vorschule endlich marschierte zum Wolfsbrunnen bei Schwebda.

Vom 2. 4. Juli nahmen die Friedrich-Wilhelms-Schüler in gewohnter Weise an dem Johannisfest teil, am Maiengang den Sonnabend, am Umgang und Tanz auf dem grossen Werdchen den Sonntag und Montag.

Das Sedanfest wurde am 2. September, wie in früheren Jahren, unter der Teil- nahme der Angehôrigen der Schüler durch einen Ausmarsch der ganzen Schule nach dem Schlierbach begangen. Die Feier im Walde nahm folgenden Verlauf. Der Schülerchor sang das deutsche Bundeslied»Alles schweige«; vier Schüler trugen vor: Gustav Tellg- mann aus Gymnasial-Sexta»Des deutschen Knaben Tischgebet« von Kärl Gerok, Walther Voigt aus der ersten Vorschulklasse»Deutscher Rat« von Robert Reinick, Alfred Schäfer

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