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Geſchichte(3 St.). Deutſche Geſchichte von 476— 1648. Repetition des vorjährigen Penſum. Schmidt. Zülch. Mathematik(4 St.). Binomiſcher Lehrſatz für ganze poſitive Exponenten. Der Coordinatenbegriff und einige Grundlehren von den Kegelſchnitten. Uebungen auch aus der Planimetrie, Trigonometrie und Stereometrie. Wagner. Aufgaben für die Reifeprüfung 1895: 1) Ein Dreieck zu konſtruieren aus a b= 1, he, O. 2) Die Winkel und die Seite o desſelben Dreiecks zu berechnen für die Werte 1= 429, he= 156, 0= 60,67. 3) Der Mantel eines abgeſtumpften Kegels deſſen Grundflächen die Radien r und 0 haben, iſt durch eine zu den Grundflächen parallele Ebene halbiert. Ein Cylinder von gleicher Höhe wie der Kegelſtumpf hat den Schnittkreis zur Grundfläche. Bei welcher Höhe haben beide Körper gleiche Mäntel?
4) Jemand hinterläßt ſeinen 9 Kindern ein Bermögen von 192 000 Mark. Das Teſtament beſtimmt, da für die Ausbildung der Söhne bereits je 5000 Mark ausgegeben waren, daß jede Tochter die gleiche Summe vorweg empfangen und daß der Reſt unter ſämmtliche Kinder gleichmäßig verteilt werden ſoll. So erhalten die Söhne zuſammen noch 54000 Mark. Wieviel Söhne und wieviel Töchter ſind vorhanden und wie groß ſind die einzelnen Anteile?
Phyſik(2 St.). Akuſtik, Mechanik. Wagner.
Secunda. Ordinarius: Profeſſor Hetzel.
Religion II, 1. a) evangeliſche.(2 St.). Bibelkunde des neuen Teſtaments nach Noack. Kirchen⸗ geſchichte bis 1530, zuletzt Apoſtelgeſchichte. Bibelkunde des alten Teſtaments nach Noack. II, 2. Kirchen⸗
geſchichte bis 325, zuletzt Ev. Matthäi. Eichhoff. b) katholiſche. cfr. III. Bölke.
Deutſch II, 1.(3 St.). Gudrun.(Veranſchaulichung durch Proben aus dem Urtext.) Ausblick auf die nordiſche Sage und die großen Sagenkreiſe des Mittelalters, auf die höfiſche Epik und die höfiſche Lyrik, insbeſondere Walther von der Vogelweide. Hervorhebung wichtiger Abſchnitte aus der deutſchen Litteraturgeſchichte. Ausgewählte Gedichte Schillers und Goethes. Von Schiller insbeſondere das Eleuſiſche Feſt, der Spaziergang, die Glocke, Wallenſtein(I. u. II. Teil). Goethe, Götz von Berlichingen, Egmont. Herder, Cid. Ausgewählte Stellen wurden auswendig gelernt. Einzelne ſprachgeſchichtliche Belehrungen.— Poetik.— Vorträge der Schüler über ausgewählte Themata. Früher gelernte Gedichte wurden wiederholt. Figuren und Tropen. Privatlektüre(Schillers Geſchichte des Abfalls der Niederlande.)
(Aufſatz⸗Themata): 1.(Kl.⸗Arb.) Brunhilde(bis zu ihrem Einzuge in Worms.) 2. Roland nach Uhlands Gedichten. 3. Odyſſeus bei den Phäaken. 4. Der Ackerbau iſt die Grundlage aller Kultur. 5.(Kl.⸗Arb.) Charakteriſtik Cids(nach Herder.) 6. Bericht über Schillers„Belagerung von Antwerpen“. 7. Vorgeſchichte zu Goethes„Egmont“ 8.(Kl.⸗Arb.) Erlebniſſe des Odyſſeus auf Ithaka nach ſeiner Heimkehr. Kegel.
Deutſch II, 2.(3 St.). Hermann und Dorothea.— Jungfrau von Orleans.— Minna von Barnhelm. — Ausgewählte Balladen von Schiller und Goethe. Uebungen im Disponieren. Vorträge der Schüler im Anſchluß an die Lektüre. Das Wichtigſte aus Poetik und Stiliſtik.
Themata der deutſchen Aufſätze: 1. Der Beſuch Hermanns im Hauſe des Kaufmannes. 2. Inhalt des vierten Geſanges in Hermann und Dorothea 3. Die Thätigkeit der Jungfrau von Orleans in Schillers gleichnamigem Drama bis zum vierten Auftritt des dritten Aufzuges.(Kl.⸗Arb.). 4. Die Expoſition in der Jungfrau von Orleans. 5. Charakteriſtik„Cyrus“ des Jüngeren.(Nach Xen. I, 7.) 6 Die Vorgeſchichte zu„Minna von Baruhelm“.(Kl.⸗Arb.) 7. Franziska.(Charakteriſtik.). 8 Die Schlacht am traſimeniſchen See(Nach Liv. XXII, 4—7) 9. Die Macht des Geſanges nach Balladen Schillers und Uhlands.(Prüfungsaufſatz.). 10. Die Kämpfe um Metz im Sommer 1870.
Noll. Lutein II, 1.(6 St.). Lektüre: Ciceron. or. in Catil. II und III, pro Ligar,, pro rege Deiotaro, Livii ab urbe condita XXII, Vergil. Aen. VI und IX, mit Auswahl, ergänzt durch Erzählung. Alle 6 Wochen eine ſchriftl. Ueberſetzung ins Deutſche.(5 St.) Grammatik: Mündliche Uebungen. Exercitia, wechſelnd schol. und dom. alle 14 Tage. (1 St.). Lat. Inhaltsangaben. Hetzel.


