Lateinische Arbeit: Uebersetzung von Plinius epist. VII, 27, 1—11(mit Kürzungen): Plinius der Jüngere erzählt eine Gespenstergeschichte.
Griechische Arbeit: Uebersetzung von Plutarch, Kamillos c. 17, z. T.: Das Recht des Stärkeren.
Hebräische Arbeit: Uebersetzung und gram. Erklärung. Von 1. Mose 3, 11—15.
Mathematische Arbeit: 1. Wie lang ist in Dillenburg der Schatten eines 15 m hohen Mastes am 21. März morgens um 10 Uhr?(Sphärische Trigonometrie) 2. jemand bekommt aufgrund eines Vertrags 20 jahre lang halbjährlich vorschüssig 900 RM. Auf welche sofort zahlbare Abfindungssumme hätten sich die Parteien auch einigen können? Zinsfuß 0%.(Zinses⸗ zins- und Rentenrechnung). 3. Welches ist der kleinste gerade Kegelstumpf, der sich einer Kugel vom Radiuser umbeschreiben läßt.(Stereometrie und Differentialrechnung).
Ein vor der Prüfung erkrankter Schüler erhielt nach seiner Wiederherstellung besondere Aufgaben.
g. Die Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.
1. Zeichen⸗ und Kunstunterriclt.
Er wurde im Sinne der„Richtlinien“ und im Anschluß an den durch diese festgelegten Lehrplan erteilt. CIlrich.
2. Gesang⸗ und Musikunterricht.
Unterstufe VI u. V(je 2 Std. wöchentlich). Die Lehraufgaben waren die gleichen wie im Vorjahre.
Mittel⸗ und Oberstufe IVY—l: Von den 4 für die Musikpflege lehrplanmäßig vorge- sehenen Stunden wurden 3 für den gemischten Schülerchor verwendet. Folgende Tonsätze wurden eingeübt: 1. Abendchor aus„Nachtlager von Granada“ von Kreutzer. 2. Abschied vom Walde, von Mendelssohn⸗Bartholdy. 3. Wanderlust, von Abt. 4. Lob der Faulheit, von Jos. Haydn. 5. Der lustige Wandrer, von Daubitz. O. Stille Nacht, von Fr. Gruber. 7. Es ist ein Ros' entsprungen, Mel. aus dem 16. Jahrh. 8. Glückauf, Volksweise aus dem Harz. 9. Nun ertönt die Abschiedsweise, von Isemann. 10. Lenzes Ankunft, von Dürner. 11. Festgesang aus„Iphigenie in AXulis“ von Chr. W. Gludc.
Eine Stunde stand der Pflege der Instrumental-Musik zur Verfügung. Es beteiligten sich etwa 30 Schüler, meist Violinspieler, an den Uebungen. Es wurden in der jüngeren Gruppe folgende Tonsätze durchgearbeitet: 1. Petersburger Marsch. 2. Reigen seliger Geister aus„Or- pheus“ von Chr. W. Gluck. 3. Coburger Marsch. 4. Menuett, von W. A. Mozart. 5. Vorkscher Marsch 1813. 6. Serenade, von Jos. Haydn. 7. Preußenmarsch mit Deutschlandlied.
Die ältere Gruppe, die meist an freien Nachmittagen unter Leitung des Oberprimaners Dierick übte, arbeitete folgende Stücke durch: 1. Ouvertüre zur Oper„Martha“ von Flotow. 2. Ouvertüre zur Oper„Im Reiche des Indra“ von Linke. 3. Intermezzo aus der Oper „Cavalleria Rusticana“ von Mascagni. 4. Paraphrase über„Ein Vöglein sang im Lindenbaum“ von Eberle. 5.„Vögleins Abendlied“, von Richards. 6. Ständchen, von Heykens. 7. Walzer, von Waldteufel. 8.— 13. Verschiedene Märsche.
Der Unterricht namentlich im Chorgesang litt seit den letzten Sommerferien besonders an dem durch den Umbau verursachten Mangel an einem für den Gesamtchor genügend großen Unterrichtsraum. Welcker.
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