Jahrgang 
1910
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ſondern der Schüler ſelbſt wegen da, nicht um ſie ohne Grund einzuſchränken und ihrer Freiheit zu berauben, ſondern um ſie vor gefährlichen Abwegen zu behüten und ſie rechtzeitig zu ihrem Ziele zu führen. Wenn alle Schüler wüßten, was ihnen Nutzen und Schaden bringt, und darnach handelten, brauchten wir keine Schulordnung mehr.

d. Um ein gedeihliches Zuſammenwirken von Schule und Haus zu fördern, haben ſämt⸗ liche Lehrer der Anſtalt beſtimmte, den Schülern bekannt gegebene Stunden angeſetzt, in denen ſie in ihrer Wohnung, evtl. im Gymnaſium, für die Eltern zu ſprechen ſind. Eine vorherige kurze Anmeldung iſt wünſchenswert, namentlich wenn die Eltern Erkundigungen einziehen wollen, zu denen eine vorausgehende Beſprechung des Herrn Klaſſenlehrers mit den anderen Herren nötig erſcheint. Der Direktor iſt in der Regel von 1112, gegebenenfalls auch 34 in ſeinem Amts⸗ zimmer zu ſprechen; es iſt ſein aufrichtiger Wunſch, in möglichſt regen Verkehr mit den Eltern zu treten, um über die wichtigſten Erziehungsfragen perſönlich mit ihnen zu verhandeln. U. a. ſind die auswärtigen Schüler verpflichtet, bei der Wahl oder dem Wechſel der Wohnung die vor⸗ herige Genehmigung des Direktors einzuholen. Jedem Wunſche der Eltern um perſönliche Rück⸗ ſprache wird der Unterzeichnete bereitwillig entgegenkommen; aber auch er bittet um vorherige An meldung..

Der Rönigliche Gymnaſial-Direktor:

Prof. Dr. Endemann.