Tertia. Ordinarius: Profeſſor Kegel bis zum 30. Juni.
Religion(2 St.). a. evangeliſche. Katechismus nach Ernſt IV. Von dem neuen Leben aus Chriſto. Das Reich Gottes im alten Teſtament im Anſchluß an ausgewählte bibliſche Abſchnitte. Pſalmen. Buch Hiob. Predigtexamen. Das Kirchenjahr. Memorieren von Kirchenliedern und Pſalmen.
Eichhoff. b. katholiſche.(2 St.). Die Lehre von dem Glauben und Sakramenten. Erklärung von Abſchnitten aus dem neuen Teſtament, Kirchengeſchichte I. Zeitraum. Bölke.
Deutſch III, 1.(2 St.). Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus dem Leſebuche von Spieß, insbeſondere Schillers Glocke und Wilhelm Tell. Im Anſchluß an die Lektüre das Not⸗ wendigſte aus der Poetik und Rhetorik. Alle 4 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Noll.
Deutſch III2.(2 St.). Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus dem Leſebuch von Spieß. Alle 3 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. Deklamationsübungen. Ueberblick über die wichtigſten gram⸗ matiſchen Geſetze. J. S.: Hartwig. J. W.: Zülch.
Latein III, 1.(7 St.). Grammatik(3 St.). Wiederholungen aus der Formenlehre, Caſus, Tempora und Modi(nach Ellendt⸗Seyffert). Mündliche und ſchriftliche Ueberſetzungsübungen(nach Oſtermann für Tertia). Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit in der Klaſſe. Memorieren, bezw. Repetieren von Muſterſätzen.
Lektüre(4 St.): Caes. de bello gall. IV bis VII(tw.) Aus Sedlmayer's: P. Ovidi Nasonis Carmina selecta, ausgewählte Abſchnitte. Ein Teil des Geleſenen wurde auswendig gelernt. Außerdem wurden die wichtigſten proſodiſchen Regeln nach dem Anhang der Ellendt⸗Seyffert'ſchen Grammatik eingeübt.
Kegel.— Von 1. 7. an Zülch.
III, 2.(7 St.). Grammatik.(3 St.). Fortgeſetzte Wiederholung in der Formenlehre je nach Bedarf. Wiederholung und Ergänzung der Kaſuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre. Uebungen im Ueberſetzen aus dem Deutſchen ins Latein.(nach Oſtermann III.), alle 8 Tage ein Extemporale.
Lektüre:(4 St.). Caes. de bell. gall. I, 1—29; II, III und IV, 1—17. Zülch.
Griechiſch III, 1.(6 St.). Die Verba in z9 und die wichtigſten unregelmäßigen Verba des att. Dialekts. Die Präpoſitionen. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der III, 2. Ausgewählte Haupt⸗ regeln der Syntax im Anſchluß an Geleſenes. Wündl. Ueberſetzungsübungen nach Schenkl. Wörter⸗ lernen. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit, dazwiſchen häufig Formenextemporalien.
Lektüre: Xen. anab. lib. I und II. Hartwig.
III, 2.(6 St.). Die regelmäßige Formenlehre des attiſchen Dialekts bis zum verbum liquidum einſchließlich nach Curtius,„Griech. Schulgrammatik“ und Schenkl,„Griech. Elementarbuch“ 1— 212 mit Auswahl. Memoriren von Vokabeln. Im Anſchluß an die Lektüre ſind einzelne ſyntaktiſche Regeln induktiv behandelt. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit. Noll.
Franzöſiſch III, 1.(3 St.). Erweiterung des Wort- und Phraſenſchatzes, Ergänzung der Formenlehre und Syntax nach Plötz Schulgrammatik. Alle 14 Tage ein Scriptum. Lektüre erzählender, beſonders hiſtoriſcher Proſa, ſowie einiger Gedichte aus Lüdecking I. Konverſationsübungen im Anſchluß an Wandtafeln, Lektüre und Vorkommniſſe des täglichen Lebens. Einige Volkslieder.
III, 2.(3 St.). Wiederholung der regelmäßigen Konjugation mit Ausdehnung auf den Konjunktiv; die notwendigſten unregelmäßigen Verben. Alle 14 Tage ein Scriptum. Lektüre: Leichtere Er⸗ zählungen aus Lüdecking I. Fortſetzung der Sprechübungen im Anſchluß an Wandbilder und Lektüre. Einige Volks⸗ und Kinderlinder. Spilling.— Von 20. 5. 94 an: Dr. Witthoeft.
Geſchichte und Geographie(3 St.). a. Geſchichte: Deutſche Geſchichte von Anfang an bis 1517 im Anſchluß an David Müller„Leitfaden zur Geſchichte des deutſchen Volkes“. Repetition. Lebensbild Kaiſer Wilhelms I.(2 St.)
b. Geographie: Außereuropäiſche Erdteile.(1 St.). Hartwig.


