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Unter-Prima.
Themata der deutſchen Aufſätze: 1. Welcher Vorgang im 17. Geſang der Ilias kann dem Künſtler der Pasquinogruppe vorgeſchwebt haben? 2. Aus welchen Gründen mußte Luther den Grundſatz: cuius regio, eius religio für unſittlich halten? 3. Der Grundgedanke der Horaziſchen Ode: sic te diva potens Cypri und die moderne Weltanſchauung. 4. In welchen weſentlichen Fragen unterſcheidet ſich die Politik Ottos J. von der ſeines Vaters?(Kl.⸗Arb.) 5. Welches Bild von Klopſtocks Leben haben wir aus der Beſprechung ſeiner Oden gewonnen? 6. Si vis pacem, para bellum(Kl.⸗Arb.). 7a. Wie gibt der Dichter eine Vorſtellung von körperlicher Schönheit?(Nach Leſſings Laokoon.) b. Vom Feuer des Schauſpielers.(Nach Leſſings Dramaturgie.) 8. Daß wir Menſchen nur ſind, der Gedanke beuge das Haupt dir, doch daß Menſchen wir ſind, richte dich freudig empor(Kl.⸗Arb.).
Ober-Sekunda.
Themata der Aufſätze: 1. H. A. Pflug und Schwert.(Eine Vergleichung.) 2. Kl. A. In⸗ wiefern haben ſich die in Schillers„Lied von der Glocke“ geſchilderten geſellſchaftlichen Zuſtände ge⸗ ändert? 3. H.⸗A. Wie ſucht Vergil die Flucht des Aeneas aus Troja zu rechtfertigen? 4. Kl. A. Welche Empfindungen erweckt in uns das Auftreten Hagens im Nibelungenliede? 5. Kl. A. Die zweite griechiſche Koloniſation. 6. H. A. Amicus certus in re incerta cernitur. 7.(Kl⸗Arb.) Warum konnte Riccaut nicht der Freund eines Tellheim ſein? 8. H. A. Der erſte Geſang von„Hermann und Dorothea“ als Expoſition.
4. Teechniſeher Unterricht.
A. Turnen.
Es beſtanden 6 Abteilungen(je 3 St.). Während des Sommers wurden die Turnſtunden, wenn es die Witterung erlaubte, auf dem 10 Minuten vom Gymnaſium entfernten, etwa 7500 qm großen, von der Stadt gepachteten Spielplatz abgehalten, mit volkstümlichen Uebungen(Freihoch⸗, Freiweit⸗, Drei⸗und Stabſprung, Wettlaufen, Lanzen⸗, Diskus⸗ und Schleuderballwerfen, Kugelſtoßen und ſchocken), ſowie Turnſpielen(Barlauf, Schlag⸗-, Schleuder-, Fauſt⸗, Feld⸗, Fußball u. a.). Auch für Ordnungsübungen in militäriſcher Form bot die Fläche Gelegenheit.— Im Winter trat das Turnen in der Halle in den Vordergrund; doch wurden auf dem Hofe einzelne Spiele, wie Barlauf, Fauſtball und Grenzball geübt. In der Halle wurden Ordnungs-, Frei-, Eiſenſtab⸗ und Hantel⸗ übungen vorgenommen und, vom Leichten zum Schweren fortſchreitend, alle Geräte in den Uebungs⸗ kreis gezogen.
6 Vom Turnunterricht waren auf Grund ärztlichen Zeugniſſes befreit im Sommer 24(von der Geſamtzahl 10,5%), im Winter 23(10,6%).
Gelegenheit zum Baden iſt den Schülern in der Schramm'ſchen Flußbadeanſtalt, zum Schlitt⸗ ſchuhlaufen auf der ſtädtiſchen Eisbahn geboten. Höfer, Bahmer, Heintz.
B. Geſang.
VI und V kombiniert(2 St.). Das Wichtigſte aus der allgemeinen Geſanglehre. Melodiſche, rythmiſche und dynamiſche Uebungen. Choräle, ein⸗ und mehrſtimmige geiſtliche, Volks⸗ und Vaterlandslieder im Chor⸗ und Einzelgeſang. Höfer.
Chorgeſang. Alle Klaſſen komb.(3 St.). geiſtliche Lieder, Motetten, Volks⸗, Kunſt⸗ und patriotiſche Geſänge. Der Tenor und Baß, ſowie der Sopran und Alt haben wöchentlich je eine Geſangſtunde zur Vorbereitung für den Chorgeſang. Höfer.


