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III. Auszüge aus den Verfügungen der vorgeſetzten Behörden.
28. April 1905. J.⸗Nr. S. 4291(Miniſt.⸗Erlaß vom 26. April U II. 11200) Prof. Dr. Hofmann vom Realprogymnaſium in Ems wird als Oberlehrer an das Gymnaſium zu Dillenburg berufen.
30. April 1905. S. 4161. Dem erkrankten Oberlehrer Dr. Witthöft wird der nachgeſuchte Urlaub bis Ende des Sommerſemeſters, ſpäter(11. Okt. S. 10500) bis Ende März bewilligt.
29. April 1905. S. 4307. Der Probekandidat Dr. J. Rack wird der Anſtalt zur Vertretung des Oberlehrers Witthöft überwieſen.
8. Juli 1905. S. 7401. Zur Ablegung der Reifeprüfung am Herbſttermin werden der Anſtalt 7 bezw. 9 Extraneer überwieſen.
16. September 1905. S. 9029. Dem Direktor wird zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit ein Urlaub vom 18. September bis 23. Oktober d. J. bewilligt.
30. Oktober 1905. S. 11071. Die von der Geſellſchaft für deutſche Erziehungs und Schulgeſchichte herausgegebenen„Mitteilungen“ werden zur Anſchaffung für die Lehrerbibliothek nachdrücklich empfohlen.
2. November 1905. S. 11450. Der Vorſchlag, die Vertretung des Lehrers a. G. George dem Lehrer a. G. Höfer(Kaſſe und Zeichenunterricht) und den Volksſchullehrern Knauf, Metz und Weisgerber zu übertragen, wird genehmigt.
31. Januar 1906. S. 1226. Von dem Herrn Miniſter wurde dem Oberlehrer Juſtus Noll der Charakter als Profeſſor verliehen.
IV. Chronik des Gymnaſiums.
Das Schuljahr begann Montag, den 1. Mai, mit der Aufnahmeprüfung. Der Unterricht nahm am Dienstag, den 2. Mai, ſeinen Anfang.
Zur Vertretung eines erkrankten Lehrers war der Anſtalt überwieſen: der Kandidat Dr. Rack. Außerdem trat in das Lehrerkollegium ein Prof. Dr. Hofmann.*
Am 10. Juni unternahmen die einzelnen Klaſſen Ausflüge nach dem Weſterwald, Marburg, Laasphe, Saalburg, Drachenfels und Koblenz, Braunfels, Hohlenfels und Schaumburg.
Die Pfingſtferien dauerten vom 11.—14. Juni.
Die patriotiſchen Gedenktage an die beiden erſten Kaiſer Wilhelm J. und Friedrich IllI 15. Juni, 18. Oktober, 9. März und 22. März) wurden in den einzelnen Klaſſen begangen.
Die Sommerferien dauerten vom 9. Juli bis 7. Auguſt.
Der Sedantag wurde durch eine aus Deklamation, Geſängen und der Rede eines Schülers beſtehende Schulfeier begangen. Der gemeinſame Ausflug am Nachmittag zur Kaiſerlinde mußte der Witterung wegen aufgegeben werden.—
Die ſchriftliche Reifeprüfung für den Herbſttermin fand vom 23. bis 26. Auguſt ſtatt. Die mündliche Prüfung der Extraneer wurde am 14. September, die der Schüler der Anſtalt am 15. Sept.
*) Wilhelm Hofmann, geb. 20. Jan. 1857 in St. Goarshauſen am Rh., evangel. Konfeſſion, abſolvierte Oſtern 1875 das Gymnaſium zu Oldenburg und ſtudierte klaſſiſche Philologie und Geſchichte an den Univerſitäten Jena, Berlin und Siraßburg. 1880 erwarb er in Straßburg auf Grund einer Diſſertation: de iurandi apud Athenienses formulis den Titel eines Dr. phil. und beſtand 16. Juli 1881 die Staatsprüfung. Nach Abſolvierung des Probe⸗ jahres und einer halbjährigen Tätigkeit als Hilfslehrer am Gymnaſium zu Wiesbaden wurde er 1. Mai 1883 Ober⸗ lehrer am Realprogymnaſium in Ems. Der Profeſſortitel wurde ihm am 6. Juli, der Rang der Räte IV. Klaſſe am 21. September 1901 verliehen.


