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18. 8. 1887. K. Pr. Schulk. genehmigt die Erhöhung des Schulgeldes für Tertia auf 90 Mark.
12. 11. 1887. K. Pr. Schulk. erteilt dem Direktor die Genehmigung zur Annahme der Wahl als Beisitzer des Diözesan-Synodal-Vorstandes und als Abgeordneter für die Gesamtsynode.
2. 12. 1887. K. Pr. Schulk. verfügt: Schüler, welche nach 1jährigem Besuche der Unter- Sekunda(resp. Ib real.) das Militärzeugnis nicht erhalten haben, dürfen dasselbe auch nach einem weitern halben Jahr nur dann erhalten, wenn sie nicht nur das für das letztere, sondern das für die ganze Dauer der U-II vorgeschriebene Lehrziel erreicht haben, was erforderlichen Falles durch eine besondere Prüfung festzustellen ist.
28. 1. 1888. Der Herr Minister stellt zur Beseitigung von Zweifeln fest, dass die beiden ersten Lehrerstellen der Anstalt etatsmässige Oberlehrerstellen sind.
3. 2. 1888. K. Pr. Schulk. genehmigt, dass der kathol. Religionsunterricht in den Anstaltsräumen erteilt werde.
III. Chronik.
Zunächst ist hier zur Chonik des Jahres 1886/87 nachzutragen, dass der mit dem 1. April ausgeschiedene Oberlehrer Eichler durch Verleihung des Roten Adlerordens 4. Kl. ausgezeichnet wurde. Die Insignien derselben wurden ihm am 14. April durch den Unterzeichneten überreicht, der zugleich beauftragt war, dem scheidenden Amtsgenossen die Anerkennung des Kgl. Prov.-Schul- kollegiums auszusprechen.—
Das neue Schuljahr begann am 18. April. Mit demselben Tage traten die Kandidaten des höheren Schulamts Herr Dr. Albert Krull aus Lutterhausen und Herr Albert Meister aus Bisch- hausen ein, ersterer zur Versehung der durch Abgang des Oberlehrers Eichler und Aufrücken der übrigen ordentlichen Lehrer erledigten letzten ord. Lehrerstelle, letzterer zur Vollendung des pädagog. Probejahres, welches er am K. Gymnasium zu Hadamar begonnen hatte, füùr die erste Zeit auch zur Vertretung des zu einer 8-wöchentlichen militärischen Dienstleistung einberufenen ord. Lehrers Dr. Ritter.
Am 15. Mai verliess uns der wiss. Hilfslehrer Dr. Rudolph, welcher auch nach Vollendung seines Probejahres an der Anstalt verblieben war, um die Vertretung eines beurlaubten Lehrers am Realprogymnasium in Limburg zu übernehmen.
In den Tagen vom 17.—19. Mai hatten wir die Freude, den Verein von Lehrern an den höheren Unterrichtsanstalten der Provinz Hessen-Nassau bei uns zu begrüssen, welcher hier seine 13. Jahresversammlung abhielt. Etwa 60 auswärtige Teilnehmer hatten sich zu derselben eingefunden, darunter Herr Prov.-Schulrat Dr. Lahmeyer, und an dem geselligen Teil der Tagesordnung beteiligten sich auch in erfreulicher Weise zahlreiche Bewohner der Stadt, denen wir auch für freundliche Bereitstellung von Privatwohnungen an dieser Stelle danken wollen. Der ganze Verlauf des Festes lässt uns hoffen, dass es bei seinen Teilnehmern eine freundliche Erinnerung hinterlassen habe.
Eine kleine Störung im Schulbetriebe verursachte es, dass Herr Dr. Krull vom 25. Juni an zu einer militärischen Ubung einberufen war, die indessen zum Glück grösstenteils in die Ferien fiel.


