Jahrgang 
1873
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Oktava. Ordinarius: Im Sommer: Lehrer Herkurth, im Winter: Lehrer Klaus.

1) Religion. 3 St. Einige leichte Geſchichten des alten und neuen Teſtaments(Schöpfung, Abraham und Joſeph, Jugendgeſchichte, Wunder und Tod Jeſu). Die zehn Gebote ohne Luthers Erklärung.

2) Deutſch. 9 St. Fließendes Leſen deutſcher und lateiniſcher Schrift in der Fibel und im Leſebuche, Paulſieck 1. Abtheilung, Erzählungen, Fabeln, Märchen, Sagen, Legenden und Beſchreibungen; Dekla⸗ mation einiger Gedichte, Uebungen im Rechtſchreiben.

3) Rechnen. 5 St. Die vier Species im Zahlenraum von 1 100; Diviſion mit einſtelligem Di⸗ viſor. Kleines Einmaleins. 3

4) Schreiben. 4 St. Die erſten Henze'ſchen Schreibhefte, deutſch und lateiniſch.

Der Unterricht im Geſang wurde in drei Abtheilungen ertheilt. In der letzten Abtheilung VIII. u. VIl. wurden 10 Choralmelodien und 10 Volksgeſänge eingeübt. 1. St. Lehrer Kranz. Die zweite Abtheilung, der kleine Chor, aus den Schülern der V. u. VI. gebildet, übte ebenſoviel neue Choräle und Volksmelodien, die Dur-Tonleiter und den Dreiklang innerhalb einer Octave u. empfing Belehrungen über Takt und Pauſen. 2 St. Sommer: Lehrer Herfurth, Winter: Lehrer Claus. Im großen Chor, aus den beſten Sängern der ganzen Anſtalt beſtehend, fortgeſetzte Belehrung über die Tonarten, Tonleitern, Inter⸗ valle, Schlüſſel ꝛc., mehrſtimmiger Geſang(Choräle, Lieder, Motetten, Cantaten). 2 St. Organiſt Heinzerling.

Der Turn⸗Unterricht wurde in drei Abtheilungen ertheilt, deren jede wöchentlich 2 Stunden Unterricht empfing; außerdem hatten die Vorturner nöchentlich eine beſondere Stunde. Den Unterricht leitete im Sommer Schmidt, im Winter Dr. Möſta und in der dritten Abtheilung Lindow.

Themata zu den freien deutſchen, franzöſiſchen und engliſchen Aufſätzen.

1) Deutſche Themata. A. Prima.

Der Gebrauch des Eiſens. Warum iſt die Beſcheidenheit beſonders der Jugend zu empfehlen? Noth entwickelt Kraft. Welche Bedeutung haben unſere Sinnesorgane für unſer Daſein? Der Strom, ein Bild des menſchlichen Lebens. Der Menſch, der Herr der Erde. Schlaf und Tod. Der Winter. Welcher Ge⸗ winn erwächſt uns aus einem vertrauten Umgange mit der Natur? Warum iſt es gut, daß nicht alle unſere Wünſche erfüllt werden?

B. Secunda.

Die Schlacht bei Thermopylä. Die Zerſtörung Karthagos. Die Schlacht bei Roßbach. Die Zerſtö⸗ rung Trojas. Die Entdeckung Amerikas. Karl der Große. Rudolph von Habsburg. Ein Brief. Der Arbeitſame. Blinder Eifer ſchadet nur.(Chrie.) Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meiſter loben; Doch der Segen kommt von oben. Mutter Thamm. Gutes gewollt mit Vertrau'n und Beharrlichkeit führet zum Ausgang. Allen gefallen bedarf Kunſt. Napoleon im Kreml, nach 8égur. Die ſittliche Grundlage der Balladeder wilde Jäger. Wozu der Menſch die Steine gebraucht.

. 0. Gymnaſial⸗Tertia. Der Sonntag in der Stadt. Walther und Hildegunde. Einladung an einen Freund zum Be⸗

ſuch während der Pfingſtferien. Der Ring des Polykrates. Beſchreibung der Turnfahrt der Anſtalt. Die 2*