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Freie perſpektiviſche Uebungen in Innenräumen und im Freien. Uebungen im Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Im Sommer beteiligten ſich 9, im Winter 4 Schüler. Willgerodt.
D. Schreiben.
VI(2 St.) und V(2 St.). Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets. Uebungen im Schön⸗ ſchreiben nach Vorſchreiben an der Wandtafel.
IV, IIIB IIIA(1 St.) Takt⸗ und Schönſchreibeübungen. Willgerodt und Höfer.
II. Wahlfreier Anterricht.
Am H ebräiſchen nahmen teil im Sommer: li: 4, l2: 5, IIi: 3 5 5„„„ Winter: Ii.: 4, Iz: 4, IIt: 3. Am Engliſchen nahmen teil im Sommer: li: 5, le: 4, IlIi: 6. 3 7„„„ Winter: l1: 5, 12: 3, II4. 4. Am Erſatzunterricht für das Griechiſche nahmen teil im Sommer 14. 77* ÄI If 1 Winter 1 3. und zwar im Sommer aus: III2: 8, IIli: 4, II2: 2. „„„ Winter aus: IIIz: S, III: 4, IIi: l. Am wahlfreien Zeichnen nahmen teil im Sommer aus: ls: 1, Ilt: 2, IIz: 4. „ 7 5 4„„ Winter aus: ls: 1, III: 1, II2: 2.
Aus ſeinen perſönlichen Anſchauungen und Erfahrungen heraus möchte der Direktor an dieſer Stelle noch folgendes bemerken. Er hält es im Sinne der ſtaatsbürgerlichen Erziehung nicht für ausreichend, den Schüler über die ſtaatlichen und wirtſchaftlichen Verhältniſſe der Gegenwart zu unterrichten, ſondern in ähnlicher Art, wie z. B. der naturwiſſenſchaftlich⸗mathematiſche Unterricht mit der Technik und mit den Fortſchritten der Gegenwart bekannt macht, ſo ſollte auch der geſamte andere Unterricht Beziehung zum modernen Leben ſuchen. Nur dann, wenn die Schule das Leben der Gegenwart für ihr eigenes inneres Leben wirkſam macht, kann ſie in Wahr⸗ heit eine Vorbereitung für das Leben ſein. Mit Lebensgeiſt ſoll darum der Unterricht durchdrungen ſein. Daher muß— natürlich nach dem Stande ſeiner Faſſungskraft— der Schüler der Oberſtufe Kenntnis erhalten auch von dem inneren Weſen unſerer Zeit, ihrem Seelenleben, ihrem Kämpfen und Ringen. Die Schule ſoll daher beſtrebt ſein, die Elemente einer Lebenskunde mit⸗ zugeben; ſie ſoll in wahrhaft reinem und edlem Sinne aufklärend wirken und die Jugend anleiten zur ſelbſtändigen Erringung einer geſunden Lebensanſchauung, der wichtigſten Grundlage einer praktiſchen Lebensphiloſophie, namentlich in Bezug auf körperliche und geiſtige Hygiene, und einer praktiſchen Ethik. So gaben einſt die Römer ihren Kindern eine ratio bene beateque vivendi ins Leben mit. Eine ſolche„Philoſophie für das Leben“,— um mit dem alten J. J. Engel zu reden— iſt eine notwendige Ergänzung des chriſtlichen Religions⸗ unterrichts.— Wie der Direktor dies im einzelnen meint und praktiſch in ſeinem Unterricht auch ausführt, darüber hofft er bald an anderer Stelle ſich näher ausſprechen zu können.


