Jahrgang 
1930
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mittage wurden regelmäßig durchgeführt. Doch mußte vorübergehend in den Klassen IIarg, IIIurg, IIIg, IIig, II2g der Spielunterricht ausfallen, weil der Fachlehrer zur Deckung ander- weitigen Unterrichts herangezogen wurde. Die Turnreifeprüfung wurde der Reifeprüfungs- ordnung entsprechend in 2 Teilen durchgeführt. Die Herbstprüfung in den volkstümlichen Uebungen fand am 20. September 1920 statt. Die Frühjahrsprüfung am 27. Februar 1930 um⸗ faßte Uebungen der Körperschule und Pflichtübungen an Reck, Barren und Pferd. Für den Turnunterricht wurden beschafft: ein Rundlauf, eine Garnitur Ringe, und ein Hülsenredk mit Stange; für den Spielunterricht 12 Grenzfahnen mit Stahlspitze. Außerdem wurde für die erste Hilfe bei turnerischen Unfällen ein Verbandskasten aufgestellt. Dr. Schranz.

II. Die Lehrer.

a. Veränderungen im Lehrkörper, Teilnahme an Kursen und Tagungen.

Mit Beginn des Schuljahres wurde Studienrat Hartmann, der gegen Ende des vorher- gehenden Schuljahres erkrankt war, bis zur Wiederherstellung seiner Dienstfähigkeit beurlaubt. Mit dem 1. Oktober 1920 schied er, ohne seinen Unterricht an der hiesigen Anstalt wieder aufgenommen zu haben, aus dem Lehrerkollegium aus und trat in den Dienst des staatlichen Gymnasiums in Rinteln über. Ein Vertreter konnte zunächst nicht gestellt werden, das Lehrer- kKkollegium übernahm die Vertretung. Nach den Sommerferien wurde der bisher am Gymnasium in Rinteln beschäftigte Studienassessor Dr. Alfred Boecken zur Vertretung Hartmanns über- wiesen. Dieser schied mit dem Ende des Sommerhalbjahres durch Versetzung an das Gymnasium in Oberlahnstein wieder aus, da in die Stelle Hartmanns im Tauschwege der bisherige Studienrat am Rinteler Gymnasium Dr. Ernst Voltz berufen wurde. Mit Wirkung vom 1. April 1920 wurde ferner der seit Ostern 1921 ununterbrochen hier tätige Studienassessor Ferdinand Müller zum Studienrat ernannt und ihm eine aus einer planmäßigen Assessorenstelle neugeschaffene Studienrats- stelle übertragen. Der Gesundheitszustand im Lehrkörper ließ im Berichtsjahre sehr zu wünschen übrig. Studienrat Fenner erkrankte in den Sommerferien an seinem früheren Leberleiden und mußte sich erneut einer Operation unterziehen; eine fünfwöchentliche Kur in Bad Hom- burg schloß sich an, während der er vom Lehrerkollegium vertreten wurde. RNuch nach der Wiederaufnahme des Dienstes blieb er in einigen Stunden durch das übrige Kollegium ent- lastet. Die gleiche Entlastung erforderte während des ganzen Winterhalbjahres der Gesund⸗ heitszustand des neuen Kollegen Dr. Voltz, der ebenfalls nach einer schweren Leberoperation stark schonungsbedürftig war. In den Monaten Februar und März mußte er wegen seines Leidens und einer starken Erkältung fast vier Wochen vom Kollegium vertreten werden. Auch mehrere andere Lehrer waren im Winterhalbjahr genötigt, wegen Erkrankung, meist jedoch nur auf kurze Zeit, dem Dienst fern zu bleiben. Für die Zeit vom 10.20. Juni war Studien⸗ assessor Fett als Geschworener für eine Schwurgerichtsperiode nach Limburg einberufen. Seinen Unterricht übernahm das übrige Kollegium.

An folgenden Lehrgängen und Tagungen nahmen Nitglieder des Lehrkörpers teil: Studienrat Dr. Schranz am 3. und 4. Mai an einem Lehrgang für Volksturnen in Frankfurt am Main; Studienrat Dr. Schott vom 23. bis 28. September am Philologentag in Salzburg; der Direktor und der Oberstudienrat vom 9. bis 11. Januar 1930 an der dritten amt- lichen Direktorenversammlung in Wiesbaden; ferner folgte das gesamte Kollegium einer Ein- ladung derReichszentrale für Heimatdienst, die am 1. Februar hierselbst eineStaatsbürger- liche Bildungstagung abhielt; an dieser nahmen auch die Klassen UII I geschlossen teil.

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