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unter dem Vorſitze des Königlichen Kommiſſars und Provinzialſchulrats Herrn Prof. Dr. Baier ab gehalten. Die Abiturienten wurden am 16. September von dem Direktor entlaſſen.— Die ſchriftliche Prüfung der am Erſatzunterrichte teilnehmenden Schüler der IIB fand am 6. und 8. September, die mündliche Schlußprüfung am 13. September d. J. unter dem Vorſitz des Direktors ſtatt.
Die Herbſtferien dauerten vom 1. bis 16. Oktober.
Am 17. Oktober begann der Unterricht des Winterhalbjahrs, und zwar vormittags um 8 Uhr.
Der Lehrer a. G. George wurde zur Teilnahme an einem in Berlin ſtattfindenden Kurſus für Zeichenlehrer für die Zeit von Anfang November bis Ende März beurlaubt.
Am 20. Dezember 1905 ſtarb der Oberlehrer Dr. Witthöft zu Wildau bei Berlin. In einer Trauerandacht am 23. Dezember gedachte der Direktor in ehrenden Worten der trefflichen Charaktereigenſchaften und der Verdienſte des Verſtorbenen um die Anſtalt, deren Lehrer und Schüler ihm ein freundliches und dankbares Andenken bewahren werden.
Freitag, den 22. Dezember, wurde eine gemeinſame Weihnachtsandacht abgehalten.
Die Weihnachtsferien dauerten vom 24. Dezember 1905 bis zum 8. Januar 1906.
Der Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers wurde am 27. Januar 1906, vormittags 11 Uhr, durch eine Schulfeier mit Geſängen und Deklamationen begangen; die Feſtrede hielt Oberlehrer Dr. Altenburg; er ſchloß mit einem Hoch auf Se. Majeſtät, in das die Verſammlung begeiſtert ein ſtimmte. 3 Am 27. Februar 1906, vorm. 11 Uhr, wurde eine aus Geſängen und Deklamationen beſtehende öffentliche Schulfeier veranſtaltet aus Anlaß der ſilbernen Hochzeit des Kaiſerpaares; die Feſtrede des Direktors klang aus in ein begeiſtert aufgenommenes Hoch auf beide Majeſtäten.
Die ſchriftliche Reifeprüfung für den Oſtertermin fand vom 5. bis 9. Februar ſtatt. Die mündliche Reifeprüfung wurde am 26. und 27. März unter dem Vorſitze des Königl. Kommiſſars und Provinzialſchulrates Herrn Prof. Dr. Baier bezw. des Direktors abgehalten.
Die ſchriftliche Prüfung der am Erſatzunterrichte teilnehmenden Schüler der IIB fand am 20., 21. und 22. März, die mündliche Schlußprüfung am 28. März unter dem Vorſitz des Direktors ſtatt
Die Abiturienten wurden am 28. März vom Direktor entlaſſen.
Der Unterricht wurde am 7. April geſchloſſen und die Schüler nach dem Empfang der Zeugniſſe in die Oſterferien entlaſſen, die bis zum 23. April dauern.
Ein beklagenswerter Unfall hat die Anſtalt getroffen durch den am 24. März ds. Irs. erfolgten Tod des Untertertianers Bernhard Möbus aus Oberſcheld. Durch die verhängnisvolle Spielerei eines Mitſchülers mit einem Teſching hat er ſein junges Leben verlieren müſſen. Dem wegen ſeiner Beſcheidenheit und Strebſamkeit beliebten Knaben gaben die Lehrer und Schüler der Anſtalt das letzte Geleite.
Der Geſundheitszuſtand war zufriedenſtellend. Von den Lehrern war außer Dr. Witthöft der Direktor für mehrere Wochen zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit beurlaubt. Im übrigen kamen nur leichtere Erkrankungen bei einzelnen Mitgliedern des Lehrerkollegiums vor, die meiſtens in einigen Tagen behoben waren und erhebliche Störungen des Unterrichts nicht zur Folge hatten.
Beurlaubt war: Prof. Noll vom 13. bis 24. Juni zur Teilnahme an einem archäologiſchen Ferienkurſus in Bonn-Trier und zum Schwurgericht in Limburg vom 26.—28. Juni 1905.
Wegen Hitze fiel der Unterricht an zwei, zum Zwecke des Schlittſchuhlaufens an einem Nach— mittage aus.


