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Deutſch(3 St.) Nibelungenlied, teilweiſe im Urtext. Ausblick auf die nordiſchen Sagen. Mittel⸗ hochdeutſche Epiker und Lyriker, beſonders Walter von der Vogelweide. Goethe, Hermann und Dorothea. Egmont und Götz von Berlichingen(privat). Schiller, Abfall der Niederlande, ſeine kulturgeſchichtlichen Gedichte und„Der Spaziergang.“ Ausgewählte Stellen wurden auswendig
gelernt. Poetik im Anſchluß an die Lektüre.— Vorträge der Schüler über ausgewählte Themata. Stiliſtiſche Belehrungen im Anſchluß an die ſchriftlichen Arbeiten. Noll.
Themata der Aufſätze: 1. Welche Vorteile bietet die gemäßigte Zone ihren Bewohnern? 2. Wie wird im Nibelungenliede eine mittelalterliche Heerfahrt geſchildert?(Kl. A.) 3. Welchen Anteil haben die Athener an der Beſiegung der Perſer? 4. Inwiefern heißt es im Nibelungenliede mit Recht:„vater aller tugende lac an Rüdegere tot?“ 5. Welche Umſtände erſchwerten dem Metellus den Kampf mit Jugurtha?(Kl.⸗A.) 6. Welchen Einfluß hat der Pfarrer auf den Gang der Handlung in„Hermann und Dorothea“? 7. Ans Vaterland, ans teure, ſchließ dich an, das halte feſt mit deinem ganzen Herzen! 8. Wie erklärt es ſich, daß die Römer nach ſo manchen Niederlagen im zweiten puniſchen Kriege ſchließlich doch die Sieger waren?(Kl.⸗A.)
Latein(7 St.) Lektüre(5 St.) Sallust, bell. Jugurth.— Cicero, in Catilinam III u. IV, pro Sex. Roscio Amerino.— Livii ab urbe condita lib. VII, VIIl und IX(mit Auswahl).
Vergil Aen. VII— XII(mit Auswahl), ergänzt durch Erzählung. Ausgewählte Stellen wurden auswendig gelernt.
Grammatik(2 St.) Mündliche und ſchriftliche Uebungen im Anſchluß an Oſtermann⸗ Müller für Oberſekunda.— Auswendiglernen von Phraſen aus Oſt.⸗Müller für II u. I(Nr. 1— 400) und ſtiliſtiſcher Wendungen aus der Grammatik von Müller. Wiederholung wichtiger Abſchnitte der Grammatik. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Ueberſetzung ins Lateiniſche, gelegentlich eine Ueber⸗ ſetzung ins Deutſche. Noll.
Griechiſch(6 St.) Grammatik(1 St.): Wiederholungen aus der Formenlehre. Syntax: Tempora und Modi. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Ueberſetzung ins Deutſche, abwechſelnd mit einer ſolchen ins Griechiſche.
Lektüre(5 St.) Xenophont. commentarii(mit Auswahl). Einige Stellen aus Xenophons Memorabilien. Herodot, Auswahl aus Buch VI—IX. Homer Odyssee, Buch VII— XXIII(mit Auswahl). Einige Stellen wurden auswendig gelernt. Lorch.
Franzöſiſch(3 St.) d'Hérisson, journal d'un officier d'ordonnance. Molière, L'avare. Durch⸗ nahme einzelner grammatiſcher Abſchnitte; alle 14 Tage ein Skriptum. Konverſationsübungen. Rack. Hebräiſch(2 St.) Das Wichtigſte aus der Elementarlehre, Flexion der ſtarken und ſchwachen Verbalwurzeln, Verbum mit Suffixen.(Grammatik von Hollenberg.) Kegel. Engliſch(fakult. 2 St.) Induktive Aneignung der wichtigſten Regeln über Ausſprache, Formenlehre und Syntax nach Deutſchbein, Kurzgefaßte engliſche Grammatik und Uebungsbuch. Nack. Geſchichte und Erdkunde(3 St.) Griechiſche und römiſche Geſchichte bis zum Ende der Regierung des Auguſtus nach Neubauer. Wiederholungen aus der deutſchen Geſchichte. Geographiſche Wieder⸗ holungen. Zülch. Mathematik(4 St.) Abſchluß der Planimetrie nebſt Konſtruktionen nach Reidt; Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, Reihen. Gleichungen vom 1. und 2. Grade, nach Bardey. Trigonometrie bis zur Auflöſung des Dreiecks einſchließlich. Wagner. Phyſik(2 St.) Wärme, Magnetismus, Elektrizität. Unbehaun.
Unter-Sekunda. Ordinarius: Prof. Kegel.
Religion, a) evangeliſche(2 St.) Bibelleſen des alten Teſtaments nach dem Bibliſchen Leſebuche von Schäfer und Krebs. Geſchichte des Volkes Israel ſeit Samuel. Das Evangelium des Marcus wurde geleſen und erklärt. Wiederholung der Bergpredigt und der früher gelernten Kirchenlieder.
Fremdt. b) katholiſche(komb. mit IIIA IIIB) Bölke.


